Ein Tag um Berlin: Schöneiche, Strausberg und KT4D in Berlin

Eiskalte -10° waren für den heutigen Tag angesagt. Entschädigt wurde ich dafür mit dem am 03.03. maximal langen Sonnenscheindauer von über neun Stunden. Da die inzwischen bestätigten Gerüchte zur Übernahme der Artic-Prototypen ein baldiges verschwinden im täglichen Betrieb androhten, sollte es nach Schöneiche zu den letzten Düwag GT6ZR in Deutschland gehen. Anschließend waren noch ein paar Stunden in Berlin zur letzten MetroTramlinie mit KT4D im 10min Takt geplant.

Die GT6ZR wurden in den Jahren 1966 und 1973 für die Straßenbahn in Heidelberg gebaut. Ab 2003 schieden die ersten Fahrzeuge in Heidelberg aus und gelangten nach Schöneiche. Bis 2006 folgten noch weitere Wagen, sodass inzwischen teilweise schon die zweite Generation wiederaufgearbeiteter Düwags ihren Dienst verrichtet. Durch den Kauf einiger KTNF6 aus Cottbus im Jahr 2009 erhielten die Veteranen Unterstützung mit Niederfluranteil, sodass inzwischen planmäßig zwei der vier benötigten Kurse einen ebenerdigen Einstieg anbieten können.

Der Wecker wurde also auf fünf gestellt, kurz gefrühstückt und los ging die ca. 2 1/2 Stunden lange Fahrt nach Schöneiche.

Der Wind pfiff dann doch ganz ordentlich und ließ das Warten an der morgendlichen Fotostelle zwischen Schöneiche und Rüdersdorf recht unterkühlt werden. Dafür kam auch sogleich der Werbedüwag Tw 48. Es folgte noch ein KT4D an selbiger Stelle. Im Einsatz standen die Wagen 43, 47, 48 und 26. Damit war heute nur einer der vier Kurse mit einer Tatra besetzt. Der restliche Vormittag wurde an verschiedenen Stellen der 14 km langen Strecke verbracht.


Als erster Wagen kam der Düwag 48 mit der blauen Vollwerbung vorbei, welche mir auch noch fehlte.


Wenige Meter weiter an der Haltestelle Rüdersdorf Berghof-Weiche passiert Wagen 43


Nochmal an der vorherigen Stelle ist der einzige KTNF6 des Tages mit der Nummer 26 zu sehen


In der Schillerstraße in Schöneiche ist Tw 43 zu sehen, während einige Schüler den Wagen wohl zur zweiten Schulstunde ganz ordentlich besetzen.


Typisch für die drei Betriebe im Umland von Berlin ist die wohltuende dichte Bewaldung auch in den Siedlungen selbst. Im Sommer oft verschattet, ergeben sich im Frühjahr noch deutlich mehr Sonnenstellen.


Tw 47 hat soeben die Endstation S-Bahnhof Friedrichshagen verlassen und macht sich auf den Weg nach Schöneiche und Rüdersdorf


Unweit des Betriebshofes passiert Tw 48 diese immernoch sehr pitoreske Häuserzeile


20 Minuten später folgt der einzige Niederflurkurs mit Wagen 26.


Kurz hinter der Haltestelle Rüdersdorf Heinitzstraße zeigt sich wieder der blaue Tw 48.


Am Klassiker, dem Postamt von Rüdersdorf, konnte Tw 43 festgehalten werden.

Am frühen Nachmittag ging es dann weiter Richtung Strausberg. Dort fehlte mir noch immer der modernisierte KT8NF. Da der Weg nicht weit war, schaute ich einfach mal auf gut Glück an der Kreuzungsstation Hegermühle vorbei, ob zufällig einer der Flexitys ausgefallen war. Zehn Minuten warten brachte die Gewissheit das dem nicht so war und so zog ich nach einem Alibibild von Tw 0042 unverrichteter Dinge wieder ab. Ein weiteres Ziel stand für den heutgen Tag noch auf der Liste: Dank eines Beitrages eines Forenkollegen bei Drehscheibe wurde mir vor kurzem wieder in Erinnerung gerufen, dass ich von den KT4D in Berlin noch nicht wirklich viel auf der Festplatte habe. Bisher hatte ich mich mit den Einsatzgebieten der letzten Tatras nicht auseinandergesetzt. Über den schön bebilderten Bericht erfuhr ich, dass die M17 noch komplett mitTatras bedient wird und der Linienverlauf durch großzügige Plattenbauten sollte auch spät am Nachmittag noch genügend Sonnenstellen bieten. Es ging also weiter an die M17 von Schöneweide nach Falkenberg. Der restliche Nachmittag wurde dann bis zum letzten Sonnenstrahl an dieser Linie verbracht, wobei das ein oder andere Tatrabild entstand.


Kein Tatrakurs am heutigen Tag. Nur Flexity 0042 nahe der Kreuzungsstation Hegemühle


Das erste Bild an der doch teils sehr unfotogenen M17 gelang an der Pizzastation Karlshorst nahe der Haltestelle Marksburgstraße


Hier verlassen 6127 und 6126 die Haltestelle Marksburgstraße


Eine Traktion geführt von Tw 6100 biegt in die Endstation S-Bahnhof Schöneweide ein.


Tw 6166 und 6146 nahe der Haltestelle Kleingartenanlage Bielefeldt. Ja, das wird wirklich mit „dt“ geschrieben 😀


Kurz vor der Haltestelle S-Bahnhof Hohenschönhausen schien zwischen zwei Plattenbauten noch die Sonne hindurch.


Es musste wirklich schon sehr genau passen, damit die Sonne noch die Schienen erreichte. Hier ein kleiner Kunstschuss mit Streiflicht an der Haltestelle Falkenberger Chaussee/Prendener Straße.


Blick in die andere Richtung fünf Minuten später. Das war dann wirklich das allerletzte Licht, bevor die Sonne hinter das eben gesehene Haus wanderte.

Ein Tag mit 100 Prozent Sonnenbildern ging damit zu Ende. Es war zwar bitterkalt, aber das Frieren hatte sich auf jeden Fall gelohnt und so wurde zufrieden die Autobahn unter die Reifen genommen und der Rückzug angetreten.

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