Mit Fink und Adler am Brienzersee entlang

Während eines zweiwöchigen Aufenthalts im Berner Oberland im vergangenen März, entstanden trotz eher mäßigem Wetter einige Aufnahmen der dortigen Schmalspurbahnen. Im ersten Teil dieser kleinen Serie soll es mit der Zentralbahn entlang des Brienzersees gehen. Seit Ende 2013 kommen hier nahezu ausschließlich die neuen „ADLER“ und „FINK“ Triebzüge aus dem Hause Stadler zum Einsatz.

In den Jahren 2012 und 2013 wurden für die Strecke Luzern-Interlaken insgesamt vier siebenteilige „ADLER“-Triebzüge beschafft. Hinter dem Namen verbirgt sich, wie seit den „SPATZen“ üblich, ein kleines Wortkonstrukt mit der Bedeutung „Alpiner, dynamischer, leiser, edler Reisezug“. Die ADLER werden teilweise auch mit den „FINKen“ gemischt eingesetzt. Dabei handelt es sich um sechs dreiteilige „Flinke, innovative Niederflur-Kompositionen“. Eingesetzt werden diese Triebwagen, wie erwähnt gemischt mit den ADLERn, auf der Strecke Luzern-Interlaken und auf den beiden Regio Teilstrecken dieser Linie zwischen Interlaken und Meiringen, sowie Luzern und Giswil.

Die landschaftlich reizvolle Strecke entlang des Brienzersees wird somit fast ausschließlich von diesen beiden neuen Triebzügen bedient. Als Ersatzgarnitur(?) steht in Meiringen allerdings auch noch eine Wendezuggarnitur mit einer HGe 4/4 bereit.

In den zwei Märzwochen entstanden bei spontanem Sonnenschein immer mal wieder einige Bilder an diesem Streckenabschnitt. Wir beginnen unsere Fahrt von Interlaken aus und arbeiten uns langsam Richtung Brienz vor:

Kurz hinter Ringgenbach ergibt sich ein kleiner Durchblick zum See. Ab hier fährt die Bahn immer mehr oder weniger Steil am Hang des Brienzersees:


ADLER 150 202-6 kurz hinter Ringgenbach auf dem Weg nach Luzern.

Hinter Niederried ergeben sich unweit des Wendeplatzes des Postautos zahlreiche Fotomöglichkeiten zu verschiedenen Tageszeiten.


Am frühen Nachmittag passiert der der halbe ADLER 150 201-8 gemeinsam mit einem FINK die Stelle kurz vor Niederried in Richtung Interlaken.


Ein paar Schritte zurück fährt der ADLER 150 202-6 durchs Bild.


Fast schon zu spät war es um halb fünf, als im letzten Moment noch ein FINK in Richtung Meiringen durchs Bild huschte. Dafür strahlte die Sonne für einen kurzen Moment zwischen den Wolken hindurch.

Der nächste Anlaufpunkt ist kurz hinter Oberried. Am Ortsausgang verläuft die Strecke in einer großen Kurve durch eine Wiese, um dann anschließend direkt am Hang des Sees ein Viadukt zu überqueren. Am frühen Nachmittag lassen sich hier gleich beide Stellen erledigen. Da die Züge in Oberried kreuzen, bleibt mit etwas Eile gerade genug Zeit für den Stellungswechsel.


In einer großen Kurve gelangt die Strecke hinter Oberried vom Bahnhof wieder direkt ans Seeufer. Ein unerkannter FINK erreicht gleich Oberried.


Vom Ufer des Brienzersees aus kann die gemsichte Garnitur aus ADLER und FINK beim Überqueren des Viadukts beobachtet werden.

Ein sehr ursprüngliches Ambiente bietet wenige Kilometer weiter der Bedarfshalt Ebligen. Als Möblierung dient lediglich eine kleine Holzhütte und der kurze Bahnsteig geht schnell in grüne Wiese über. So rauschen hier die Interregios nach Luzern auch nur durch und ab und an hält ein Regio.


Der ADLER 150 203-4 fliegt gegen 14:00 Uhr durch den kleinen Bedarfshalt Ebligen.


Am späteren Nachmittag lässt sich auch diese Stelle wieder mit See und Bergen im Hintergrund umsetzten. Hier mit dem kurz haltenden FINKen 161 015.

Weiter geht die Fahrt in Richtung Brienz. Kurz vor Brienz West lässt sich die Kurve vor dem Haltepunkt mit Dorfkirche und Schneebergen im Hintergrund umsetzten. Leider ist die Stelle erst am sehr späten Nachmittag im Licht und es ergab sich keine Gelegenheit die Aufnahme bei gutem Sonnenstand zu wiederholen. Daher diese suboptimale Variante, der eigentlich schönen Stelle.


Der ADLER 150 203-4 hat soeben den Haltepunkt Brienz West in Richtung Interlaken durchfahren.

Der Haltepunkt Brienz West ist genau wie Ebligen noch nicht behindertengerecht ausgebaut und versprüht mit seinem aufgeschütteten Bahnsteig noch das Flair vergangener Zeiten.


Der ADLER 150 101-1 durchfährt den Haltepunkt Brienz West in Richtung Meiringen

In Brienz selbst darf natürlich das Bild des direkt am Ufer liegenden Bahnhofs nicht fehlen. Leider gelang bei Sonne nur ein Bild eines kleinen FINKen, welche etwas im Bild untergeht.


Ein Fink im Bahnhof von Brienz.

Am Tag der Abreise gab es dann zum wiederholten Mal eine weiße Überraschung und so wurden von der Autobrücke an der Ausfahrt von Brienz in Richtung Meiringen noch ein paar Schneeaufnahmen gemacht. Ab hier beginnt die Rennstrecke entlang der kanalisierten Aare. Fotografisch recht unspektakulär, kommt der Zug hier konkurrenzlos schnell voran.


ADLER 150 104-4 verlässt Brienz in Richtung Meiringen…


…und biegt in die wenige Kilometer lange Rennstrecke entlang der Aare ein


Der Gegenzug in Gestalt von ADLER 150 230-4 in Richtung Interlaken erreicht in Kürze Brienz

Soweit der kleine Ausflug an die Zentralbahn. Ich hoffe ich konnte einen kleinen Eindruck von der Vielseitigkeit dieses verhältnismäßig recht kurzen Abschnitts entlang des Brienzersees vermitteln. Auch mit dem mittlerweile recht eintönigen Fahrzeugpark ist diese Strecke noch immer eine Reise wert!

3 thoughts on “Mit Fink und Adler am Brienzersee entlang”

  1. Hallo Tobias
    Das ist aber ein sehr schöner Bericht geworden.
    Man sieht dass Du Dir viel mühe gegeben hast und
    nicht einfach geknipste Bilder zusammen gestellt hast.
    (wie es andere meistens machen)

    Grüsse aus Wohlen

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