Mit der Wengernalpbahn zum Skifahren – Veteranen und Panos in Grindelwald

Insgesamt dreimal wurde während des Aufenthalts im Berner Oberland im März der Streckenabschnitt der Wengernalpbahn von Grindelwald hinauf bis zur Ausweiche Rohr aufgesucht. Einmal beim Ausrücken der Skiverstärker in den „frühen“ Morgenstunden, einmal bei Neuschnee am Vormittag und natürlich einmal am Abend, wenn sich der Talkessel im Abendlicht sonnt.

Außer den modernisierten BDhe 4/4 119-124 kommen auf dieser Rampe alle Fahrzeugtypen zum Einsatz. Den 30 min Grundtakt fuhren zwei Bhe 4/8 Panoramadoppel und ein Doppel BDhe 4/8 mit dem Bt 252. In den Morgenstunden wurden zu den Planzügen aus Grindelwald, ab Grindelwald Grund die Veteranen aus den 50er und 60er Jahren als Skiverstärker eingesetzt. Die BDhe 4/4 wurden ab Grindelwald Grund den Planügen vorausgeschickt. Als ältestes Fahrzeug kam BDhe 4/4 106 zum Einsatz, allerdings als Güterzug, welcher um 08:40 den Planzug in Rohr kreuzte und dann seine Fahrt nach Grindelwald fortsetzte. Nun aber genug der einleitenden Worte, kommen wir zu den Bildern dieser drei Besuche:

Der erste Besuch war am Vormittag des 19.03.18. In der Nacht und den Tagen zuvor hatte es nochmal bis Grindelwald hinunter Neuschnee gegeben. Der Schneefall hatte bereits aufgehört und die Sonne kämpfte gewaltig gegen die tief hängenden Wolken im Talkessel, konnte sich aber nicht so richtig durchsetzen.


Der Schneepflug mit dem das Panodoppel aus 141 und 144 den Berg hinunter kam, zeugte noch vom üppigen Neuschnee der vergangenen Tage.


147 und 146 haben Grindelwald Grund verlassen und fahren zur ersten Ausweiche Rohr.


Die Wolken hängen noch tief im Tal, als ein Panodoppel den Gegenhang nach Grindelwald hinauf fährt.


Die kurze Strecke von Grund nach Rohr hinauf bietet zahlreiche Ausblicke in den Talkessel hinunter, bei denen die modernen Züge problemlos in voller Länge abzulichten sind. Hier wieder das Doppel aus 147 und 146.


Mit den langen Zügen nur noch schwer darzustellen ist der Bahnhof Grindelwald, denn die kurzen Verstärkerzüge verkehren nur ab Grund. Dennoch wurde beim Wellblechdoppel 132+134 mit Steuerwagen 252 auf den Auslöser gedrückt.

Nach dem doch etwas trüben ersten Versuch, waren die Aussichten für den Vormittag des 22.03.18 optimal. Also wurde der Wecker etwas früher gestellt und gegen acht war das Auto in Grund geparkt und es ging ein weiteres Mal den Berg hinauf. Die Oldies ließen sich jedoch Zeit. Der erste Verstärker fuhr erst um kurz vor neun ab Grund. So blieb mehr als genung Zeit, die Steigung bis zur Ausweiche Rohr zu bezwingen. Hier scheint ohnehin morgens zuerst die Sonne und 30 min vor dem ersten Verstärker konnte so sogar noch der talwärts fahrenden Güterzug abgelichtet werden.


Mit Baujahr 1954 war BDeh 4/4 Nummer 106 der älteste Triebwagen im Einsatz. Über 60 Jahre kämpft sich der Veteran nun schon die Strecke zur Kleinen Scheidegg hoch und runter. Inzwischen ist er allerdings nur noch für den Güterverkehr eingeteilt, als er um halb neun die Ausweiche Rohr talwärts passiert.


Die Reflektion des Schnees erlaubt auch ab und an ein Bild im leichten Gegenlicht. Tw 146 und 147 warten in Rohr auf den Gegenzug, während der Talkessel langsam aus dem Schatten kommt.


Dem planmäßigen Gegenzug wurde noch BDeh 4/4 115 mit 213 voraus geschickt.


Der nächste Verstärker wurde auf halbem Weg nach Grund hinunter abgelichtet. 122 und 217 hatten heute Dienst.


Der Schnee hat sich in den letzten Tagen wieder deutlich zurückgezogen. Am Gegenhang nach Grindelwald hinauf machen sich die langen gelben Garnituren ohnehin besser als die alten dunkelgrünen Einheiten. Hier 132+134+252.


Eine halbe Stunde später folgte noch ein weiterer Verstärker. 114 und 256 treten als letzter Skikurs den Weg zur Kleinen Scheidegg an.


Der Wellblechzug ist dem Oldie dicht auf den Fersen.

Nach den drei Verstärkerkursen bergwärts, kam der erste bereits wieder zu Tal gefahren. Am Nachmittag werden die Verstärker in der Regel nicht benötigt, da die Skifahrer selbstverständlich auf ihren Brettern den Berg hinunter kommen. Daher kommen die Triebwagen meist direkt wieder hinunter gefahren, anstatt auf der Kleinen Scheidegg zu warten.


115 und 213 rücken nach Grindelwald Grund ein.


Den restlichen Tag sonnen sich die Veteranen dann gern vor dem Schuppen in Grindelwald Grund. Hier zu sehen ist Tw 111 am Nachmittag des 23.03.18

Am nächsten Tag ging es dann ein letztes Mal nach Grindelwald, als sich am Nachmittag spontan noch einige unverplante Sonnenstunden ergaben. So konnten auch die Nachmittagsmotive noch umgesetzt werden, wenn auch nicht mit alten Triebwagen, so doch mit den in der Sonne herrlich leuchtenden gelben Pano- und Wellblechdoppeln.


Der Klassiker mit dem Abends schön angeleuchteten Wetterhorn auf dem Weg nach Grindelwald hinauf darf natürlich nicht feheln. Pano 147 und 146 haben gleich ihr Ziel erreicht.


Die Kurve aus Grindelwald Grund hinaus ist für die langen Garnituren schon fast zu kurz, lässt sich aber zur laubfreien Zeit mit etwas Weitwinkel noch schön im Abendlicht umsetzen.


Zum Abschluss darf auch der Steuerwagen 252 mit dem Wellblechzug nochmal ins Bild, wenn er sich so schön im Abendlicht auf seiner letzten Talfahrt zeigt…

So viel zur Wengernalpbahn rund um Grindelwald. Im letzten Teil dieser Serie werfen wir dann noch mal einen Blick auf die andere Rampe von der Kleinen Scheidegg bis Wengen hinunter.

Bis dann,
Tobias

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