Neuer Tag, neuer Betrieb. Heute stand das übersichtliche Netz von Graudenz auf dem Programm. Dafür hatte ich mir den ganzen Tag Zeit genommen. Mein primäres Ziel waren natürlich ein paar schöne Bilder der ex-Krefelder Duewag GT8. Aber auch die anderen Fahrzeugtypen waren ausschließlich hier vertreten und somit durchaus interessant. Am Abend würde es dann weiter in Richtung Allenstein gehen.
Mittwoch, 20. August 2025: Mit den Duewag GT8 durch Graudenz
Ein Blick auf den Wetterbericht gestern Abend hatte für heute eher durchwachsenes Wetter angesagt. Ganz hoffnungslos sollte es aber auch nicht werden und so wollte ich den Tag so früh wie möglich schon nutzen. Der Wecker klingelte dementsprechend um 07:30 Uhr und ein erster Blick wurde aus dem Fenster geworfen. Im Moment schien die Sonne, auch wenn sich um das kleine Sonnenloch eine Menge Wolken tummelten. Also nichts wie raus aus dem Apartment und in Richtung Straßenbahn, um das erste Bild des Tages zu schießen. Eigentlich bestand das Netz aus zwei Linien. Die eine Linie, die zum Bahnhof führte und auch das Depot ans Netz anschloss, war jedoch schon länger nicht mehr in Betrieb und so beschränkte sich das Netz auf die Linie 2, die dafür relativ lang war. Direkt vor meinem Apartment befand sich die Station Legionów/Biblioteka, die ich nun erstmal anlief, um ein Bild zu schießen. Danach ging es zunächst in Richtung Innenstadt los. Ich suchte mal wieder vergebens in einem der Wagen nach einem Fahrkartenautomaten, wurde aber bereits an der nächsten Station fündig und erhielt die bisher mit Abstand günstigste Tageskarte des Urlaubs. Ich versuchte mein Glück fürs nächste Bild in der kurzen Innenstadtdurchfahrt an der Station Rynek Główny, wo die Sonne jedoch schon nicht mehr schien. Daher entschied ich mich in der Folge die Strecke zunächst per Bahn zu erkunden und erst wieder raus zu springen, wenn mir etwas ins Auge schoss, wo ich unbedingt ein Bild schießen wollte. Ohne Sonne hielten sich diese Stellen jedoch stark in Grenzen, sodass ich die Bahn tatsächlich erst an der Endstation Pętla Rządz verließ. In der Folge hielt ich mich an den Stationen Chełmińska/Południowa und Południowa auf.
Für das erste Bild des Tages hatte sich die Sonne direkt mal gezeigt. Ein Blick in den Himmel verriet jedoch, dass es sich dabei wohl zunächst nur um einen kurzen Besuch handeln würde. Ich war nur ein paar Meter aus dem Apartment gelaufen, da kam das Konstal 805NaMM-Doppel 93+94 angefahren.
An der Station Rynek Główny durchquert die Straßenbahn für einen kurzen Moment die Innenstadt von Graudenz. Die Sonne hatte sich inzwischen hinter eine Wolkendecke zurückgezogen, sodass es an der Station relativ dunkel war. Trotzdem versuchte ich mich an einer ersten Umsetzung des Bildes mit Innenstadtkulisse. Es war wieder das Doppel 93+94, welches bereits von der Endstation zurückkehrte und in der Folge meine Mitfahrgelegenheit darstellte.
Es war über eine halbe Stunde vergangen und ich befand mich an der Endstation Pętla Rządz. Nachdem in der Innenstadt ein weiterer Versuch eines Bildes gescheitert war, war ich mit Wagen 98 die komplette Länge der Strecke bis zur Endstation abgefahren. Bei den Wagen handelt es sich um die neuste Fahrzeugserie der Graudenzer Straßenbahn, die im Gegensatz zu den anderen Fahrzeugen zumindest im Mittelteil ein Niederflurangebot aufweisen. Wagen 98 durchquerte gerade die Schleife auf dem Weg zur Abfahrtsstation der Endstation.
Mit Wagen 98 war ich bis zur Station Chełmińska/Południowa zurückgefahren. Hier bot sich in einem Konstrukt aus Zwischenschleife und zwei getrennt verlaufenden Fahrtrichtungsgleisen ein ganz hübsches Bild im Grünen. Auch der folgende Kurs mit Wagen 95 stellte einen der neuen Modertrans Moderus Beta MF 28 AC dar. Obwohl vier Fahrzeuge der neuen Serie vorhandenen waren, fuhren nur zwei der Fahrzeuge im heutigen Auslauf und folgten dort auch noch direkt aufeinander.
In der Zwischenzeit hatte ich einen der für mich interessanten Wagen in diesem Betrieb in Richtung Endstation vorbeihuschen gesehen. Duewag GT8 84 präsentierte sich hier in etwas gedämpften Licht nahe der Station Południowa. Der Wagen trug die ältere Graudenzer Lackierung, bei der noch das Rot dem Gelb gegenüber überwiegt.
Auch der darauffolgende Kurs wurde durch einen GT8 bedient. Somit hatte ich nun den gesamten Auslauf am heutigen Tag mit fünf Wagen gesehen und auch in Bildern dargestellt. Duewag 88 schien bereits eine neuere Lackierungsvariante erhalten zu haben, die von der Idee den neuen Modertransfahrzeugen folgt. Warum der obere Teil anstatt in Schwarz jedoch in Weiß gehalten ist, blieb unklar. Für den Wagen hatte ich mich um die Ecke herumbewegt und stand nun in der Station Południowa selbst.
Mit der Vermieterin des Apartments hatte ich mich abgesprochen, dass ich mein Auto auf dem Parkplatz stehen lassen könnte, bis ich am Abend nach Allenstein weiterreisen würde. Da die Fernbedienung für das Öffnen des Tores zum Parkplatz am Schlüssel befestigt war, hatte ich daraus geschlossen, dass ich auch den Schlüssel vom Apartment bis zur Abreise behalten durfte. Nun schrieb die Vermieterin aber plötzlich, dass ich den Schlüssel bitte bis um 11 Uhr in den Schlüsselkasten legen solle. Das war für mich natürlich relativ ungünstig, da ich mich gerade am genau anderen Ende der Strecke befand. Es war aber nicht zu ändern und so machte ich mich in Richtung Apartment auf. Im Wagen 88, den ich nach dem Bild noch geentert hatte, war das Reisen über die Strecke direkt nochmal angenehmer, als in den anderen Fahrzeugtypen, da der Wagen im Inneren mit gemütlichen Polstersitzen ausgestattet war. So ritt ich zurück in die Innenstadt und legte eine Pause an der Station Al. 23 Stycznia ein. Hier hatte die Sonne gerade mal wieder eine Lücke zwischen den Wolken gefunden, die ich für ein Bild nutzen wollte. Da in der Folge der Wagen in Richtung Apartment natürlich gerade weg war, entschied ich mich dazu das kurze Stück durch die Innenstadt zu Fuß abzulaufen. Dabei entstand ein weiteres Bild an der Innenstadtdurchfahrt, bevor ich pünktlich um kurz vor 11 Uhr die Station Legionów/Biblioteka und somit das Apartment erreichte. Ich entschied mich dazu, mein Auto einfach jetzt schon umzuparken, um sich weitere Umständlichkeiten zu ersparen und in der Folge den vollen Fokus auf die Straßenbahn legen zu können.
Die Wolken am Himmel wurden im Moment tendenziell eher dunkler. Für einen kurzen Moment schaffte es die Sonne aber hinter den Wolken hervor. Ich ergriff direkt die Chance, verließ den Wagen an der Station Al. 23 Stycznia und schoss ein Bild des entgegenkommenden Wagens 95. Zu meinem Glück passte der Sonnenstand hier gerade perfekt, sodass sich der Wagen im passenden Licht präsentierte. Im Hintergrund verschwand noch Duewag 88, mit dem ich bis eben gereist war.
Für das Bild von Wagen 84 waren die Lichtverhältnisse dahingegen alles andere als optimal. Während ich auf den Wagen wartete, kämpfte die Sonne sich kurzzeitig etwas frei, sodass diese Stelle perfekt im Licht gewesen wäre. Als sich der Wagen jedoch anbahnte, ging das Licht komplett aus und dafür war der Himmel im Hintergrund extrem hell. So war Wagen 84 beim Bild relativ dunkel. Das kleine Stück nahe der Station Rynek Główny, an dem die beiden Fahrtrichtungsgleise ineinander verschlungen verliefen und eine schöne Wandmalerei im Hintergrund zu sehen war, wollte ich mir dennoch nicht entgehen lassen.
Als ich zu Fuß an der Station Legionów/Biblioteka angekommen war, hatte es auch gerade Wagen 88 wieder von der Endstation zurück zur Station geschafft. Das Licht stand hier zwar nicht ganz optimal, bei den bisher wenigen Momenten mit Sonne nutzte ich aber jede Chance, die sich mir auf ein Sonnenbild bot und so wurde auch hier ein Bild geschossen. Im Hintergrund schaffte es sogar mein Apartment mit ins Bild. Das Haus mit dem kleinen Türmchen war mein Apartment und vom oberen der beiden Balkons hatte ich gestern Abend das Bild in der Dunkelheit heruntergeschossen.
Ich hatte mein Auto nun umgeparkt und mit dem Apartment alles geklärt. Daher lief ich zur Station zurück und passend kam der nächste Kurs der Straßenbahn angefahren. Mit dem Wagen wollte ich erstmal wieder in Richtung Innenstadt fahren. Wirklich weit kam ich nicht, bis ich an der Station Rynek Główny die Bahn wieder verließ. Ich hatte Hoffnung, dass mir hier nun ein Bild mit Sonne an der Station gelingen würde. Tatsächlich zog es sich am Himmel aber gerade wieder etwas mehr zu, sodass das Vorhaben scheiterte. Nach dem versuchten Bild ging ich zu Fuß weiter in Richtung der Station Al. 23 Stycznia. Auch bei den nächsten beiden Bildern sollte mir jedoch kein weiteres Sonnenbild gelingen und so widmete ich mich jetzt erstmal einem anderen Ziel. Die Sonne machte gerade ohnehin Pause, weshalb ich mich vom Linienbetrieb entfernen wollte, um dem Depot einen kleinen Besuch abzustatten.
Da der Betrieb mit 15 einsatzfähigen Fahrzeugen bzw. Zügen vor allem beim Ferienfahrplan einen riesigen Überbestand hatte, müssten im Depot einige Fahrzeuge herumstehen. Vielleicht würde sich dort irgendwas Interessantes ergeben, wofür es sich lohnte, dort vorbeizugucken. Also suchte ich an der Station Al. 23 Stycznia nach einer Busverbindung, die mich dort hinbringen würde. Da die Linie der Straßenbahn nach dort nicht fuhr und ich auch nicht zu Fuß den Weg gehen wollte, war der Bus die einzige Option. In fünf Minuten sollte eine Linie kommen, die mich bis direkt vor das Depot bringen sollte. Dort angekommen, rangierte gerade eines der Konstal 805NaMM Doppel an der Strecke vor dem Depot. Es handelte sich um das Doppel, welches ich gestern Abend noch vor meinem Apartment im Linienverkehr fotografiert hatte. Nachdem ich ein Bild des Doppels geschossen hatte, guckte ich mich mal an der Einfahrt vom Depot um. Das Depot war gerade eine riesige Baustelle und obwohl noch einige Wagen im Schuppen des Depots untergebracht waren, standen auch eine ganze Reihe Wagen auf Abstellgleisen neben dem Schuppen. Dort konnte ich neben einem der Duewag GT8 auch die beiden originalen Konstal 805Na-Züge sehen. Auf der Karte sah ich, dass man von der anderen Seite des Depots relativ nah an diese beiden Abstellgleise herankam und so guckte ich mich auf der anderen Seite mal um. Die 805Na-Züge standen leider sehr ungünstig, sodass mir davon kein Bild gelang. Zumindest von einem Arbeitswagen konnte ich aber ein Fahrzeugbild schießen.
Auch in die andere Richtung war das Bild an der Station Rynek Główny nicht so wirklich viel heller geworden. Trotzdem versuchte ich mein Glück mit Wagen 95, denn ob mir das Bild hier heute noch in der Sonne gelingen würde, blieb in jedem Fall fraglich. An der Station wurde, wie im Bild zu sehen ist, immer wieder gekreuzt. Dies führte dazu, dass die Bahnen teilweise etwas länger an der Station auf die Gegenbahnen warten mussten, da sowohl vor als auch hinter der Station ein Stück Strecke folgt, auf der die Strecke eingleisig verläuft, beziehungsweise die Gleise ineinander verlaufen. Bei dem nicht ganz stabilen Takt wechselten die Kreuzungsorte aber relativ variabel über die Strecke verteilt.
Aus den dunklen Häusergassen der Innenstadt ein wenig befreit, wurden die Bilder direkt wieder etwas heller. So gelang mir ein Bild von Wagen 98, der gerade von der Station Rynek Główny kommend die Innenstadtdurchfahrt verließ.
Um 180 Grad gedreht, folgte nur wenige Minuten später Duewag 84. Wie eben bereits angedeutet, fand dieses Mal die Kreuzung der beiden Kurse an der Station Al. 23 Stycznia statt, an der durch den zweigleisigen Ausbau auch keine Wartezeiten für eine der Fahrtrichtungen entstand. In diesem Bild war auf dem hinteren Teil des Wagens sogar ein ganz leichter Hauch von Sonne zu erahnen, was ich für mich schon als Erfolg verbuchte.
Am Depot existiert eine Art Gleisdreieck, über das die Wagen einmal gedreht werden können. Auf dem Stumpfgleis des Gleisdreiecks stand bei meiner Ankunft das Konstal 805NaMM-Doppel 89+90. Eingeschildert war sogar die Linie 1, die hier am Bahnhof normalerweise verkehren würde. Tatsächlich übernahm das Doppel jedoch keine offiziellen Aufgaben.
Kurze Zeit später war das Doppel rückwärts aus dem Stumpfgleis herausgefahren und einmal bis zum Ende der Straße heruntergefahren, um dort über den Gleiswechsel auf das Gleis in Richtung Depot zu kommen. Danach ging es wieder vorwärts zurück ins Depot, welches sich nur wenige Meter hinter mir auf der linken Seite der Straße befand. Für das Bild war hier sogar passend die Sonne herausgekommen. Der Fahrer des Doppels jagte so schnell über die Schienen, dass es mächtig staubte.
Der Konstal 2N 36 wurde als Arbeitsfahrzeug umgebaut und stellt das einzige Arbeitsfahrzeug des Betriebs dar. So wirklich Aufgaben schien es für den Wagen aber erstmal nicht zu geben, zumindest stand er ganz am Ende des Abstellgleises, was mir aber ein Bild ermöglichte. Links angeschnitten befand sich eines der beiden Konstal 805Na-Doppel. Auf der anderen Seite der Gleise war jedoch ein großer Zaun, sodass sich mir keine Möglichkeit auf ein Bild des Doppels bot.
Nach dem kurzen Abstecher zum Depot sollte es nun wieder an die Linie 2 zurückgehen. Mit dem nächsten passenden Bus ging es erstmal zurück zur Station Al. 23 Stycznia. Da es im Moment nicht wirklich nach Sonne aussah, entschied ich mich dazu, einen Teil der Strecke abzuarbeiten, der ohnehin nicht sonderlich viel zu bieten hatte. Zwischen den Stationen Chełmińska/Tytoniowa und Chełmińska/Południowa verläuft die Strecke in Seitenlage zu einer Straße eine lange Zeit schnurgerade. Neben der nicht sonderlich spannenden Bebauung neben der Strecke sorgt ein konstant neben der Strecke herlaufender Zaun ebenfalls nicht dafür, dass der Streckenabschnitt unbedingt schöner wird. Die perfekte Strecke also für das triste Wetter, welches hier gerade vorherrschte.
An der Station Al. 23 Stycznia angekommen, sah ich soeben den Wagen 84 in die Richtung verschwinden, in die ich jetzt eigentlich fahren wollte. Das bedeutete aber auch, dass danach Wagen 88 folgen sollte. Daher lief ich zu Fuß ein wenig in die Richtung der Station Chełmińska/Włodka. Kurz vor der Station durchfährt die Straßenbahn auf einer Kopfsteinpflasterstraße eine ganz hübsche Häuserzeile. Ich stellte mich an dieser Stelle auf und schoss ein Bild des Wagens. Danach ging es mit dem nachfolgenden Kurs bis zur Station Chełmińska/Kraszewskiego. Den Rest der Strecke bis zur Station Chełmińska/Południowa konnte ich mir sparen, da sich dort aufgrund des Zaunes nicht mal eine Möglichkeit für ein Bild bot. Von der Station Chełmińska/Kraszewskiego orientierte ich mich zurück in Richtung Innenstadt und ging erstmal zu Fuß die Strecke entlang. An einigen Stellen zückte ich meine Kamera und schoss Bilder von den durchkommenden Straßenbahnen.
An sich würde sich hier bei passendem Sonnenstand und weniger Wolken am Himmel ein schönes Motiv bieten. Bei den aktuellen Lichtverhältnissen wirkte das Bild leider ein wenig trist, aber ich musste schließlich mit dem arbeiten, was ich zur Verfügung hatte. Zumindest zeigte sich mit Wagen 88 wieder einer der Duewags im Bild.
An der Station Chełmińska/Jackowskiego bot sich direkt die nächste Möglichkeit auf ein Bild von Wagen 88. Die Fahrerin hatte gerade den Fahrgastwechsel abgeschlossen und lächelte mich in der Folge freundlich an. Die von der üblichen Lackierung abweichende Lackierung brachte durchaus nochmal etwas mehr Abwechslung in den Wagenauslauf.
Für den entgegenkommenden Wagen 98 hatte ich mich etwas von der Station entfernt. Dieses Bild beschrieb sehr gut den gesamten Streckenverlauf an der Straße entlang. Links neben der Strecke zogen sich eine Reihe an gleich aussehenden Häusern in einer tristen Farbe entlang, während die Strecke sonst von Zäunen begleitet wurde. Wagen 98 war dabei schon fast der Punkt des Bildes, der am meisten Farbe zu bieten hatte.
Inzwischen hatte ich mich bis zur Station Chełmińska/Tytoniowa vorgearbeitet. Hier kam mir der zweite neue Wagen in Form von Wagen 95 entgegen. An der Station ergab sich für die Straßenkreuzung eine kurze Lücke im Zaun und auch die Umgebung der Station bot ein wenig mehr Abwechslung als der Rest der Strecke, sodass das Bild nicht ganz so nichtssagend war, wie das letzte.
Nach dem Bild ging ich zu Fuß die Strecke weiter entlang. Noch etwas 100 Meter ging die Strecke in Seitenlage zur Straße weiter, bevor sie in Mittellage schwenkte und als wirkliche Straßenbahn verkehrte. Die Umgebung und auch der Streckenverlauf wurden nun ein wenig interessanter, was nach dem vorherigen Streckenverlauf jedoch auch keine Kunst war. Nur wenige Meter nachdem die Strecke in Straßenmitte geschwenkt war, blieb ich stehen, da ich eine ganz hübsche Stelle gefunden hatte. Zudem müsste sowieso demnächst der nächste Kurs stadteinwärts durchkommen. Also stellte ich mich an den Straßenrand und wartete ab. Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis sich in weiter Entfernung eine Bahn näherte. Ich guckte nochmal schnell etwas auf dem Handy nach, bevor die Bahn bei mir sein sollte. Als ich wieder hochguckte, war der Wagen aber immer noch nicht nähergekommen. Vielleicht hatte er aber auch gerade an einer Station gehalten und würde gleich wieder losfahren. Ich beobachtete das ganze weiter und guckte auch mal in die andere Richtung die Strecke herunter, wo eigentlich auch wieder ein Kurs dran war. Dort war jedoch nichts zu sehen. Noch immer bewegte sich der Wagen nicht weiter und langsam wurde mir klar, dass es sich um eine Störung handeln musste. Einige Zeit wartete ich noch ab, der Wagen kam aber nicht näher und daher entschied ich mich irgendwann zu Fuß die Strecke in Richtung Innenstadt zu laufen. Etwas anderes blieb mir ja jetzt nicht über. An der nächsten Station versuchte ich mir etwas mehr Informationen zu verschaffen. Auf der Anzeigetafel der Haltestelle lief ein Text durch, der offensichtlich Aufschluss über die Situation geben sollte. Da ich jedoch kein Wort polnisch verstand und auch kein Bild mit dem Übersetzer von einem durchlaufenden Text auf der Anzeigetafel schießen konnte, musste ich jedes Wort mühsam einzeln abtippen. Als Ergebnis kam nur heraus, dass die Bahn aufgrund einer technischen Störung auf unbestimmte Zeit ausfallen würde und man sich bei den Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten entschuldige.
Ich hatte keine Lust, den gesamten Weg zurück in die Innenstadt zu Fuß zu gehen, daher suchte ich nach einem passenden Bus, der mich bereits wenige Minuten später von der Station bis zur Station Al. 23 Stycznia zurückbrachte. Dort wollte ich mich erstmal auf die Suche nach den restlichen Wagen machen. Es befanden sich lediglich zwei der fünf Wagen auf dem Abschnitt zwischen der Endstation Pętla Rządz und der Station, an der ich mich für mein letztes Bild aufgehalten hatte. Die restlichen Wagen mussten ja auch noch irgendwo herumstehen. Da ich auch aus dem Bus heraus keinen Wagen gesehen hatte, ging ich einfach mal in Richtung der Station Rynek Główny los. Ich war noch nicht wirklich weit gekommen, als sich plötzlich Wagen 84 von der Innenstadtdurchfahrt kommend um die Ecke schob. Schnell lief ich zur Station zurück. Wenn sich hier wieder ein Wagen bewegen würde, wollte ich dort lieber direkt mitfahren und gegebenenfalls an einer Station rausspringen und ein Bild schießen. Ich stieg also an der Station ein. Dann ging es erstmal die nächsten fünf Minuten warum auch immer nicht weiter. Ich fuhr bis zur Station Chełmińska/Bydgoska zurück, an der ich vorhin aufgrund der Betriebsstörung notgedrungen aufgeben musste. Ich verließ den Wagen ganz vorne und querte die Straße. Dadurch gelang mir wie erhofft noch ein Bild, bevor sich der Duewag wieder in Bewegung setzte. Bereits fünf Minuten später folgte mit Wagen 88 der nächste Kurs, bevor erstmal wieder über eine halbe Stunde gar nichts kam. Irgendwie schien der Betrieb zwar wieder anzulaufen, so wirklich perfekt hatte das aber alles nicht funktioniert. Aus der anderen Richtung kam derweil in der gesamten Zeit gar kein Wagen. Zumindest aus der einen Richtung gelangen mir aber wieder Bilder, bevor nach einer Ewigkeit gleich drei Wagen in fünf Minuten aus der anderen Richtung folgten.
Duewag 84 war der erste Wagen, der mir nach der Betriebsstörung wieder fahrend begegnete. Hier gelang mir ein Bild des Wagens kurz vor der Station Al. 23 Stycznia. Die Farbe der Häuser passte hier hervorragend zur Farbe des Himmels. Grau in Grau mit dem einzigen wirklichen Farbstich durch den Wagen selbst.
Die Umgebung wurde auch an der Station Chełmińska/Bydgoska nicht gerade schöner. So wirklich viele Motive hatte aber die ganze Strecke nicht zu bieten und so musste ich mit dem arbeiten, was mir hier zur Verfügung stand. Ich hatte Glück, dass bei der Ankunft des Wagens gerade alle Autos vor der Ampel weg waren, sodass ich die Straße queren konnte und noch ein Bild vom Wagen entstand, der mich bis hier gebracht hatte.
Bis zu einem möglichen nächsten Motiv kam ich gar nicht mehr. Denn nur fünf Minuten nach dem Wagen 84 folgte bereits Duewag 88. Dementsprechend hatte ich es lediglich einmal über die Kreuzung geschafft. Immerhin hatte ich auch hier Glück mit den Autos und der Wagen präsentierte sich frei in Straßenmitte.
Kurz vor der Station Chełmińska/Piaskowa hatte ich endlich mal ein Haus gefunden, was zumindest so etwas ähnliches wie Farbe hatte. Gepaart mit dem einen Balkon mit vielen Blumen ergab sich hier ein ganz hübsches Bild. Das Problem war nur, dass jetzt ewig nichts kam. Zwischendurch hatte ich mir in einem Zabka am Straßenrand mein Mittagessen geholt. Dann endlich kam das Doppel 93+94 nach über 20 Minuten Pause, welches jedoch im Schatten versank. Nur zehn Minuten später folgte Modertrans 98 in der Sonne.
Ich hatte die schwierigsten Stunden des Tages hinter mir. Langsam kam der Planverkehr wieder ins Rollen und die Abstände zwischen den Bahnen näherten sich wieder einer Regelmäßigkeit an. Zudem lockerte die zuvor dichte Wolkendecke immer mehr auf, sodass sich wieder größere blaue Stellen zwischen den Wolken zeigten. Es war zwar schon 15 Uhr und so unglaublich viel Zeit würde mir nicht mehr bleiben, nun war ich aber motiviert noch einige schöne Sonnenbilder vom Betrieb umzusetzen. Hier draußen hatte ich jetzt alles umgesetzt. Die Motive würden bei Sonne sowieso nur bedingt schöner werden. Daher entschied ich mich dazu, mich wieder etwas mehr in Richtung Innenstadt zu orientieren. Passend kam aus der anderen Richtung Wagen 88 zurück und ich fuhr mit dem Wagen bis zur Station Chełmińska/Włodka. Da der Duewag 84 genau einen Kurs vor Wagen 88 war, hatte ich jetzt direkt zwei Chancen auf Duewag-Bilder in der Sonne. Nach den beiden Bildern der Wagen hielt ich mich noch eine Weile weiter in der Innenstadt auf und lichtete die Wagen auch auf dem Weg in die andere Richtung noch einmal ab. In der Innenstadt traf ich zudem auf einen weiteren deutschen Fotografen, mit dem ich mich über die Unregelmäßigkeiten im Takt unterhielt. Er hatte aber auch nicht mehr Informationen als ich, wieso es zum zwischenzeitlichen Zusammenbruch gekommen war. So entstanden in den nächsten 1½ Stunden endlich regelmäßige Sonnenbilder.
An der Station Chełmińska/Włodka, an der ich mich für die Rückkehr von Wagen 84 aufgestellt hatte, kam der Wagen perfekt im Licht für ein Türseitenbild angefahren. Auch hier wird selbst mit Sonne deutlich, wie wenig Farbenvielfalt die Graudenzer Bauweise zu bieten hat.
Inzwischen wieder im etwas größeren Abstand als fünf Minuten folgte Duewag 88. Für den Wagen hatte ich mich ein wenig in die Gasse verschoben, die hinter der Station Chełmińska/Włodka begann. Dort war am Nachmittag jedoch der Schatten schon sehr dominant, sodass ich den Wegen nicht mehr in kompletter Sonne ablichten konnte. Dafür bekam ich zumindest ein Haus mit ins Bild, welches ein wenig Abwechslung zu den sonst vorherrschenden Bauten brachte.
Ein wenig schwierig war es inzwischen schon, noch genug sonnige Stellen zu finden. So verschob sich das Problem am heutigen Nachmittag von fehlender Sonne auf fehlende Sonnenspots bei vorhandener Sonne. Die Station Al. 23 Stycznia war nicht von höheren Gebäuden umgeben, sodass sich hier das Problem des Schattens nicht auftat. Dafür fuhren parallel zu Wagen 95 auch einige Autos die Straße entlang, von denen sich aber die meisten hinter der Bahn versteckten.
Aus der anderen Richtung folgte kurze Zeit später das Konstal Doppel 93+94. Ich hatte mich an der Gleisverschlingung postiert, die erst mit Fahrt um die Kurve und Einfahrt auf die Straße wieder in zwei separate Gleise aufgeteilt wurde. Eigentlich wäre diese Stelle am Vormittag perfekt im Licht gewesen, da aber erst jetzt die Sonne schien und ich ohnehin keine andere Stelle mehr für Bahnen aus dieser Richtung hatte, gab ich mich mit diesem Bild zufrieden.
In der Zwischenzeit war auch der zweite Kurs bedient durch einen Niederflurwagen in Richtung Tarpno durchgehuscht. Dementsprechend sollten als nächstes wieder die beiden Duewags folgen. Beim ersten Wagen davon wollte ich mein Glück erneut an der Station Al. 23 Stycznia versuchen. Eine andere Stelle, an der der Wagen aus dieser Richtung im richtigen Licht kommen würde, war mir sowieso nicht eingefallen. Irgendwie schienen sie den Takt aber immer noch nicht wieder so ganz in den Griff bekommen zu haben. Es dauerte erneut über 20 Minuten, bis sich Wagen 84 um die Ecke schob. Währenddessen war es ein konstantes Bangen, ob die Sonne scheinen würde, wenn der Wagen käme. Gerade so passte es perfekt mit der Sonne für Duewag 84, als dieser letztendlich kam.
Für den darauffolgenden Wagen 88 hatte ich mich an einer anderen Stelle aufgestellt, an der jedoch bei der Ankunft des Wagens gerade eine Wolke vor die Sonne gezogen war. Daher ging ich zu Fuß bis kurz vor die Station Legionów/Szkoła weiter. Dort eröffnete sich auch am späten Nachmittag noch eine lange sonnige Stelle. Zwar stand die Sonne schon relativ niedrig und auch nicht ganz perfekt, für ein schönes Bild des Wagens reichte es aber auf jeden Fall noch aus.
Jetzt wollte ich auch das gesamte Netz erkundet haben. Dafür fehlte mir noch das kurze Stück von der Station Legionów/Biblioteka bis zur Endstation Tarpno. Da die Gegenbahn auch gerade durchgefahren war, blieb mir nichts anderes übrig, als mich zu Fuß auf den Weg zur Endstation zu machen. Während ich mich bis zur Endstation vor arbeitete, gelang mir noch ein Bild eines entgegenkommenden Kurses. An der Endstation angekommen, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Weder war die Endstation sonderlich schön, noch gab es irgendwo noch einen kleinen Sonnenspot, aus dem ich hätte ein Motiv umsetzen können. Ich wollte meine Suche nach Motiven aber noch nicht aufgeben. Da der Himmel inzwischen fast vollständig blau war und es auch noch etwas Zeit hätte, bis die Sonne untergehen sollte, wollte ich nach weiteren Motiven suchen. Im Kopf fuhr ich einmal die Strecke ab. Die Innenstadt versank langsam aber sicher völlig im Schatten. Alle Stellen, die da noch Sonne bieten würden, hatte ich bereits abgearbeitet. Das darauffolgende Stück entlang der langen Straße war weder schön, noch stand die Sonne dort richtig. Blieb mir nur noch das letzte Stück bis zur Endstation. Dort hatte ich relativ weitläufige Flächen um die Strecke herum in Erinnerung und die Sonne sollte auch richtig stehen. Dort wollte ich mein Glück versuchen.
Also setzte ich mich in den bereits an der Endstation wartenden Wagen 98 hinein und fuhr los. Mit einem kleinen Zwischenstopp ohne nennenswerte Ausbeute gelangte ich so bis zur Station Chełmińska/Południowa. Durch den kurzen Zwischenstopp hatte ich geschickt den nachfolgenden Niederflurwagen abgepasst, sodass daraufhin wieder die beiden Duewags und danach das Konstal Doppel folgen würde. So bewegte ich mich zu Fuß zwischen den Station Chełmińska/Południowa und Pętla Rządz entlang und nutzt jede sich mir bietende Möglichkeit aus, letzte Sonnenbilder für diesen Tag zu schießen. Letztendlich gelangen mir von allen drei Hochflurkursen noch einige schöne Sonnenbilder.
Kurz vor Erreichen der Endstation kam mir das Doppel 93+94 entgegen. Glücklicherweise erwischte ich das Doppel noch hier, denn die folgenden Meter bis zur Endstation boten sich keine Lücken mehr zwischen den Baumschatten, die lang genug gewesen wären. Kurz darauf erreichte das Doppel die Station Legionów/Biblioteka.
Das Licht stand bei der Zwischenschleife an der Station Chełmińska/Południowa fast exakt in der Gleisachse. Da aber auch mein Bild relativ steil entstand, störte dieser Umstand nur bedingt. Die Fahrerin musste dahingegen die Augen schon sehr eng zukneifen, um überhaupt noch etwas sehen zu können. Zumindest die Front von Duewag 84 wurde sehr schön beleuchtet.
Ich hatte mich von der Station Chełmińska/Południowa aus zu Fuß weiter in Richtung der Station Konstytucji 3 Maja bewegt. Kurz bevor ich die Station erreichte, stellte ich mich für ein Motiv auf, in dem ich Duewag 88 ablichten wollte. Hier stand die Sonne am Abend perfekt. Die Hochhäuser, die sich auf meiner Seite der Straße befanden, waren so weit entfernt, dass sie schattentechnisch keine Rolle spielten. Einzig der Faktor der Autos blieb ein großes Risiko. Der im Hintergrund zu sehende Golf hatte auch alles dafür gegeben, mir das Bild zu zerstören, durch eine Reihenauslösung entstand aber ein passendes Bild, in dem der Golf nicht wirklich störte.
Im Eilschritt war ich die letzte Station bis zur Endstation Pętla Rządz gelaufen, um den Wagen im besten Fall in der Schleife ablichten zu können. Als ich an der Station ankam, stand der Duewag noch in der Schleife herum und machte dort Pause. Ich arbeitete mich durch ein kleines Gestrüpp und hatte dort die perfekte Position erreicht, als sich der Wagen in Gang setzte und auf die Abfahrtstation zurollte. Auch hier in der Schleife stand das Licht am Abend perfekt für Wagen 88.
Den Wagen 88 hatte ich abfahren lassen, ohne mich selbst noch hinein zu begeben. Auch dem dritten Hochflurkurs am heutigen Tag wollte ich noch ein Abschiedsbild schenken. So hatte ich mich von der Endstation entfernt und nach einer Lücke zwischen den inzwischen extrem langen Schatten gesucht, in der ich das Doppel 93+94 unterbringen konnte. An dieser Stelle standen meine Chancen ganz gut und nachdem ich auf Schnellschuss umgeschaltet hatte, passte es bei einem Bild am Ende nahezu perfekt. Auch die Autos auf der Straße hatten bei meinem letzten Bild des Tages brav mitgespielt.
Nach dem Bild ging ich ganz entspannt zur nicht weit entfernten Station Konstytucji 3 Maja, an der ich auf die Rückkehr des Doppels von der Endstation wartete. Eine lange Wartezeit hatte ich nicht, bis ich letztendlich im Wagen saß. Schon während der nächsten Stationen fiel mir auf, dass die mittlere Tür einen Defekt zu haben schien. Sie öffnete sich nur einen kleinen Spalt breit und ging dann wieder zu. Die meisten Fahrgäste reagierten darauf, indem sie zum Verlassen des Fahrzeugs eine der anderen Türen nutzten. Bis zur Station Chełmińska/Bydgoska ging das Ganze auch gut. Dann entschied sich eine Frau, die den Wagen verlassen wollte, für eine andere Option und stemmte die Tür kurzerhand auf. Das sorgte zwar dafür, dass die Tür aufging, in der Folge schloss sie sich aber nicht wieder. Einige Male versuchte es der Fahrer noch, dann verließ er seine Fahrerkabine und begann in einem Schwall polnisch den Fahrgästen irgendwas zu erklären. Ich verstand davon zwar wieder mal kein Wort, als daraufhin aber ein großer Teil der Fahrgäste den Wagen verließ, schloss ich darauf, dass er mitgeteilt hatte, dass die Fahrt so schnell nicht weiter gehen würde. Ich war am heutigen Tag somit das zweite Mal an der Station Chełmińska/Bydgoska gestrandet. In nächster Zeit sollte jetzt auch kein Bus kommen, dementsprechend ging es für mich zu Fuß weiter. Erst nachdem ich bereits die erste Station zu Fuß passiert hatte, kam das Doppel von hinten auch angefahren. Scheinbar war die Tür doch irgendwie wieder zu gegangen. Ich setzte mich an die Station Chełmińska/Włodka und wartete dort auf den nächsten Kurs, der mich zu meinem Apartment und somit zu meinem Auto bringen sollte. Für mich sollte es jetzt am Abend noch nach Allenstein weitergehen. Um ca. 20 Uhr erreichte ich das Auto.
Mit über 130 Kilometern zwischen den beiden Städten stand nun eine der weiteren Touren der Reise an. Zudem ging es die ganze Zeit über die Landstraße, da es sich bei dem Weg nach Allenstein um die einzige Verbindung ohne Autobahn oder Schnellstraße handelte. So wirklich eilig hatte ich es aber eh nicht nach Allenstein zu kommen und die Fahrt in den Sonnenuntergang hinein gestaltete sich wieder mal als sehr schön. Abgesehen von einem Hund, der in der Dunkelheit plötzlich mitten auf der Straße stand und nur meiner Reaktionsgeschwindigkeit zu verdanken hat, immer noch zu leben, gestaltete sich die Fahrt gewohnt ereignislos. Um kurz nach 22 Uhr erreichte ich mein Apartment in Allenstein. Jetzt wollte ich mir nur noch schnell etwas vom nächsten Zabka um die Ecke fürs Abendbrot holen und würde dann relativ schnell schlafen gehen nach diesem langen Tag. Doch ausgerechnet jetzt traf ich auf den ersten Zabka, der nicht 24/7 offen hatte, sondern bereits um 22 Uhr geschlossen hatte. Glücklicherweise befand sich in der nächsten Querstraße bereits der nächste Zabka, sodass ich letztendlich dort mein Abendbrot kaufte. Nach dem Essen gingen schnell die Augen zu. Große Planungen für morgen wurden nicht gemacht, ich hatte ohnehin den ganzen Tag für den Betrieb von Allenstein Zeit. Um den neusten aller Straßenbahnbetriebe meiner Reise wird sich der nächste Teil von “Rundreise durch Nordpolen” drehen.
