Bike&Shoot CH25 V: Entlang der MGB vom Goms ins Mattertal

Aus Münster geht es heute entlang der MGB das Goms hinab nach Visp und dann hinauf ins Mattertal bis St. Niklaus. Besonders die bald abgängigen Deh-Umläufe stehen dabei noch einmal im Fokus. 


Mittwoch, 25. Juni 2025

Das Hotel Landhaus machte zwar etwas auf schick, aber es war auch wirklich ein angenehmer Aufenthalt hier und als Last-Minute-Bucher war der Preis von 81€ inklusive Frühstück für das Einzelzimmer unschlagbar gewesen. Allein das Frühstück wäre schon 20CHF Wert gewesen und obwohl das Buffet erst um 7.30 Uhr öffnet, ließ ich mir untypisch viel Zeit, mischte noch einen Obst-Joghurt, nahm eine Scheibe frisches Brot mehr als sonst und zog einen Extra-Kaffee aus der Maschine. Kurz nach acht vebrachte ich das Auto vom Hotelparkplatz runter zum Bahnhofsparkplatz und drehte an der digitalen Parkuhr in der App bis morgen Abend, packte wieder alles Nötige ans Rad und ließ das Auto zurück. Einen kleinen Pflegeservice hatte ich gestern Abend noch durchgeführt – der Vorteil, wenn man doch alle paar Tage am Auto vorbeikommt.

Am Bahnübergang vor dem Bahnhof Münster wartete ich für das erste Bild des Tages. Es kam, wenig spektakulär, ein einzelner Orion von hinten mit Markise runter. Naja, muss man nicht zeigen. Mehr von Interesse war da schon, dass mir beim Blick in die Oberrohrtasche das Fehlen des Lightning-Kabels an der Powerbank auffiel. Die bringt einem nicht viel, wenn man sie mangels passendem Kabel nicht mit dem iPhone verbunden bekommt. Nach kurzer Suche stand fest: Das Kabel muss noch im Hotel liegen. Ich schaute also nochmal im Zimmer vorbei und wurde fündig. Jetzt konnte es dann richtig losgehen, erstmal ein paar Stellen Richtung Oberwald, dann das Tal hinunter über Brig nach Visp. Einen obligatorischen Verpflegungsstopp gab es am Volg von Ulrichen an der Zufahrt zum Nufenenpass.


Eine erste Aufnahme der bald wohl abgängigen Pendelzüge kurz unterhalb Oberwald. Deh 4/4 II 96 schiebt seine fünf Wagen das Tal hinunter Richtung Brig. Die ab 1979 für die FO gebauten Deh 4/4 II 91-96 sind nicht so viel jünger als die rundlichen Deh 4/4 I der ehemaligen FO und BVZ von 1972 und 1975 und dürften mit der nächsten Orion-Welle wohl mindestens teilweise verdrängt werden. 

Die Radroute zwischen Münster und Oberwald führt komplett auf der Südostseite auf einer nur für Berechtigte freigegebenen, kleinen Asphaltstraße entlang. Entsprechend viele Rennrad- und Tourenfahrer waren hier unterwegs. Am Morgen und Vormittag bietet sich das Sträßchen natürlich perfekt für Aufnahmen an. Nachdem ich bis kurz vor Oberwald hinaufgerollt war, ließ ich mich den restlichen Vormittag die Strecke wieder hinunterrollen.


Der Komet 2021 mit einem zweiteiligen Niederflursteuerwagen im Schlepptau bei Obergesteln Richtung Furkatunnel.


Eine ganze Zeit lang verbrachte ich im Baumschatten bei Ulrichen und wartete nach einem Glacier Richtung St. Moritz auch den nächsten Regio Richtung Andermatt ab. Der brachte mit 93 wie erhofft noch einmal einen Deh 4/4 II. Meist hatte ich mich in den letzten zehn Jahren doch auf die Deh 4/4 I der BVZ konzentriert. Die für ihre Zeit so charakteristischen Deh 4/4 II waren dabei etwas vernachlässigt worden und standen daher heute noch einmal mit ein, zwei schönen Aufnahmen auf dem Zettel.


Kurz vor Münster wechselt die Veloroute auf die Südseite der Rhone. Von hier an geht es auf Schotter weiter und zwischen meiner Route und der Bahn liegt immer der Fluss. Schon auf Höhe von Münster ergab sich dabei ein schöner Durchblick, den ich für einen Glacier Richtung St. Moritz nutzte.

Nachdem man sich im oberen Teil der Strecke die Straße noch mit Rennrädern teilte, ging es nun auf mein Terrain: Eine herrliche Gravel-Strecke entlang der Rhone am Talgrund abseits von Asphalt. Selbst ein Gravel-Bike konnte ich hier hinter mir lassen, da konnte ich den Cross King auf den Felgen voll ausspielen. Technisch anspruchsvoll war es derweil aber nicht. Auch vereinzelte Tourenradler waren hier noch ohne Probleme unterwegs, nur eben etwas langsamer.

Zwischen Biel und Blitzingen muss die Rhone in letzter Zeit bei einem Unwetter ihren Lauf etwas geändert haben, oder zumindest einiges an Bäumen mitgerissen haben, denn es ergab sich von der Schotterpiste ein schöner Durchblick über das breite Flussbett auf die Strecke, den ich so noch nirgends gesehen hatte. Gleich eine knappe Stunde wartete ich hier einige Züge ab, denn anschließend wäre eh erstmal böses Hochlicht und ich rechnete entlang meiner geplanten Route auch nicht mehr mit vielen Motiven.


Überraschend kam eine HGe 4/4 II zwischen Biel und Blitzingen mit einem kurzen Dienstzug Richtung Visp durch.


Ein Deh 4/4 II an derselben Stelle Richtung Andermatt.


Wenig später der Gegenzug, ebenfalls mit Deh 4/4 II, Richtung Brig.

Die Veloroute am Gegenhang ist hier wirklich wunderschön, mal auf Schotterpiste, mal auf dem Sträßchen, das die kleinen Örtchen Steinhang, Mühlbach und Ernen am Talhang verbindet. Einen letzten schönen Durchblick hat es zwischen Mühlbach und Ernen auf die Strecke zwischen Fürgangen-Bellwald und Niederwald. Die an diesem Abschnitt sonst so präsente Kantonsstrasse 19, die Furkastrasse, fällt aus den weiten Landschaftsperspektiven gar nicht auf.


Ein Glacier Express Richtung Zermatt mit HGe 4/4 II 104 zwischen Niederwald und Fürgangen Bellwald.


Hat schon ein bisschen was von Modellbahn, wie die Züge hier am Gegenhang entlangkriechen.


Wenig später in Gegenrichtung der stündliche Regio mit Deh 4/4 II.

In Ernen galt es anschließend eine Entscheidung zu treffen: Von hier die Abfahrt auf der Straße nehmen und entlang der Bahn nach Brig hinabrollen, oder auf dieser Talseite bleiben und zunächst abseits der Bahn einen großen Schlenker auf der Binntalstrasse und anschließend über einen in Ausserbinn abzweigenden, die Schlucht querenden Römerpfad, hinüber zum kleinen Dorf Bächerhyschere und weiter nach Grengiols gelangen, wo auf dieser Talseite wieder eine kleine Straße beginnt. Ersteres wäre deutlich schneller und energiesparender, allerdings auch wirklich kein schöner Weg zum Radfahren auf der vielbefahrenen Furkastrasse. Ich entschied mich also für die zweite Variante, bei der ich erst in Mörel auf die Furkastrasse treffen würde. Zunächst versorgte ich mich aber noch beim Volg in Ernen, denn diese Streckenvariante würde so schnell keine Versorgungsmöglichkeit mehr aufweisen. Die “interessanten” Öffnungszeiten zwangen mich noch zu einer Viertelstunde Pause am Dorfplatz vor dem Volg, aber es fand sich ein schattiges Plätzchen, an dem ich die Pause gern hinnahm.


Mittagspause am Volg von Ernen. Warum die Viertelstunde Verspätung am Sonntagmorgen?

Die anschließende Fahrt in der Mittagshitze war durchaus schweißtreibend, die Wahl der Route aber genau richtig gewesen. Jetzt im Hochlicht hätte ich auch an der Bahnstrecke nicht viel anzufangen gewusst. Nachdem es in Ausserbirn von dem kleinen Asphaltsträßchen abging, wurde es ein richtig schöner Offroad-Trail. Fragwürdig, dass diese Strecke auch als normale Velo-, nicht nur als MTB-Route beschildert ist. Eine Alternative gibt es allerdings auch nicht wirklich. Nur dieser und ein weiterer Pfad führen hier über die Binnschlucht, eine Straßenverbindung gibt es nicht. Zwei schweren E-Bikes machte die schmale geröllige Abfahrt hinab zur Römerbrücke über die Binn jedenfalls ordentlich zu schaffen. Gute Entscheidung, dass die beiden abstiegen und schoben, was bergab, ohne Offroad-Bereifung, mit so einem Koloss auf gerölligem Untergrund aber auch kein großer Spaß ist. Mit dem griffigen Conti Cross King und auf dem Fully war es selbst mit meiner höchstens mittelmäßigen Fahrtechnik aber ein leichtes, den Serpentinenweg hinabzukommen. Da hatte man schon wilderes gesehen.


Auf einem steilen Pfad geht es hinab in die Binnschlucht. Eine alte Römerbrücke erlaubt hier für Wanderer und geländegängige Radfahrer die Querung.


Ich legte eine kurze Pause ein und genoss das sommerliche, aber erfrischende Klima in der Schlucht.

Blick hinab in die Schlucht von der Römerbrücke.

Was es eben in die Schlucht hinabgegangen war – nur die letzten Höhenmeter werden einem durch die Brücke erspart – ging es jetzt wieder hinauf. Zum Glück größtenteils auf Waldboden, sodass ich mich ohne Traktionsprobleme im niedrigen Gang den Hang hinaufkämpfen konnte. Oben gelangt man vor Grengiols schon bald wieder auf ein Asphaltsträßchen. Ich folgte weiter der kleinen Straße auf dieser Talseite, die kontinuierlich, mit nur wenigen Serpentinen hinab Richtung Talgrund führt, den sie bei Mörel erreicht. Auch von hier folgte ich weiter der MTB-Route, die südlich der Rhone über eine kleine Schotterpiste verläuft. So kam ich an diesem Tag fast komplett ohne Fahren auf der unangenehmen Furkastrasse aus. Nur für das Nachmittagsmotiv vor Bitsch musste ich dann doch mal ein Stück auf die Straße wechseln, aber schon hinter Bitsch beginnt die Uferpromenade entlang der Rhone, der man letztlich bis auf Höhe von Visp, weitgehend ungestört vom Straßenverkehr, folgen kann.


Fotohalt vor Bitsch. Deh 4/4 II 96 mit einem Regio Richtung Visp.

Trotz des gut ausgebauten Weges – oder gerade wegen dieser Monotonie? – zog es sich bis Visp ordentlich. Ein sommerlich heißer Gegenwind zog mir hier direkt entgegen. Wenn Wind nicht mehr erfrischend ist, dann ist es wirklich heiß. Über 30 Grad hatte es hier im Schatten. Nichts wie zurück in die Berge. Direkt unterhalb der Lötschbergrampe näherte ich mich Visp und bog dann bald Richtung Süden ab, um durch das Ortszentrum Richtung Mattertal zu gelangen. Es hatte dann doch eine gute Stunde gedauert, bis ich von kurz vor Brig bis ans erste Motiv hinter Visp gelangt war. Die Distanz hatte ich definitiv unterschätzt. An der Ortsausfahrt Visp wartete ich im kühlenden Schatten an der Vispa auf den nächsten Zug Richtung Zermatt. Ein doppelter Orion kam des Weges, der Zaun störte weniger als gedacht.


Orion 309 und 311 an der Ortsausfahrt Visp entlang der Vispa Richtung Zermatt. Erstaunlich, dass sich bei dieser Hitze heute keine Gewitter über den Bergen zusammengebraut hatten.

Ab Visp gibt es wieder eine wunderschöne MTB-Route bis hinauf nach St. Niklaus, von dort etwas weniger anspruchsvoll bis Täsch und über einen letzten Steilanstieg weiter bis Zermatt. Die Strecke war ich über die Jahre schon komplett gefahren, aber es ist immer wieder schön. Mein Zwischenziel für heute Abend war St. Niklaus, wo ich bereits eine Unterkunft gebucht hatte. Bis dahin wollte ich einfach schauen, was noch geht. Viel war es allerdings nicht, denn die Sonne dreht hier recht früh ungünstig hinter den Talhang. Nur wenig hinter der letzten Stelle gab es aber von der Veloroute noch einen weiteren Blick über die Vispa.


Von unterhalb des Autobahnzubringers ergibt sich am späten Nachmittag ein schöner Blick über die Vispa. HGe 4/4 II 107 bringt hier einen Glacier Express Richtung Zermatt.


Das Ganze ist dann doch weit weniger idyllisch, als es den Anschein macht…


Einige Kurven weiter bei Neubrück fand sich ein weitere schöner Blick in das enge Tal. Der Güterzug von hinten bekam noch gut Licht.

Während der Wartezeit auf einen Zug aus der richtigen Richtung kämpfte sich ein älterer Herr mit Wanderstock den Hang zu seinen Weinreben hinauf und blieb für einen kurzen Plausch stehen. Um ihn zu verstehen, musste ich aber schon alles zusammennehmen, obwohl ich mit den deutschsprachigen Dialekten und Mundarten eigentlich ziemlich gut zurechtkomme. Die Schatten wurden währenddessen bedrohlich lang, der nächste Regio Richtung Zermatt ging nur noch so halb.


Für den nächsten Regio Richtung Zermatt wurde es mit dem Licht dann schon arg knapp.

Das war es dann wohl mit Bahnbildern für heute. Die Strecke wechselt bei Stalden sogar noch die Hangseite, was sie noch früher in den Schatten rückt. Obwohl gerademal 18 Uhr und quasi die längsten Tage des Jahres, war da nichts mehr zu holen. Umso entspannter konnte ich die noch verbliebenen 10 km bei rund 400 m Anstieg angehen. Nur den kleinen Migros-Partner in Stalden musste ich noch vor Ladenschluss um 18:30 Uhr erreichen. Das ging sich aber gut aus und ich deckte mich mit Proviant für die restliche Fahrt und das Abendessen ein. Blöd halt, dass ich das ganze Essen jetzt noch den Berg hochfahren musste, aber in St. Niklaus würde schon alles geschlossen haben.


Ankunft im malerischen Ort Stalden. Hier hatte ich 2020 mal in einem sehr authentischen Holzhaus in einem Privatzimmer übernachtet. Damals waren vom heute begleiteten Streckenabschnitt einige andere Aufnahmen entstanden und zwischen Visp und St. Niklaus etwas mehr bei Tageslicht: Auf steilen Pfaden V: Entlang der MGB vom Goms ins Mattertal


Fahrt durch die engen Gassen von Stalden


Blick über Stalden

Den Trail, der von hier entlang der Strecke über Kalpetran nach St. Niklaus führt, fahre ich immer wieder sehr gern. Es ist zunächst ein gemütlicher Single Trail auf Schotter, nicht übermäßig steil, technisch anspruchslos. Es zieht einfach wunderbar den Berg hinauf, erst recht jetzt in den kühlenden Schatten des Abends. Bei Tageslicht bieten sich immer wieder Ausblicke auf die tiefer gelegene Bahnstrecke (siehe den eben verlinkten Artikel aus 2020). Jetzt musste ich mir darüber keine Gedanke machen und kurbelte einfach den Berg hinauf. Bei Kalpetran wechselt der Weg die Talseite. Über einen sehr steilen Abstieg geht es über den Bahnhof an den Südosthang. Ich nutzte das kleine Dorf, um am Brunnen noch einmal die Wasserreserven zu ergänzen, dann ging es auch schon weiter über den nächsten steilen Pfad, den Chipfeweg. Womit man hier nun wirklich mitten im Wald auf einem schmalen Pfad nicht rechnet: Ein Bagger, der die Strecke blockiert. Der war anscheinend extra nach der Zeit der Wanderer ausgerückt, um den an einigen Stellen in Mitleidenschaft gezogenen Weg wieder herzurichten. An sich ja vorbildlich, nur wie jetzt an dem, mit dem Heck zu mir arbeitenden, Kleinbagger vorbeikommen. Auf jegliche akustischen Signale reagierte der angesichts des Eigenlärms verständlicherweise nicht. Ich näherte mich mal vorsichtig an und versuchte auf dem schmalen Weg irgendwie von der Seite auf mich aufmerksam zu machen. Irgendwann bemerkte mich der ältere Herr auf seinem Bagger, stellte den Betrieb ein, wir wechselten ein paar nette Worte und ich hangelte mich seitlich am Bagger vorbei. Der war genauso überrascht, mich hier um diese Zeit anzutreffen, wie umgekehrt.


Zwischen St. Niklaus und Kalpetran geht es auf einem wunderbaren Panoramatrail oberhalb der Bahn am Nordwesthang entlang.


Nach dem Wechsel der Talseite bei Kalpetran geht es etwas anspruchsvoller und steiler, teils in engen Serpentinen durch den Wald. Hier rechnet man auch nicht unbedingt damit, einem Bagger zu begegnen.

Auf diesem Abschnitt zwischen Kalpetran und St. Niklaus folgen auf dem schmalen Waldweg noch ein paar richtig zornige Serpentinen. Danach geht es zum Glück wieder einigermaßen. Direkt neben der Bahn wird die Matter Vispa gekreuzt. Noch ein paar Wiesen, dann gelangte ich nach St. Niklaus, wo ich schnell an der Unterkunft war. Das Einchecken erfolgte kontaktlos, sodass ich auch unbemerkt das Rad mit auf’s Zimmer nehmen konnte. Auch hier war es wohl einem günstigen Restkontingent zu verdanken, dass ich um 100 CHF noch ein Zimmer im Hotel la Réserve bekommen hatte, dass innen quasi komplett neu ausgebaut und modern daherkam. Weiter talaufwärts Richtung Zermatt wird es zunehmend unbezahlbar allein, wenn man nicht noch irgendwo 500 Höhenmeter den Talhang hinauffahren will. Das Zimmer war wirklich schön. Blöd nur, dass die bodengleiche Dusche zu gleichen Teilen in den Abfluss und ins Badezimmer selbst entwässerte. Die Fluten gelangten bis unter der Badezimmertür hindurch ins Zimmer. Der von unten ordentlich durchfeuchteten Tür, sah man die Folge dieser zwar in Mode gekommenen, aus meiner Sicht aber extrem unpraktische Bauform jedenfalls schon deutlich an.
Noch die zimmereigene Kaffeemaschine angeschmissen, das großzügige mittgebrachte Abendessen genossen und ein wenig nach Hause geschrieben, dann ging auch bald das Licht aus, denn die Akkus waren auch nach diesem Tag wieder ordentlich leer. Langsam wurde die Energie doch weniger nach dem fünften Tag im Sattel bei zwar 94 km, aber nur noch 870 m Anstieg.

Für morgen ist dann das Quellgewölk angesagt, über dessen Fehlen ich mich bei der Hitze heute schon etwas gewundert hatte. Vielleicht sind auch paar “normale” Regenwolken dabei, jedenfalls sind die Aussichten nicht sonderlich gut. Kurze Sonnenphasen sollten aber drin sein. Ich hatte hier im Grunde auch nur ein fixes Ziel: Den mittäglichen Güterzug an der Steilrampe zwischen Herbriggen und Randa. Ein Motiv, das schon ewig auf dem Zettel steht. Würde morgen eine Lotterie werden, aber ich wollte das Glück mal herausfordern.

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