Ostern im Erzgebirge – Mit Vorspann nach Oberwiesenthal

Über Ostern ging es spontan für zwei Tage ins Erzgebirge. Auf der Fichtelbergbahn wurde wiedermal mit Vorspann gefahren und auf der Preßnitztalbahn war über alle vier Ostertage Zweizugbetrieb angekündigt.

Eigentlich war über das Osterwochenende nichts besonderes geplant. Das tolle Wetter ließ mich dann allerdings doch nicht still sitzen, die Kamera wollte einfach benutzt werden. Wo sollte es also hingehen? Spontan wollte ich einfach am Samstag einen Tag in den Harz fahren, erfuhr aber am Freitag, dass auf der Fichtelbergbahn wiedermal mit Vorspannlok gefahren wurde. Diese Züge konnte ich bislang noch nie aufnehmen. Auch die Preßnitztalbahn lockte mit Zweizugbetrieb und der damit verbundenen Hoffnung, dass die VI K fahren würde, von der ich auch noch nicht sehr viele schöne Aufnahmen auf der Festplatte hatte. Also wurde aus einem Tag Harz, kurzentschlossen zwei Tage Erzgebirge.

Am Freitag Abend wurde schnell noch eine Unterkunft in Oberwiesenthal gebucht und am Samstagmorgen konnte es losgehen. Die Kamera im Kofferraum und das Fahrrad auf dem Dach ging es für zwei Tage Schmalspurerholung ins Erzgebirge, genau das Richtige nach der strapaziösen Ägyptenreise…

Am späten Vormittag erreichte ich das Erzgebirge und steuerte gleich mal den Bahnhof Neudorf an. Hier wurde das Auto abgestellt und auf’s Rad umgesattelt, denn die Wege parallel zur Bahnstrecke bieten sich geradezu an, dass Auto stehen zu lassen und die frische Luft zu genießen.

Zum Einsatz kamen die drei VII K 99 1772-5, 99 1741-0 und 99 1794-9. Die Züge P 1001 und P1005 um 9:59 und 13:15 ab Cranzahl wurden dabei von den beiden letztgenannten Maschinen im Doppel bespannt, um mit zusätzlichen Wagen dem großen Andrang an diesem herrlichen Osterwochenende gerecht zu werden.


P1003 konnte mit 99 1772-5 kurz hinter Unterneudorf aufgenommen werden.


Ein erstes Mal konnte der Zug mit 99 1741-0 und 99 1794-9 auf Talfahrt kurz vor Cranzahl in der bekannten Fotokurve festgehalten werden.


Wenig später ist der Zug auf seiner zweiten Bergfahrt zwischen Unterneudorf und Neudorf zu sehen.


Für den nächsten Bergfahrer verschob ich mich ein ganzes Stück bergwärts nach Hammerunterwiesenhal. Hier wurde am mäandernden Pöhlbach, unmittelbar an der tschechischen Grenze, 99 1772-5 mit der Dorfkirche von Hammerunterwiesenthal aufgenommen.


Für den nächsten Bergfahrer ging es wiederum nach Cranzahl zurück, um die Fotokurve von heute Mittag nun im warmen Abendlicht Kessel voraus aufzunehmen. 99 1741-0 ist derweil in Oberwiesenthal zurückgeblieben und 99 1794-9 fällt nun allein die Aufgabe zu, den verkürzten Zug von Cranzahl zum Fuße des Fichtelberges zu ziehen. Beim VT 642 auf der Brücke in Cranzahl musste Fotoshop etwas nachhelfen. Beide Züge waren kurz zuvor, unter lautem Hupen und Pfeifen, zeitgleich aus Cranzahl ausgefahren und der VT 642 daher einen kurzen Moment zuvor auf der Brücke.


Schnell ging es nach Neudorf und es wurde auf’s Auto umgestiegen, um den selben Zug zwischen Niederschlag und Hammerunterwiesenthal noch einmal zu erwischen. Die Eile war derwil völlig unnötig, am anvisierten Motiv blieben noch zehn Minuten, bis 99 1794-9 aus Niederschlag Richtung Oberwiesenthal vorbei kam.


Auch der letzte Bergfahrer des Tages sollte nicht unfotografiert bleiben. Vom Gegenhang im Sehmatal konnte 99 1772-5 mit dem letzten Zug des Tages kurz hinter dem Haltepunkt Unterneudorf aufgenommen werden.

Am nächsten Morgen wollte ich noch einmal eine Aufnahme des Vorspanns machen. Der erste Bergfahrer erreicht Oberwiesenthal allerdings erst gegen 11:00. Was lag also näher, als vor dem Frühstück schonmal eine Runde mit dem Rad zu drehen. Mit dem Sonnenaufgang klingelte also um 6:00 der Wecker und es ging erstmal eine Runde um Oberwiesenthal, bevor der Gipfel des Fichtelberges erklommen wurde.


Oberwiesenthal liegt an diesem frühen Ostersonntagmorgen zum Großteil noch in den Betten. Nur einige wenige Gleichgesinnte genossen ebenfalls die leeren Wege rund um den Touristenort für ein wenig Frühsport und einige Hotelpersonale waren mit der Organisation des Frühstückes beschäftigt. Rechts ist der tschechische „Klínovec“(Keilberg) zu sehen. Mit 1243m der höchste Berg des Erzgebirges.


Der höchste Berg Sachsens wiederum ist mit 1214m der Fichtelberg, auf dessen Gipfel um kurz vor Acht noch angenehme Ruhe herrscht.

Nach dieser frühmorgendlichen Runde ging es wieder hinab nach Oberwiesenthal zum Frühstücken und anschließend erneut an die Fotokurve zwischen Niederschlag und Hammerunterwiesenthal. Hier wollte ich noch einmal die Vorspannleistung ablichten. Mit seinen dreizehn Wagen passte der Zug allerdings auch hier nicht ganz optimal ins Bild, sodass am eigentlich geplanten Auslösepunkt der letzte Wagen noch halb verdeckt war.


Erst um viertel vor elf erreicht der erste Bergfahrer den oberen Streckenabschnitt. Dafür weißt der Zug mit zwei VII K und dreizehn Wagen für eine Schmalspurbahn eine beachtliche Länge auf. Zu meinem Erschrecken wurde 99 1741-0 zu Ostern festlich „dekoriert“.

Anschließend wechselte ich zur Preßnitztalbahn, wo der restliche Tag verbracht werden sollte. Davon dann aber die Tage mehr…

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