Auf 760mm durch Österreich VIII – Über Zillertal-, Achensee- und Brennerbahn zurück zum Bodensee

Nach dem kleinen Einschub zur Murtalbahn, geht es heute mit der Reise auf 760mm weiter und gleichzeitig auch zu Ende. Wir besuchen noch kurz die Zillertal-, Achensee- und Brennerbahn, bevor es über den Arlberg und Feldkirch zurück zum Bodensee geht.

Sonntag, 19. August 2018: Über Zillertal-, Achensee- und Brennerbahn zurück zum Bodensee

Unsere Übernachtung in dem extra für uns geöffneten großen Gästehaus von Söll, war sehr erholsam und gut ausgeruht verabschiedeten wir uns gegen halb acht von unseren Gastgebern und bedankten uns noch einmal für die Mühen. Nach einem kurzen Frühstück beim Bäcker des örtlichen Spar-Marktes, ging es nach Kirchbichl und dort auf die Autobahn nach Jenbach.
Geplant war für diesen Tag eigentlich nichts Konkretes. Wir müssten am Nachmittag ohnehin recht zeitig aufbrechen, um die restlichen 300 Kilometer zum Bodensee abzureißen. Zu sehen gibt es in dieser Ecke ja so einiges. Im engeren Kreis standen die Achenseebahn, die ja immer mal wieder auf der Abschussliste erscheint, die Zillertalbahn, wo mir noch der übernommene 5090 fehlte, die Stubaital, die ich zuletzt vor fast zehn Jahren besucht habe und auch die Brennerbahn, wo tatsächlich Ich als Regelspur-Muffel und der zweite Teil der Reisegruppe als Auslands-Muffel, noch nie waren.
Für den ersten Zug der Achenseebahn um zehn, waren wir deutlich zu früh in Jenbach, sodass wir uns mal gleich an die Strecke der Zillertalbahn bei Strass stellten. Die Standardmotive eben, aber das klare Morgenlicht war einfach schön und weiter ins Zillertal hineinzufahren hätte zu viel Zeit gekostet.


Ein erstes Bild der Zillertalbahn bei Strass gelang mit der D15 Richtung Mayrhofen.


Den anschließenden Triebwagen VT3 nahmen wir in der ebenfalls bestens bekannten Ausfahrt von Strass Richtung Jenbach.


Ein weiteres Bild gelang unterhalb des großen Felsens bei Strass mit D14.

Schön so ein Halbstundentakt nach den Fahrplänen der letzten Tage. Innerhalb von weniger als einer Stunde drei Top-Aufnahmen, ohne dabei groß herumzukurven – in diesem Urlaub bislang eine Seltenheit…
Anschließend ging es auf den Bahnhof von Jenbach, wo soeben der erste Zug der Achenseebahn bereitgestellt wurde. Ärgerlicherweise fuhr genau jetzt der ehemalige 5090 VTs11 der Pinzgauer Lokalbahn, jetzt VT1 der Zillertalbahn, auf der anderen Seite des Bahnhofes ein. Der hätte ja mal einen Kurs vorher kommen können…
Zeitlich war ein Streckenbild leider nicht drin, denn die Achenseebahn würde in wenigen Minuten abfahren, aber immerhin für eine Fahrzeugaufnahme im Bahnhof reichte es noch.


Lok Nummer 4 steht abfahrbereit in Jenbach.

Wir erwarteten den Zug mal am Haltepunkt Burgeck, wo er bereits mit leichter Verspätung durchkam und fuhren anschließend den Anstieg zum Achensee hinauf, wo in der folgenden Stunden einige Aufnahmen entstanden.


Der Zug erreicht unter gehöriger Gräuschkulisse den Haltepunkt Burgeck und fährt ohne Halt weiter Richtung Achensee.


Das Ende der Steilstrecke ist erreicht und die Lok wird sich gleich an die Spitze des Zuges setzen.


Der Endpunkt der Strecke am Schiffsanleger ist erreicht.


Der Zug hat den Rückweg angetreten und konnte auf der Wiese bei Maurach aufgenommen werden.


Kurz vor der Ausweiche „Eben“ gelang eine weitere Aufnahme, die Sonne stand leider noch in der Gleisachse.


In Eben wird der Zug von Lok 1 gekreuzt.


Eine letzte Aufnahme entstand an der Straßenkreuzung in Jenbach, mit der zu Tal rollenden Lok 4.

Die Zukunft der Achenseebahn in ihrer jetzigen Form steht weiterhin in den Sternen. Egal wie es mit der Bahn in den kommenden Jahren weitergehen wird, wir hatten zur Not wenigstens noch ein paar Aufnahmen des heutigen Zustandes machen können. Es war bereits kurz vor Mittag und wir beschlossen, die restliche Zeit an der Brennerbahn in St. Jodok zu verbringen. In einem kleinen Dorf an der alten Brennerstraße gab es eine kleine Kaffeepause, bevor wir die Standardstelle in St. Jodok aufsuchten und die letzten zwei Fotostunden dieser Reise gemütlich auf dem Wanderweg wartend verbrachten und uns überraschen ließen, was da kommen würde. Es kam natürlich nicht übermäßig viel, schließlich war es Sonntag, aber für einen EC mit zwei Tauri und eine RoLa reichte die Zeit, bevor wir wieder zum Ort liefen und die Rückfahrt antraten. Über den Arlberg und Feldkirch ging es zurück zum Bodensee, wo sich der große Kreis dieser Reise schloss.


Kurz vor St. Jodok konnte einer der stündlichen Regios aufgenommen werden.


Ein EC mit zwei Tauri gelang von der unteren Ebene.


Vom oberen Weg gab es zum Abschluss eine RoLa mit einer führenden und eine schiebenden MRCE-Vectron.

Wir beendeten unserer große Rundreise mit vielen verschiedenen Eindrücken: Teils S-Bahn-mäßig ausgebaute Strecken wie im Mariazell und Zillertal, oder die eigentlich leistungsfähige und konkurrenzfähige, aber nicht wirklich mit einem klaren Konzept betriebene Murtalbahn. Aber auch die vielen kleinen, mit großem Aufwand in unzähligen freiwilligen Stunden betriebenen Museumsbahnen, wussten zu gefallen. Auf der anderen Seite gab es aber auch manch traurige Fälle wo wir uns fragten, ob diese Bahnen nicht früher oder später dem Untergang geweiht sind, wenn mal ein großes Bauwerk renovierungsbedürftig wird, oder die Mitglieder allmählich knapp werden…
Über allem steht natürlich die tolle Landschaft, welche mal gemütlich hügelig, teilweise aber auch beeindruckend alpin daherkommt und natürlich das grandiose Wetter, welches uns neun Tage lang fast ohne Unterbrechung begleitete!

Bis zur nächsten Reise,
Tobias

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.