Zwei Wochen in Graubünden VIII: Letzte Zielfotos im Engadin

Morgen soll es noch einmal Richtung Klosters und Schiers gehen, daher brach heute der letzte Tag des Urlaubs an, an dem ich noch die letzten Lücken im Engadin füllen konnte.


Mittwoch, 31. Juli 2019: Zielfotos im Engadin

An vielen Tagen der nun fast schon zwei Wochen im Engadin, hatte es sich sommertypisch am Nachmittag allmählich zugequollen. Die Folge war meist frühes Aufstehen am Morgen und frühes beenden der Arbeit zum Kaffee am Nachmittag. Heute sollte das Wetter aber mal anders herum sein und das kam mir gerade recht, konnte ich doch so nun endlich noch die letzten Nachmittagsmotive im Engadin umsetzten, die aufgrund der Bewölkung in den letzten Tagen oft nichtmehr geklappt hatten.
Drei konkrete Ziele hatte ich dabei noch fest im Blick:

1. Engadin Star 1358 mit Ge 6/6 II in der Kurve vor Celerina:

Für diesen ging es dann am späten Nachmittag gegen halb fünf wie immer mit dem Radel nach Celerina. Die Kurve vor Celerina aus St. Moritz kommend ist so ziemlich das einzige Motiv im Oberengadin, an der diese Leistung richtig im Licht ist und so musste dieses Motiv einfach nochmal mit Ge 6/6 II klappen. Vorher wurde aber noch ein Glacier Express auf der Wiese bei Celerina nach St.Moritz umgesetzt. Am Vormittag war ein Glacier mit Ge 4/4 I im Regen Richtung Chur/Disentis aufgebrochen. Die Rückleistungen wurden dann aber leider alle von Ge 4/4 II gezogen.


Ge 4/4 II 615 mit einem Glacier Express nach St. Moitz vor Celerina.


Sicher war das Gelingen des ersten Zielfotos des Nachmittages mit Nichten, zogen doch noch einige Reste der dichten Regenwolken vom Vormittag durch’s Engadin. Als Ge 6/6 II 701 dann aber mit dem Engadin Star 1358 aus St. Moritz nach Celerina hinab gerollt kam, klappte alles wie gewünscht.

2. Pontresina im Nachmittagslicht:

Eigentlich nicht schwer zu realisieren, hatte das klassische Nachmittagsmotiv mit der Ortskulisse von Pontresina irgendwie bisher nicht wie gewünscht geklappt. Mal war ich eine Stunde zu spät dort gewesen und die Baumschatten ragten schon in die Strecke, mal hatte die Sonne am Nachmittag nicht durchgehalten. Innerhalb einer halben Stunde kamen zwischen 17:20 und 17:50 heute aber gleich fünf Züge bei bestem Abendlicht durch: Die abendliche Güterzugleistung Samedan-Pontresina-Samedan-Albula, der Pendel aus Samedan in beide Richtungen und ein Bernina Express Richtung Albula.

Der Pendel nach Samedan passiert mit Ge 4/4 II 627 die Ortskulisse von Pontresina.


Kurz darauf eilt Ge 6/6 II 704 mit zwei Kesselwagen für den Bernina nach Pontresina. Rechts oben thront die Bergstation der Standseilbahn über dem Engadin.


Wenig später eilt 704 zurück nach Samedan, um den schon bereitstehenden Güterzug über den Albula zu ziehen.

3. Albula-Güterzug im Val Bever:

Das dritte und letzte Ziel für diesen Tag war der Albula Güterzug 5162, welcher Samedan um halb sieben am Abend verlässt. Nicht nur, das dieser im Val Bever als einziger im schönen Abendlicht durchkommt, dieser letzte Güterzug des Tages über den Albula hat in der Regel auch eine beeindruckende Länge und sticht so aus der Masse der oftmals eher kurzen Güterzüge im Engadin heraus. Gezogen wird er von eben jener Lok, die ich eben bereits bei Pontresina abgelichtet hatte. Entsprechend war Eile geboten, aber glücklicherweise pfiff der Wind gerade talabwärts durchs Engadin und ich erreichte das anvisierte Motiv einige Minuten vor dem Zug. Nicht weniger als 13 Wagen waren Ge 6/6 II in Samedan bereitgestellt worden und in einer Zitterpartie aus hell und dunkel passierte der beeindruckende Güterzug mit der schmucken „Rundlampen“ 6/6er mich und einen weiteren Fotografen, der wohl zufällig genau das selbe Zielfoto dür den Tagesabschluss im Sinn hatte, genau im rechten Moment.


Ge 6/6 II 704 mit einem eindrucksvollen Güterzug im Val Bever auf dem Weg über den Albula.

Toll! Alle drei Zielfotos hatten perfekt geklappt. Angesichts der vorhandenen Bewölkung war das schon ein fast unverschämtes Glück und mehr als zufrieden rollte ich in der Abendsonne zurück nach Bever. Morgen geht es dann wie erwähnt am letzten Tag des Urlaubs noch einmal über den Flüela Richtung Klosters und Schiers.

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