Einmal um die Pyrenäen – Teil 5: Straßenbahn Barcelona

Nach Zaragoza folgt nun mit Barcelona der letzte spanische Straßenbahnbetrieb für diesen Urlaub.

Die Links zu den übrigen Teilen dieses Reiseberichtes sind hier zu finden: Reisebericht 2016: Einmal um die Pyrenäen


31.08.2016 Zaragoza-Barcelona

Heute war erstmal Reisen angesagt. Über die Autopista 2 mussten rund 300km abgespult werden. Eine gute Gelegenheit sich weiter durch Frank Schätzings Endlosroman zu hören…
Unterwegs hielten wir uns noch etwas an der AVE-Strecke auf, bevor am Nachmittag Barcelona erreicht wurde. Das Hotel lag strategisch günstig in der Nähe der Stadtautobahn zu Füßen des Tibidabos.
Die schlechte Nachricht für Barcelona hatte uns schon kurz vor dem Urlaub erreicht: Die Tibidabobahn war für zwei Wochen wegen Bauarbeiten eingestellt. Für den restlichen Tag stand also „nur“ Kulturprogramm auf dem Plan. Nach dem Park Güell machten wir uns auf den Weg zum Tibidabo. Dabei sahen wir auch den Grund für die Einstellung. Ein etwa fünf Meter langer Abschnitt war zu einem Loch geworden, wobei die Arbeiten nichtmal direkt etwas mit der Bahn zu tun zu haben schienen. So eine Frechheit 😀
Auf dem Tibidabo ließen wir den Tag bei bestem Blick über die Stadt ausklingen, bevor wir uns morgen auch der Straßenbahn widmen wollten.


01.09.2016 Straßenbahn Barcelona

Natürlich stand in Barcelona das Kulturprogramm im Vordergrund und das ohnehin nicht allzu spektakuläre Straßenbahnnetz wurde mehr am Rande „abgearbeitet“. An sich ist Barcelona eine tolle Stadt, aber der ausufernde Massentourismus raubt ihr doch ein großes Maß an Authenzität. Überall laufen Scharen deutscher Pauschaltouristen herum. Der eigentliche Charme den diese Stadt vor 10-20 Jahren gehabt haben muss, lässt sich zwischen all den Billigtouristen nur noch erahnen. Nicht das etwas gegen günstigen Urlaub einzuwenden ist, aber man muss sich ja nicht auch noch so benehmen und die schiere Masse steuert ihr Übriges dazu bei, die Stadt zu erdrücken. Nicht zuletzt dürfte auch das Wegfallen vieler klassischer deutscher Reiseziele wie die Türkei und Nordafrika zu diesem Auflauf beigetragen haben.
Das Straßenbahnnetz besteht eigentlich aus zwei Netzen mit je drei Linien. Die Pläne, beiden Netze über die Avinguda Diagonal zu verbinden, wurden bis heute nicht umgesetzt. Zum Einsatz kommen auf beiden Netzten identische Schienenfräsen des Typs Citadis 302.
In losem Zusammenhang werde ich einfach die Straßenbahnbilder dieses Tages zeigen, da von der Tram wie gesagt eher hier und da Bilder „abfielen“. Vormittags hielten wir uns im östlichen und nachmittags im westlichen Netz auf:


Die Zentrumsnahe Endstation „Ciutadella – Vila Olímpica“ der Linie 4 des östlichen Netzes. Hier wartet Wagen 14 auf die Abfahrt.


Kurz vor der Endstation durchfährt Wagen 05 diese hübsche Allee.


Zum Abschied wird Wagen 05 in der Endstation gewunken.


Wagen 02 auf der Avinguda Diagonal an der Haltestelle „Selva de Mar“. Über die 11 km lange Avinguda Diagonal sollten ursprünglich die beiden Netze verbunden werden.


Die östliche Endstation „Estació de Sant Adrià“ der T4 und T6


Die drei Kraftwerkstürme im Hintergrund sind von den zahlreichen Aussichtshügeln in Barcelona immer gut zu erkennen. Tw 03 steht in der Station „Port Fórum“.


Ein junger Klassiker ist das Motiv mit dem 142 m hohen Torre Agbar unweit der Station „Glòries“


Nochmal der Torre Agbar mit Wagen 05


Jetzt befinden wir uns an der östlichen Endstation aller drei Linien des Westnetzes auf der Avinguda Diagonal. Wagen 22 und 24 warten in der Station „Francesc Macià“ auf ihre Abfahrtszeit.


Kennzeichnend für den von allen drei Linien befahrenen Abschnitt auf der Avinguda Diagonal, sind die hohen Palmen rechts und links des Rasengleises.


Von der Haltestelle Avinguda de Xile, lässt sich ein kurzer Blick auf das Camp Nou erhaschen. Mit 99.353 Plätzen das größte Fußballstadion Europas


Wagen 09 ebenfalls bei der Haltestelle Avinguda de Xile


Ein letztes Bild an der Station Montesa mit Wagen 22

Den Abend ließen wir auf dem Montjuïc mit seiner Burg und dem ehemaligen Olympiagelände ausklingen. Ein abendlicher Besuch ist hier nur zu Empfehlen und im Anschluss sollte man sich das beeindruckende Spektakel der Wasserfontäne „Font Magica“ nicht entgehen lassen!
Morgen geht es dann nach einem Hafenüberflug mit der Seilbahn zur Zahnradbahn auf den Montserrat. Dann auch wieder mit mehr Anekdoten des „Drumherums“, aber in Barcelona hätte das den Rahmen, aufgrund der unendlich vielen Eindrücke, einfach gesprengt. Straßenbahn gibt es dann erst wieder auf der Rückreise über Toulouse, Dijon und Besançon. Obwohl, eigentlich beginnt die Rückreise ja schon morgen, denn ab dann geht es in kleinen Etappen immer weiter Richtung Heimat…

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