Herbst-/ Winterliches aus Sachsen Teil 3: Lößnitzgrund und nochmal zum Wilden Robert

Der Plan

Am letzten Abend waren wir von Zittau noch bis Dresden gefahren. Für den heutigen Tag war mal wieder Kaiserwetter angesagt. Der „Plan“ sah also vor, den frühen Zug auf der Lößnitzgrundbahn auf dem bekannten Damm nahe Moritzburg abzulichten, sich dann den Dreifachtraktionen der T4D auf der Dresdner Straßenbahn zuzuwenden und den restlichen Tag noch bei der Weißeritztalbahn zu verbringen.
Doch es sollte alles anders kommen…

Wie das halt so ist mit Plänen

Wir verließen also um halb neun unsere Pension in Radebeul und waren aufgrund des Wetters guter Hoffnung.
Doch in Moritzburg angekommen waren wir irgendwie nicht in der Lage den besagten Damm zu finden :((
Es entstand eher ein Notschuss auf einer kleineren Lichtung. Am Nachmittag sollten wir noch merken, das uns lediglich 200m für ein wesentlich besseres Bild fehlten. *man muss halt auch mal blöd sein*


Notschuss am Morgen – 99 1777 kurz vor Moritzburg

Anschließend erwischten wir den Zug noch nach dem Umsetzen in Moritzburg und wendeten uns dann der Straßenbahn zu.


99 1777 in Moritzburg

Nach getaner Arbeit in Dresden brachen wir nach Freital-Hainsberg auf um uns der landschaftlich reizvolleren Weißeritztalbahn zuzuwenden.
Im Bahnhof stand allerdings nur ein lokloser Zug und eine kalte Dampflok vor einigen Rollwagen.
Als wir bei unserem Motiv an der Ortsausfahrt warteten, sahen wir plötzlich einen grässlichen Renault-Bus mit SEV im Linienkasten an uns vorbeifahren.
Also schnell mal zum Haltepunkt gegangen und die schlimme Botschaft „Ab 29.11.12 Schienenersatzverkehr“ gelesen.
So ein Sche..! Eine Woche zuvor hatten wir im Internet noch gelesen(oder uns verlesen?), dass die Bauarbeiten erst in einer Woche beginnen sollten.


Das war auch schon alles von der Weißeitztalbahn

Mit einer gehörigen Portion Frust dank der zweiten Pleite des Tages schwangen wir uns auf die Autobahn und fuhren zurück zum Lößnitzdackel.
Das Ziel war nun, noch einmal den Damm zu suchen und wir bemerkten, dass wir nur diese 200m hätten weitergehen müssen.
Nach einem Gegenlichtbild vom Zug nach Moritzburg wechselten wir das Ufer und warteten auf die Rückfahrt.
Uns bot sich ein wunderbares Motiv: Der Damm spiegelte sich mit samt den wunderschön gefärbten Bäumen im See.
Doch irgendwas war heute nicht normal! Kurz vor dem Zug kam eine leichte Prise auf und zerstörte rund die Hälfte der Spiegelung.


Immer noch eine schöne Aufnahme, aber eben nicht perfekt. Der Wind meinte es nicht gut mit uns.

Bis der Zug wiederkam, der diesmal die lange Tour bis Radeburg fahren sollte, vertrieben wir uns die Zeit mit Kaffee und Brötchen in Moritzburg.

Auf der Fahrt nach Radeburg und zurück entstanden dann folgende zeigenswete Bilder:


99 1777 mit ihrem Zug von einer Autobrücke aus – die ganz harten stehen noch immer im Cabrio (es waren um die 0°)


Wassernehmen in Radeburg


Der Zug auf der Rückfahrt nach Radebeul kurz hinter Radeburg

Dann wars auch schon ziehmlich dunkel. Wir verbrachten den Abend in der Innenstadt, wobei noch ein paar Bilder von Dresden bei Nacht entstanden:

Mittwoch der 31.10.12

Nachdem wir den Dienstag bei klassischem Herbstwetter (Hochnebel, dunkel, Niesel) in Dresden totgeschlagen hatten,
war am Mittwoch der Wilde Robert in Form von IK 99 574 an der Reihe.
Bei der Döllnitzbahn fanden die Halloweenfahrten statt und schon am vorherigen Abend fuhr im Dunkeln ein Geisterzug mit der IVK.

Um neun fuhr der erste Zug und wir brachen pünktlich um halb neun von unserer Pension in Mügeln auf.
Im Bahnhof war bereits reges Leben.


Die beiden 2091er hatten heute keinen Dienst. Freundlicherweise fuhren sie dennoch kurz in die Sonne.


Die IVK 99 574 hat Wasser genommen und fährt zu ihrem Zug


Bereit zur Abfahrt nach Oschatz

Die erste Fahrt von Mügeln nach Oschatz litt leider unter einem Sonnenschaden, sodass nur ein idyllisches Bild im Unterholz entstand:


Der Wilde Robert kurz hinter Thalheim


Endbahnhof Oschatz

In Oschatz brach die Sonne dann wieder durch und beehrte uns den restlichen Tag ,wenn z.T. auch knapp, bei jeder Aufnahme 🙂
Wir begleiteten den Zug bis Glossen und dann noch einmal von Glossen bis Oschatz und zurück nach Mügeln.
Dabei entstanden zahlreiche Aufnahmen


Das letzte Bild des Tages mit Sonnenschaden in der Ortsdurchfahrt von Oschatz


Auf einem Feld vor Naundorf


Kurz vor dem Haltepunkt Grauschwitz-Flocke


Ortsdurchfahrt von Mügeln kurz hinter dem Bahnhof


Abfahrbereit für die Fahrt nach Oschatz steht der Zug gegen Mittag in Glossen


Kurz hinter Glossen von einem kleinen Hügel aus

In Mügeln holte die Lok Wasser und übte anschließend noch ein kleines Rangiermanöver aus, bei dem sie einen weiteren Wagen anhängte, um den wirklich erstaunlich großen Andrang bewältigen zu können. – Ich fühlte mich bei diesem Rangiermanöver irgendwie ein wenig an eine Modellbahn erinnert 😉


Nochmal die Brücke in Oschatz


Der Südbahnhof von oben


Der Haltepunkt Thalheim

Das letzte Bild des Tages entstand in Naundorf. Besonders zu beachten ist der alte Wartburg am rechten Bildrand, welchen ein Autobesitzer mit dem Zug im Hintergrund verewigen wollte.

Um halb drei verabschiedeten wir uns vom Wilen Rober und traten die Heimreise an.
Das war nochmal ein schöner Abschluss der kleinen Tour durch Sachsen und ein wirklich gelungennens und gut angenommenes Event der DGB.

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