Schlitteln entlang der Wengernalpbahn – Bunter Wageneinsatz zwischen der Kleinen Scheidegg und Wengen

Heute folgt der vierte und letzte Teil der Berichtreihe zum Berner Oberland im Frühjahr 2018. Der einzige Tag während der zwei Wochen im Berner Oberland mit richtigem Bergwetter wurde an der Wengernalpbahn zwischen Wengen und der Kleinen Scheidegg verbracht.

Mit dem Schlittelpass ging es insgesamt drei mal den Berg hoch und runter. Die Piste war zwar noch bis Wengen hinunter präpariert, allerdings war der Zustand im unteren Teil dann doch schon sehr mäßig und im Grunde nur geeignet, um Abends zurück nach Wengen zu kommen, denn die Talfahrt ist mit dem Schlittelpass erst am Wengen möglich. So wurde der Tag zwischen der Kleinen Scheidegg und der Station Allmend verbracht. Das Schlitteln brachte, neben einem riesen Spaß, den ungemeinen Voteil, dass man den Tag über alle Motive bei gutem Sonnenstand umsetzen konnte. Anders als bei einer Wanderung, wo man ja eher schlecht Abends noch mal diverse Stellen an der bereits zurückgelegten Strecke anlaufen kann…

Zum Einsatz kamen bis Mittag auch noch einige der alten grünen BDeh 4/4, mit jeweils einem Vorstellwagen und einem Skiwagen. Am Nachmittag wurden die Oldies dann nicht mehr benötigt, da der Zustrom bergwärts merklich nachließ und talwärts bis Wengen auf Skiern, Snowboards und Schlitten gefahren wurde.
Ansonsten kamen auf dieser Rampe auch alle weiteren Fahrzeugtypen zum Einatz, inklusive des Panoramatriebwagen 148 mit dem adaptierten Steuerwagen BDt 254.

Morgens ging es erstmal bis zur Kleinen Scheidegg hinauf, ein bisschen umsehen und die Schlitten holen.


Zwei BDeh 4/4 fahren von der Kleinen Scheidegg aus gesehen talwärts um weitere Wintersportler in den Schnee zu bringen.

Auf der Grindelwalder Rampe wurden aufgrund des Kaiserwetters sogar teilweise zwei alte Einheiten den Planzügen vorweg geschickt. Einer davon war BDeh 4/4 117, welcher mit 115 gemeinsam einem Panodoppel vorweg geschickt wurde.


BDeh 4/4 117 wartet auf der Kleinen Scheidegg auf den nächsten Einsatz.


Kurz darauf bahnt er sich seinen Weg durch die zahlreichen Wintersportler nach Grindelwald hinab.

Anschließend ging es zum ersten Mal talwärts. Die Piste war durch die nächtlichen -15° noch tiefgefroren und extrem schnell bei dem geringen Widerstand der Schlitten. So konnte man die Züge teilweise sogar wieder überholen und noch ein Bild schießen 😀


Das Panodoppel 145 und 150 zwischen Wengernalp und der Kleinen Scheidegg.


Die Multifunktionspiste zum Schlitteln, Wandern und  gemächlicheren Skifahren geht meist unmittelbar neben der Strecke her. So auch bei der Begegnung mit BDeh 4/4 122.


Kurz vor Wengernalp war 122 fast wieder eingeholt. Gleich passiert er die Einfahrtsweiche.


BDt 254 ist als einziger für die Panos adaptiert und kommt auf dieser Rampe gemeinsam mit 148 zum Einsatz.


Es folgt mit 110 ein weiterer BDeh 4/4 in der Vormittagsspitze.


Eine halbe Stunde später folgte mit BDeh 4/4 108 ein weiterer Verstärker.


Gefolgt vom Wellblechgespann BDeh 4/8 131+133.

Anschließend ging es bis Allmend in einem durch. Von Allmend aus wurden am Nachmittag auch Verstärker als Skipendel eingesetzt. Zum Einsatz kamen dabei aber die moderneren BDeh 4/4 mit Niederflursteuerwagen.


131 und 133 warten in Allmend auf die Ausfahrt nach Wengen, während das Personal den Führerstand erklimmt.

Im Bahnhof Kleine Scheidegg kehrt nach 10 minütigem Getümmel regelmäßig für 20 Minuten Ruhe ein, wenn die Züge der Wengernalpbahn zum Nachschub holen nach Grindelwald und Lauterbrunnen ausgefahren sind und die Jungraubahn eine weitere Ladung Japaner zum „Top of Europe“ karrt. In dieser Zwischenzeit lässt sich dann auch dort ohne große Menschenmassen fotografieren. Es folgt jetzt noch die Ausbeute der beiden nachmittäglichen Abfahrten.


Am späten Nachmittag sonnt sich BDeh 4/4 112 auf der kleinen Scheidegg.


Das Wellblechdoppel auf einer weiteren Bergfahrt zwischen Wengernalp und Kleiner Scheidegg.


Das schwere Gerät zum präparieren der Pisten wartet tagsüber geduldig auf das Verschwinden der Wintersportler und den Einbruch der Dunkelheit. Der Schnee reflektiert in der Mittagssonne derart stark, das sogar Gegenlichtaufnahmen möglich sind. Jedenfalls bei dieser Kulisse soll das mal erlaubt sein…


Am späten Nachmittag lässt sich dann auch der Klassiker mit dem Eiger im Hintergrund umsetzen. BDeh 4/4 121 auf einer weiteren Runde als Skipendel.


Der Bahnhof Wengernalp liegt am späten Nachmittag ebenfalls optimal im Licht. Die langen modernen Züge verdecken dabei inzwischen leider den Großteil des Bahnhofs.


80er-Jahre-Wellblech vom Feinsten…


Das Panogespann 150+145 setzt seinen Weg zur kleinen Scheidegg fort.

Am Abend ging es dann über die Matschpiste nach Wengen hinunter. Bei zwischenzeitlich 10° plus war der Zustand der Piste aber auch nicht weiter überraschend.


Der Werbewagen für das Jubiläum der Wengernalpbahn fur tagsüber leider den Pendel zwischen Lauterbrunnen und Wengen, sodass kein vernünftiges Bild gelang. Hier verlässt er gemeinsam mit 149 Wengen.

Damit endet der Besuch bei der Wengernalpbahn. Ein wirklich herrlicher Fototag war das zwischen Wengen und der Kleinen Scheidegg. Auch die kleine Serie zum Berner Oberland findet damit ein Ende. Ich hoffe es hat gefallen und trotz der inzwischen größtenteils modernen Fahrzeuge in dieser Region zu einem eigenen Besuch angeregt.

Bis demnächst,
Tobias

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.