Zwischen 1009mm und Regelspur I: Hinreise und erstes Anschwitzen in Sofia

Mitten im Hochsommer sollte es für fünf Tage in meinen ersten Urlaub des Jahres gehen. Ziel war der abwechslungsreiche Großstadtbetrieb der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Mit einem großen Anteil an Schienennetz mit der ungewöhnlichen Spurbreite von 1009mm und einem deutlich kleineren Teil Regelspurnetz, handelt es sich um einen eher ungewöhnlichen Betrieb, der genug Programm versprach, um die fünf Tage ohne Probleme zu füllen. Neben den in Sofia Zeit ihres Lebens heimischen Fahrzeugen haben auch Fahrzeuge aus Basel, Prag und Bonn in Sofia ihre zweite Heimat gefunden und boten einiges an Abwechslung. Bei gutem Wetter und extremen Temperaturen ging es also für fünf Tage kreuz und quer durch Sofia.


Nach knapp über einem Jahr Urlaubsabstinenz sollte es endlich wieder in unbekannte Umgebung gehen. Aufgrund meines Studiums war es mir leider in den letzten zwölf Monaten nicht möglich gewesen Urlaub zu machen und so war die Vorfreude auf den ersten Urlaub des Jahres umso größer. Ein wirklich langer Urlaub konnte es zwar immer noch nicht werden, in einem Rahmen von ungefähr einer Woche sollte aber doch etwas möglich sein. Daher galt es nun ein passendes Ziel zu finden. Wie so häufig wurde zu Beginn die digitale Landkarte studiert und geschaut, wo sich denn noch Lücken auftaten. Da gab es durchaus noch einiges zu entdecken, vieles wurde aber schnell verworfen, da die Reisezeit eine Woche übersteigen würde. Also suchte ich eher einen Straßenbahnbetrieb in einer Großstadt, bei der ich mich ohne Probleme mehrere Tage am Stück beschäftigen könnte, ohne weitere Betriebe mit einbinden zu müssen. Da boten sich einige Landeshauptstädte an, in denen ich noch nicht war, beispielsweise Sarajewo, Bukarest, Belgrad und Sofia. Meine Entscheidung fiel letztendlich auf Sofia, da der Betrieb sich für mich als spannendste Option auftat. Mit zwei verschiedenen Spurbreiten handelt es sich bei der Straßenbahn in Sofia ohnehin schon um einen ungewöhnlichen Betrieb. Zudem warteten dort auf dem Regelspurnetz mit den Ex-Prager T6 Fahrzeuge, die ich zu ihrer Zeit in Prag knapp verpasste und mit den Ex-Baseler “Hängebauchschweinen” auf dem 1009mm-Netz Fahrzeuge, die ich in Basel nur noch in ihren letzten Tagen erlebte. Nicht zu vergessen, verkehren auf einer Linie des Regelspurnetzes auch noch die letzten Bonner GT8, die ich mir ebenfalls als spannendes Ziel markierte. Gepaart mit den vielen weiteren heimischen Baureihen ergibt sich ein überaus spannender Wagenpark und ein abwechslungsreiches Streckennetz.

Das Ziel stand nun also fest. Jetzt galt es noch die Frage zu klären, wie lange die Reise denn dauern sollte. Einige Infos eingeholt und ein wenig die Größe des Netzes studiert, ergab sich für mich eine passende Reiselänge von vier oder fünf Tagen. In dieser Zeit sollte es mir möglich sein, das gesamte Netz zu erkunden und alle Wagentypen ausreichend darzustellen, ohne dabei in große Hektik verfallen zu müssen. Die Flüge machten vom Preis sowieso keinen Unterschied zwischen vier und fünf Tagen und so würde der einzige Kostenfaktor in dem Hotel liegen, welches ich einen Tag länger buchen müsste. Ich entschied mich für fünf Tage, dadurch würde die Reise insgesamt entspannter werden.
Zuerst kümmerte ich mich um die Flüge. Da ich von den Tagen innerhalb der Woche flexibel war, schob ich den Zeitkorridor ein wenig hin und her und stellte die günstigste Variante bei einem Hinflug am Montag und einem Rückflug am Freitag fest. Das sollte doch perfekt passen, so hatte ich an allen Tagen Werktagsverkehr in Sofia. Den Hinflug wählte ich so früh wie möglich, was mich zu einem Start um 6 Uhr morgens in Hannover brachte. Dadurch sollte ich um 11:15 Uhr dortiger Zeit in Sofia ankommen. Zwischen Deutschland und Bulgarien herrscht eine Zeitverschiebung von einer Stunde, was mir in Sofia eine Stunde des Tages auf der Hinreise klauen würde. Der Rückflug wurde dementsprechend spät am Freitag angesetzt. Perfekt passend bot sich ein Flug um 19:25 Uhr ab Sofia an. Damit wäre ich um ca. 23 Uhr deutscher Zeit wieder in Hannover. Von Hannover gab es keine Direktflüge nach Sofia, sodass ich über die beiden großen Drehkreuze Deutschlands, auf dem Hinflug über Frankfurt am Main und auf dem Rückflug über München, nach Sofia und zurück gelangen würde. So hätte ich drei volle Tage und zwei gute halbe Tage in Sofia selbst.

Nachdem die Flüge gebucht waren, stand als Vorbereitung nur noch das Hotel auf dem Plan. Dabei suchte ich nach einer Mischung aus nicht zu teuer, aber trotzdem noch günstig gelegen. Letztendlich fand ich ein Hotel, das mich pro Nacht etwas über 60 Euro kosten sollte und dabei trotzdem verkehrstechnisch günstig lag. Fußläufig von der nächsten Metro-Station und Straßenbahnhaltestelle erreichbar und zudem zwei Querstraßen weiter die große Fußgängerzone Sofias. Ergo: Perfekt gelegen. Jetzt stand meinem Urlaub außer der Zeit des Wartens bis zum Start nichts mehr entgegen. Die einzige Komponente, die ich irgendwie nicht bedacht hatte, war das Wetter. Dass es so weit südlich im Hochsommer ordentlich warm werden würde, war in meinen Überlegungen irgendwie nie aufgetaucht, das würde ich aber noch früh genug feststellen…


Montag, 21. Juli 2025: Hinreise und erstes Anschwitzen in Sofia

Um 6 Uhr sollte der Flug in Hannover starten. Dementsprechend früh musste ich bei mir zuhause aufbrechen. Der Wecker wurde auf 2:15 Uhr gestellt. Die letzten Erfahrungen innerhalb der Familie mit dem Security-Check in Hannover hatten mich vorsichtig gemacht, weshalb ich lieber ein wenig zu früh als zu spät starten wollte. Also ging es nach etwas mehr als zwei Stunden bereits wieder aus dem Bett. Ein kurzer Blick auf dem Wetterbericht, um die richtige Kleidung zu wählen, ließ mich dann realisieren, was es bedeutete, im Hochsommer Urlaub im Süden zu machen. Zwischen 36 und 38 Grad standen dort für die nächsten 5 Tage als Höchsttemperatur im Wetterbericht. So hatte ich zumindest noch ein wenig Zeit, mich mental auf die Hitze vorzubereiten. Folglich ging es in die kurze Hose und das T-Shirt. Trotz der noch sehr frühen Stunde am Tag, schob ich mir eine Schale Müsli hinein, denn bei einer Überlegung des weiteren Tagesverlaufs ergab sich für mich die nächste Essensmöglichkeit außerhalb eines Flughafens erst wieder in Sofia. Bis dahin wäre ich ohne Essen aber verhungert, also lieber ein Nachtmahl zur Stärkung. Danach wurde relativ schnell der Koffer ins Auto geschmissen und die letzten Vorbereitungen getroffen, sodass ich um 3 Uhr in Richtung Flughafen Hannover startete.

Knappe 40 Minuten später trudelte ich schon auf dem Außenparkplatz am Flughafen Hannover ein. Irgendwie war ich zumindest für die Autofahrt erstaunlich wach gewesen, der Verkehr auf der A2 hielt sich zu so früher Stunde aber ohnehin stark in Grenzen. Vom Parkplatz ging es mit dem nächsten Shuttle-Bus zum Ankunfts-Terminal, von wo aus ich einmal quer durch den Flughafen zum Abflugterminal laufen musste. Bei der Größe des Hannoveraner Flughafens stellte das zeitlich eher weniger ein Problem dar. Vor den Gepäckaufgabe-Schaltern hatte sich trotz der frühen Stunde bereits eine relativ lange Schlange gebildet. Grund dafür war, wie ich kurze Zeit später feststellte, dass die Schalter noch überhaupt nicht besetzt waren. Als das Personal zehn Minuten später eintraf, setzte sich die Schlange langsam aber sicher in Bewegung. Sicherlich wäre es noch schneller gegangen, wenn nicht zwei von vier Schaltern nur für die Business-Class gewesen wären, obwohl man die Personen, die dort an den Schaltern abgefertigt wurden, an einer Hand hätte abzählen können. Erst als ich ganz vorne in der Schlange angekommen war, wurde ein dritter Schalter geöffnet. Mir war das alles relativ egal, da ich sowieso noch 1½ Stunden hatte, bevor mein Flug starten sollte und der von hier zu sehende Security-Check absolut überbesetzt für die geringe Anzahl an Reisenden war. So fand ich mich bereits etwas über einer Stunde vor Flugbeginn an meinem Abflugterminal ein. Da ich gerade nicht müde genug war, um wirklich zu schlafen, setzte ich mich auf den nächsten freien Platz und guckte eine Folge meiner Serie. Fast passend mit dem Ende der Folge begann das Boarding. Die ganze Prozedur lief so flüssig ab, dass der Pilot kurze Zeit später mit freudiger Stimme mitteilte, dass wir doch glatt fünf Minuten früher als geplant abheben könnten.

Bereits eine Stunde später landeten wir etwas ruppig in Frankfurt. Das leicht unsanfte Aufsetzen kreidete ich aber nicht den Piloten an, es war einfach schon bei der gesamten Landung sehr stürmisch gewesen. Ein wenig erstaunt war ich, dass wir mit so einem kleinen Inlandsflug sogar einen Platz direkt am Terminal erhalten hatten, sodass uns die Busfahrt erspart blieb. Nun hatte ich circa eine Stunde, bis mein Flug nach Sofia startete. Die Lufthansa-App zeigte mir zum Abflugterminal noch einen Fußweg von 15 Minuten an. Das wirkte mir doch ein wenig übertrieben, aber nach einiger Zeit des Laufens merkte ich trotz diverser Rollbänder, dass 15 Minuten doch realistisch angesetzt waren. Der Fraport ist halt einfach riesig. So waren es, angekommen am Terminal, nur noch 20 Minuten, bis das Boarding beginnen sollte. Dieses Mal sollte mir die Busfahrt nicht erspart bleiben. Etwa zehn Minuten ging es quer über den Flughafen, bis endlich unser Flugzeug erreicht war. Nachdem ich Platz genommen hatte, stellte ich mit einem Blick auf die Sicherheitskarte fest, dass es sich wie bei der vorherigen Maschine um einen Airbus A319-100 handelte, der uns von Frankfurt nach Sofia bringen sollte. Doch die ersten zehn Minuten hatte ich das Gefühl, dass wir heute nach Sofia fahren würden. Eine Ewigkeit rollte das Flugzeug über den Flughafen, bis endlich die Abflugposition gefunden war. Danach folgten zwei Stunden Flugzeit, in denen ich mehr schlecht als recht vor mich hin döste und nicht so richtig in eine Schlafphase kam. Die Flugstrecke führte über Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien letztendlich nach Bulgarien, wo wir pünktlich um 11:15 Uhr Sofia erreichten. Nachdem ich meinen Koffer eingesammelte hatte, konnte der Urlaub fast losgehen. Ich musste nur noch irgendwie meinen Koffer loswerden.

Um vom Flughafen in die Stadt zu gelangen, konnte ich die Metro nehmen, die direkt am Flughafen ihre Endstation hat. Vorher musste ich nur irgendwie an Fahrkarten kommen. Kurz vor der Abfahrtstation der Metro gab es zwei Automaten, der eine für Tickets und der andere zum Geld abheben. So richtig schlau wurde ich aus dem Ticketautomaten aber nicht, außer dass er ohnehin keine Karte nehmen würde. Also erstmal die Karte in den Geldautomaten gesteckt und 100 Lewa abgehoben. Das entspricht in etwa 50 Euro. Der Umrechnungskurs ist als ungefähr 2:1. Dann sah ich um die Ecke herum auch einen besetzten Schalter, an dem man Tickets erwerben konnte. Kurz bevor ich dort ankam, fragte mich eine Frau, ob ich ihr Ticket haben wollte, dort seien noch 5 Einzelfahrten drauf. So richtig helfen würden mir diese zwar nicht, aber ich nahm die Karte erstmal an. Das Ticketsystem in Sofia ist eigentlich relativ einfach geregelt. Es gibt Plastikkarten, die man sich ausstellen lassen kann, auf die an den besetzen Schaltern und auch in Metro-Stationen alle Hand an Tickets über Einzelfahrscheinen bis zu 72-Stunden-Karten gebucht werden können. Daneben kann man für Einzelfahrten auch seine Kreditkarte an die Schalter in den Straßenbahnen halten und bucht somit automatisch eine Einzelfahrkarte. Von der Frau hatte ich eben beschriebene bebuchbare Karte bekommen, mit der ich an den besetzten Schalter ging und mir von der dort sitzenden Frau eine 72-Stunden-Karte ausstellen ließ. Kostenpunkt waren 15 Lewa, also verschwindend wenig verteilt über drei Tage. Danach müsste ich gucken, wie ich an weitere Fahrkarten kommen würde. Mit dem erworbenen Ticket ging es durch die Barriere am Eingang des Bahnsteiges und in die nächste Metro. So wirklich schnell bewegte sich die Metro zwar nicht voran, aber nach einem Umstieg in der Stadt hatte ich 30 Minuten später die Metro-Station nahe meines Hotels erreicht. Von dort war ich in fünf Minuten zum Hotel gelaufen, wo ich glücklicherweise meinen Koffer schon abgeben durfte. Danach konnte es so richtig mit dem Urlaub losgehen. Ich lief also die nächstgelegene Straßenbahnhaltestelle an und guckte erstmal, was da so kommen würde.


Bevor es mit den ersten Bildern des Tages losgehen soll, möchte ich noch kurz den Wagenpark vorstellen, der in Sofia doch sehr umfangreich und deshalb erwähnenswert ist. Zunächst die Wagen des deutlich überwiegenden Schmalspurnetzes:

T6M-700

Ein letzter Wagen mit der Fahrzeugnummer 701 ist von der einst fast 40 Fahrzeuge umfassenden Serie der T6M-700 übrig geblieben. Die vom in Sofia heimischen Hersteller Tramkar (zum Zeitpunkt des Baus der Wagen hieß der Hersteller noch “Tramvaen zavod”) in den Jahren 1985 bis 1987 gelieferten Fahrzeuge wurden größtenteils im Laufe ihrer Einsatzzeit mit einer neuen Front ausgestattet. Dadurch erhielt die Fahrzeugserie den Zusatz T6M-700 F. Das Frontdesign lässt sich noch immer an den Fahrzeugen der Serie T8M-900 F wiederfinden. Da es bei dem Wagen 701 aber zu keiner Modernisierung kam, ist er hier unter der Bezeichnung T6M-700 aufgeführt. Abgesehen von Wagen 701 wurden die letzten Fahrzeuge der Serie 2023 mit der Lieferung der dritten Pesa Swing 122 NaSF Serie aus dem Verkehr gezogen. Der Wagen 701 wurde nie mit einer neuen Front ausgestattet und trägt somit noch immer die Front, die die Fahrzeugserie bei ihrer Auslieferung hatte. Das Fahrzeug verkehrte bei meinem Besuch auf der Linie 11.

T8M-500 F

Die Serie der T8M-500 F umfasst 9 Fahrzeuge. Dabei sind heutzutage die Fahrzeuge 503 bis 506 von den Fahrzeugen 507 bis 511 zu unterscheiden, die jeweils unterschiedliche Fronten aufweisen. Bei allen Fahrzeugen der Serie handelt es sich um Umbauten, wobei frühere 6-achsige Einrichtungswagen sowie frühere 8-achsige Einrichtungswagen als Spenderfahrzeuge dienten, die alle ebenfalls bei “Tramvaen zavod” gebaut wurden. Die ursprünglichen Fahrzeuge wurden in den Jahren 1988 bis 1989 geliefert, während die Umbauten zu den heute vorhandenen Fahrzeugen in den Jahren 2010 bis 2014 stattfanden. Eingesetzt wurden beide Fahrzeugvarianten bei meinem Besuch nur auf der Linie 11.

T8M-900 F

Die heute noch fünf Fahrzeuge der Serie T8M-900 F entstanden in den Jahren 1999 bis 2001 ebenfalls aus Ende der 80er-Jahre gebauten Sechsachsern der Serie T6M-700. Im Gegensatz zu den T8M-500 blieben die Fahrzeuge nach ihrer Rekonstruktion und Erweiterung um ein Niederflurmitteltel Einrichtungswagen mit der Bezeichnung T8M-900M. Zwischen 2012 und 2014 erhielten die Fahrzeuge, analog zu den Sechsachsern, erneut eine Modernisierung mit ihren aktuellen Fahrzeugfronten und der neuen Bezeichnung T8M-900 F. Die verbliebenen Fahrzeuge tragen die Nummern 916, 929 und 932-934. Das Einsatzgebiet lag während meines Besuches, wie bei den beiden vorherigen Fahrzeugreihen, ausschließlich auf der Linie 11.

Tatra T6A2B/T6A2SF

Die mit 53 Wagen drittgrößte Fahrzeugserie stellen die Tatra T6A2B und T6A2SF dar. Die Serie T6A2SF trägt die Nummern 2041 bis 2057 und die Serie T6A2B die Nummern 3001 bis 3040 (ursprünglich 2001 bis 2040). Äußerlich unterscheidet sich die deutlich jüngere Serie T6A2F mit Baujahr 1999 nur durch die Flip-Dot-Linienanzeigen von der im Jahr 1990 gelieferten Serie T6A2B, weshalb ich hier nur einen Vertreter der T6A2B-Serie als Fahrzeugbild präsentiere. Ein einziges Fahrzeug fiel mir auf, welches auch von der T6A2B-Serie bereits mit einer digitalen Anzeige ausgestattet war, alle anderen Wagen waren noch immer mit Pappschildern ausgerüstet. Eingesetzt wurden die Fahrzeuge beider Serien bei meinem Besuch auf den Linien 1, 10 und 15 als Solo-Kurse sowie als Doppeltraktionen auf der Linie 11.

Schindler/Siemens Be 4/6 S

Bei der Fahrzeugserie mit den Nummern 660 bis 684 handelt es sich um ursprünglich nach Basel ausgelieferte Fahrzeuge der Hersteller Schindler und Siemens. In Basel verkehrten die Fahrzeug nach Auslieferung zwischen 1990 und 1991 zuerst als 6-Achser, bevor es in den Jahren 1997 bis 1999 zu einem Umbau der gesamten Fahrzeugreihe kam, in dessen Zuge ein Niederflurmittelteil mit COBRA-Fahrwerk eingebaut wurde. 2017 gelangte die komplette Fahrzeugserie nach Sofia. Dort wurden die Fahrzeuge in der ursprünglichen Baseler Lackierung beibehalten und unterscheiden sich so mit ihrer grünen Lackierung deutlich vom gelb/blauen Farbschema Sofias. Normalerweise liegt das Haupteinsatzgebiet der Wagen auf der Linie 8, die während meines Besuches aber nicht fuhr. Bei mir waren die Wagen auf der Linie 3 und teilweise auch auf der Linie 12 anzutreffen.

Inekon T8M-700 IT

Die von Inekon in den Jahren 2007 bis 2009 gebauten Fahrzeuge der Serie T8M-700 IT tragen die Nummern 3401 bis 3418 (bei Auslieferung 2401 bis 2418). Die 18 Fahrzeuge umfassende Serie ist damit nach den Pesa-Baureihen die neuste Baureihe in Sofia. Das Einsatzgebiet der Wagen lag während meines Aufenthaltes auf der Linie 6 sowie der Linie 12.

Pesa Swing 122 NaSF

Die Fahrzeuge des Typs Pesa Swing umfassen inzwischen drei verschiedene Generationen in Sofia. Die erste 20 Wagen umfassende Serie mit den Nummern 2301 bis 2320 gelangte in den Jahren 2013 bis 2014 nach Sofia. In den Jahren 2016 bis 2020 folgten weitere 18 Fahrzeuge der Serie mit den Nummern 2321 bis 2338. Zuletzt kamen 29 weitere Fahrzeuge mit den Nummern 2339 bis 2367 in den Jahren 2022 bis 2023 hinzu. Äußerlich waren zwischen den drei Baureihen keine großen Unterschiede festzustellen. Die Pesa Swing Baureihe umfasst damit inzwischen eine Anzahl von 67 Fahrzeugen, wodurch sie zur größten Fahrzeugserie des Betriebes aufgestiegen ist. Dementsprechend umfangreich ist das Einsatzgebiet. Während die Linie 4, 5, 7, 18 und 27 vollständig von Pesas bedient wurden, wurde die Linie 6 zusammen mit den von Inekon gebauten Fahrzeugen bedient.


Nun noch zu den drei Wagentypen, die auf dem Regelspurnetz vertreten sind:

Duewag GT8

In den Jahren 1995 bis 1996 gelangten 13 Fahrzeuge der Bonner Duewag GT8 nach Sofia. Von den 1960 bei Duewag gebauten Fahrzeugen stehen heute noch fünf Exemplare mit den Nummern 4401, 4405, 4410, 4411 und 4415 in mehr oder weniger gutem Zustand in Betrieb. Damit sind dies die mit Abstand ältesten Fahrzeuge Sofias, die noch im Linienbetrieb eingesetzt werden. Als einzige nicht für Sofia gebaute Fahrzeugserie, die noch heute in Sofia im Einsatz ist, tragen die Wagen die blau-gelben Hausfarben des Betriebs. Der Einsatz beschränkt sich auf die Linie 23, die als einzige Linie keine Endschleife besitzt. Dies dürfte der alleinige Existenzgrund für die letzten Vertreter der GT8-Baureihe sein, da es sich dabei um die einzigen Regelspur-Zweirichtungswagen des Betriebs handelt.

Tatra T6B5B

Fast zeitgleich mit der T6A2B-Baureihe gelangten 1989 37 Fahrzeuge der T6B5B-Baureihe vom Hersteller CKD nach Sofia. Bei den Fahrzeugen mit den Nummern 4101 bis 4137 handelt es sich sozusagen um die großen Regelspur-Brüder der T6A2B. Anzutreffen waren die Fahrzeuge auf zwei Linien im Regelspurnetz. Zum einen wurde die Linie 20 mit Doppeltraktionen von den Fahrzeugen bedient. Weiterhin verkehrten Solo-T6B5B auf der Linie 21.

Tatra T6A5

Zuletzt stellen die T6A5 die mit Abstand größte Baureihe im Regelspurnetz und die zweitgrößte Baureihe im gesamten Betrieb mit 54 Fahrzeugen dar. Die von CKD gebauten Fahrzeuge wurden ursprünglich 1995 bis 1997 nach Prag geliefert. In den Jahren 2016 bis 2020 gelangten alle 54 heute vorhandenden Fahrzeuge nach Sofia und verkehren dort seitdem mit den Nummern 4140 bis 4193. Wie bereits bei den Baseler Fahrzeugen, wurde auch hier auf eine Umlackierung verzichtet, weshalb die Wagen noch immer mit der Prager Lackierung durch Sofia verkehren. Der Einsatz beschränkte sich bei meinem Besuch lediglich auf die Linie 22.


Das erste Straßenbahnbild in Sofia sollte an meiner “Haushaltestelle” entstehen. Knapp fünf Minuten Gehzeit entfernt von meinem Hotel befand sich die Haltestelle Bul. Praga, an der gleich mit der 1, 6, 7 und 27 gleich vier Linien verkehrten. Ein wenig beschäftigt hatte ich mich mit dem Einsatzgebiet der Fahrzeuge im Vorhinein schon. Ganz genau wusste ich jedoch nicht, was mich jetzt hier auf den vier Linien erwarten sollte. Daher schoss ich das erstbeste Bild mit Pesa 2324, der gerade die große Kreuzung überquerte, um im Folgenden in die Haltestelle einzufahren.

Ich entschied mich dazu, mich mal zu Fuß einfach ein wenig treiben zu lassen. Für den ersten Tag hatte ich nicht so richtig einen Plan ausgearbeitet. Bei so einem großen Betrieb ist es ja auch ganz gut, erstmal anzukommen und sich ein erstes Bild machen zu können, bevor man sich direkt auf eine bestimmte Linie stürzt. Daher ging ich nach einem kurzen Blick auf das Streckennetz einfach mal in die Richtung los, aus der der Pesa gerade gekommen war. Dort ging es in Richtung Innenstadt, was tendenziell nochmal mehr Linien versprach, als hier ohnehin schon fuhren. Noch zeigte das Thermometer auf dem Handy “erst” 32 Grad an und somit herrschten noch nicht komplett unmenschliche Bedingungen. Gepaart mit dem Bewegungsdrang nach dem vielen Sitzen auf der Hinreise, ging es sich bei den Temperaturen zumindest im Schatten noch sehr angenehm. Ein wenig die Straße herunter fand ich zudem einen kleinen Laden, nach dem ich schon Ausschau gehalten hatten. Bewaffnet mit Banane, Sandwich und der ersten 1,5 Liter Wasserflasche des Tages ging es zurück auf die Straße. Erstmal die Sachen im Rucksack verstaut, gegessen werden darf ja bekanntlich erst am nächsten Motiv. Direkt neben dem Laden zeigte sich auf der anderen Straßenseite eine schöne Häuserfassade, sodass mit dem nur eine Minute später folgenden Pesa direkt das nächste Bild entstand. Danach ging es weiter die Straße herunter, bis nur wenige hundert Meter später eine große Kreuzung erreicht wurde. Dort kamen zu den vier Linien, an denen ich mich entlangbewegt hatte, noch die Linien 4, 5, 10 und 15 hinzu, wodurch wir hier insgesamt auf acht Linien kamen. Das war doch ein guter Platz um einfach mal zu gucken, was hier so kommen würde und sich dabei die dringend benötigte Verstärkung schmecken zu lassen.

Direkt neben dem angesprochenen Laden ergab sich eine schöne Kulisse auf der anderen Straßenseite. Mit dem passend auf der Linie 27 kommenden Pesa 2317 entstand daraus das zweite Bild des Tages. Dass ich hier eine Menge Glück mit einer Autolücke gehabt hatte, wurde mir erst zu einem späteren Zeitpunkt bewusst. Schon an dieser Stelle konnte ich feststellen, dass es beim Straßenbahnbetrieb von Sofia nicht unüblich war, dass sich die Haltestellen auf der Straße befinden. So verließ Pesa 2317 gerade die “Haltestelle” Pl Makedoniya.

Inzwischen war ich an der Kreuzung angekommen. Aus der entgegengesetzten Richtung näherte sich mit Wagen 3013 ein sehr farbenfroher Vertreter der T6A2-Baureihe. Bevor es für den Wagen als Linie 10 nach links um die Ecke weitergehen konnte, musste zunächst einige an Zeit vor der Kreuzung ausgeharrt werden. Denn in Sofia gibt es für die Straßenbahn keine eigenen Ampelphasen. Dadurch kann es dazu kommen, dass ein Wagen auch mal eine ganze Ampelphase vor der Weiterreise warten muss, wenn er zum falschen Zeitpunkt an der Kreuzung ankommt.

Nachdem ich mein Mittagessen an der Kreuzung beendet hatte, folgte ich weiter der Achse, mit der ich bereits von meiner Ausgangsstation zur Kreuzung gelangt war. Meine Beobachtung brachte an der Kreuzung vor allem eine Menge Pesas ein. Dazwischen zeigten sich aber auch immer wieder T6A2 auf den Linien 10 und 15 und sogar einen ersten Inekon konnte ich auf der Linie 6 beobachten. Wirklich weit kam ich nicht, bevor ich ein nächstes Mal meine Kamera zückte, um mit Pesa 2301 das erste Fahrzeug seiner Art als Linie 7 abzulichten. Im Hintergrund zeigten sich direkt noch zwei weitere Pesas, was den Fahrzeugeinsatz auf der Hauptachse ganz gut verdeutlichte.

Ich begab mich von meinem letzten Bild aus einmal links über die Straße. An dieser Stelle zweigte die Linie 10 aus, die auf der Hauptachse nur ein kurzes Stück von der letzten Kreuzung bis hier verkehrt. Nur ein paar Meter ab von der großen Straße kam das Stadtbild direkt etwas rustikaler daher. Kopfsteinpflaster prägen die Straße und auch die Schienen haben schon deutlich bessere Tage erlebt. So hatte selbst T6A2 3002 trotz seiner robusten Bauweise einige Mühe, halbwegs ruhig über die Schienen zu fahren. Hier erreichte der Wagen gerade die Station Pl. Vazrazhdane. Links im Bild stand ein Pesa auf dem nicht für den Linienverkehr gebrauchten Gleis. Der Grund dafür blieb mir unbekannt.

Weiter wollte ich der Linie 10 erstmal nicht folgen. Daher ging es zurück zur Hauptachse und dort bis zur nächsten Station weiter. Schon aus der Ferne hatte ich gesehen, dass es hier bereits die nächste Querachse der Straßenbahn gab. Auf dem Weg die Straße herunter kreuzte auch ein erstes T6A5-Doppel in der auffälligen Prager Lackierung die Straße, wodurch mit klar wurde, dass es sich bei der Querachse um die Regelspurstrecke handeln musste, die einmal quer durch die Stadt verläuft. Somit würde ich zumindest direkt zwei weitere neue Fahrzeugserien mit den auf den Regelspurlinien verkehrenden T6A5 und T6B5B ablichten können. Daher gab es in den nächsten Minuten einige Bilder zwischen der an der Kreuzung liegenden Station Bul. Hristo Botev und der auf den Regelspurlinien 20, 21 und 22 folgenden Station Zhenski pazar. Da die Linien kombiniert fast im 5-Minuten-Takt verkehrten, ging das Fotografieren in einer dichten Taktung von Statten.

Wirklich perfekt im Licht war die Ausfahrt aus der Baumallee zwar nicht mehr, da aber sowieso gerade wieder ein T6A5-Doppel bestehend aus 4179+4178 angerumpelt kam, zückte ich trotzdem die Kamera und konnte so ein erstes Bild der ex-Prager Fahrzeuge festhalten. Das Haus auf der rechten Seite hätte sicherlich auch noch ein schöneres Motiv abgegeben, wenn es nicht eingerüstet gewesen wäre. Aber man kann es sich ja nicht aussuchen.

Dafür passte bei Wagen 675 auf der meterspurigen Querachse alles. Der ex Baseler bediente die Linie 3 und hatte als solche soeben die Station UI. Pirotska erreicht. Wie so viele Stationen in Sofia, befand sich auch diese Station mit Einstieg auf der Straße. Dadurch kann man sich zumindest sicher sein, dass kein Auto hinter der Straßenbahn das Bild stört. Aber auch von der anderen Straßenseite konnte gerade mal kein Auto auf der viel befahrenden Straße ins Bild fahren, da die Ampel rot war und die nächste T6A5-Traktion über die Kreuzung schepperte. Ein wenig seltsam war der Anblick der Prager und Baseler Lackierung in Sofia vor allem in der Kombination schon. Kurz nach dem Bild setzte sich auch Wagen 675 laut klappernd in Bewegung. Für eine ruhige Geräuschkulisse sorgen die Einzelräder unter dem Mittelteil nicht gerade.

Nur ein paar Meter hatte ich mich die Achse der Regelspurstrecke herunterbewegt, da nahte schon der nächste Kurs heran. Dieses Mal war es die Linie 20, die hier von einem T6B5B-Doppel mit den Wagen 4106+4124 bedient wurde. Für mich als T6-Liebhaber kam ich mir in der letzten Stunde wie im Paradies vor. Bereits die dritte unterschiedliche T6 Bauart hatte sich nun in meinem Bild eingefunden. Mit ihrer deutlich breiteren Front und der passenden Lackierung wirken die T6B5B wie die großen Brüder der meterspurigen T6A2-Baureihe. 

Erneut nur ein paar Meter weiter drehte die Strecke etwas die Richtung. Dadurch war ich zumindest das nicht ganz optimale Seitenlicht los und die entgegenkommenden Kurse kamen im perfekten Licht angefahren. Das nächste T6A5-Doppel mit 4173+4172 auf der Linie 22 ließ auch nicht lange auf sich warten und so gelang mir ein Bild auf einem kleinen Kopfsteinpflasterplatz, auf der sich auch die Station Zhenski pazar befindet. Hinter mir waren noch letzte Beweise von der früheren Meterspurstrecke zu sehen. Die neue Regelspurtrasse knickt hinter mir nach rechts ab, während die Überreste der Meterspurgleise geradeaus weiter führten.

In der Station Zhenski pazar lichtete ich den nächsten Kurs der Linie 22 bestehend aus den Wagen 4182+4183 ab. Zwischendurch war keine Linie 20 gekommen, so ganz wechselseitig verkehrten die Linien also offenbar nicht. Wobei auch die Linien selbst nicht so ganz taktgenau fuhren. Verwunderlich war das bei den langen Wartezeiten an den Kreuzungen aber nicht. Zumindest Google-Maps hatte immer sehr genaue und zuverlässige Informationen, wann die nächsten Kurse kommen würden.

Ein Blick die Straße der Regelspurlinie in die andere Richtung hatte mir nicht so wirklich Hoffnung auf eine Sonnenlücke gebracht. Die Straße befand sich zwischen zwei sehr nah stehenden Häuserfassaden, die zudem auf beiden Seiten von dichten Baumalleen begleitet wurden. Auch der weitere Verlauf der Meterspurstrecke versprach bei einem kurzen Blick nicht unbedingt eine große Menge an Motiven. Somit blieb mir nur noch die andere Richtung der Regelspurlinie. Ein Blick auf Google-Maps zeigte mir in fünf Minuten den nächsten Kurs der Linie 20 an. Also ging es erstmal zurück in den Häuserschatten, wo auf die Bahn gewartet wurde. Erst als sich das Doppel um die Ecke schob, begab ich mich an die in der Sonne liegende Haltstelle. So wirklich lang sollte die Fahrt nicht andauern, denn nur eine Station später verließ ich die Bahn wieder. Kurz vor der Station hatte die Regelspurstrecke bereits die nächste Meterspurstrecke gequert, der ich mich im Folgenden annehmen wollte. Schon aus dem Fenster der Straßenbahn raus hatte ich eine schöne Moschee gesehen, die sich direkt neben der Straßenbahn befindet und somit ein passendes Motiv abgeben würde. Dort angekommen, stellte ich aber fest, dass sich die Moschee noch nicht ganz perfekt in der Sonne befand, das Bild hätte noch eine Stunde Zeit. Bei einem Blick auf die Karte entdeckte ich ein Stück weiter einen kleinen Schlenker der Straßenbahntrasse. Dort sollte eigentlich auch beim jetzigen Sonnenstand etwas gehen. Also erstmal hin gegangen und geguckt, was dort so möglich wäre.

Die Station Pl. SV. Nedelya befand sich im Gegensatz zur Moschee schon jetzt im perfekten Licht. Wieder einmal war es mit Wagen 2329 auf der Linie 27 ein Pesa, der in die Station einfuhr. Mit den beiden Linie 18 und 27 im 15/10-Minuten-Takt wurde auch diese Achse hauptsächlich von Pesas bedient. Dazu kam mit der halbstündig verkehrenden Linie 1 eine T6A2-Linie, während die im 20-Minuten-Takt verkehrende Linie 12 sowohl von ex-Baselern, als auch Inekons bedient wurde. 

Der folgende Kurs auf der Linie 12 brachte direkt einen ex-Baseler mit sich. Für den Wagen 664 hatte ich mich ein paar Meter nach vorne verschoben, um eine leicht andere Perspektive zu erhalten. Wie auf dem Bild schon zu erahnen ist, schwankte der Wagen durch seine Gelenke kontinuierlich auf und ab, was sicherlich am mäßig guten Gleisbau lag.

Nach dem Bild hatte ich mich ein wenig weiter die Strecke entlang bewegt. Nach dem Schlenker nach rechts, dreht sich die Strecke wieder ein Stück nach links, um somit insgesamt einen Halbkreis um die Kathedrale Sweta Nedelja (sicherlich der Grund für die umständliche Gleisführung) zu drehen. Danach ging es in der gleichen Lichtachse wie vor der Kathedrale weiter. Somit würde auf dem Gleisabschnitt nach Umrundung der Kathedrale noch immer nichts beim jetzigen Sonnenstand gehen. Blieb noch ein kleines Stück, auf dem sich die Straßenbahn direkt vor der Kathedrale bewegte. Dort bot sich ein kleiner Sonnenspot, gerade groß genug für einen T6A2. Bei einem Kurs alle halbe Stunde war die Chance da jetzt nicht so groß, gerade weil im Moment auch einige Wolken durchzogen. Versuchen wollte ich es aber trotzdem. Kurz bevor die nächste 1 kommen sollte, stellte sich noch ein Polizeiauto ein wenig ins Bild, was die ganze Situation zusätzlich erschwerte. Als dann noch das Licht ausging, als der T6A2 kam, war das Bild endgültig zerstört. Das wollte ich mir aber nicht bieten lassen, also nochmal eine halbe Stunde auf den nächsten Kurs gewartet. Inzwischen war die Temperatur ohnehin auf fast 38 Grad angestiegen, sodass sich mein Bewegungsdrang auf ein Minimum begrenzt hatte. Hier unter einem schattigen Baum zu stehen, war da noch das Angenehmste. Mit dem nächsten T6A2 funktionierte das Bild zumindest mit Streiflicht, da ich dieses Motiv in den nächsten Tagen aber noch besser umsetzen sollte, lasse ich es hier außen vor. Durch die lange Wartezeit war nun auch das Gleisstück hinter der Kathedrale ins Licht gerückt und so wollte ich dort mein Glück versuchen. Die nächsten 20 Minuten hatte sich jedoch erstmal eine Wolke vor die Sonne geschoben, sodass ich zumindest bei gefühlt zwei Grad weniger auf die Rückkehr der Sonne warten konnte. Nachdem immerhin hier ein Bild mit Kathedrale im Hintergrund gelang, ging es zurück zur Kreuzung mit der Regelspurlinie und der Moschee, die sich inzwischen im richtigen Licht befand.

Zumindest auf der Geraden hinter der Kathedrale funktionierte das Bild. Inzwischen war das Licht so weit herumgewandert, dass Pesa 2339 schön im Licht angefahren kam. So ganz perfekt war das auch noch nicht, da auch hier gerade ein Polizeiwagen parkte. Die nächsten Tage würden aber auch an dieser Stelle noch Besserung bringen.

Zurück an der Haltestelle Pl. SV. Nedelya hatte sich das Licht 1½ Stunden später so weit gedreht, dass die Hausfassade des Einkaufszentrums im Hintergrund ins Licht gerückt war. Zwar befand sich der Wagen selbst dafür nicht mehr im richtigen Licht, bei so einem hohen Sonnenstand war aber auch das verkraftbar. Die lange Wartezeit am letzten Motiv zeigte sich auch darin, dass Wagen 664 inzwischen einmal einen ganzen Umlauf geschafft hatte und sich erneut an dieser Station zeigte.

Auch die Banja-Baschi-Moschee befand sich inzwischen im richtigen Licht und das Motiv funktionierte direkt beim ersten Versuch mit Wagen 2344. Eigentlich wollte ich das Ganze von ein wenig weiter weg umsetzen, in der Zwischenzeit hatte sich aber eine Reihe von fünf Reisebussen auf der anderen Straßenseite aufgestellt, sodass ich den Ausschnitt etwas verkleinern musste. Zumindest hatte ich trotz der viel befahrenen Straße keine Probleme, das Bild ohne Autos vor der Straßenbahn umzusetzen. 

Direkt neben der Moschee und an der Ecke der Kreuzung von den Meterspurlinien und den Regelspurlinien erblickte ich noch eine nette Überraschung. Der Wagen war mit schon vorhin aufgefallen, inzwischen befand sich das Fahrzeug auch im richtigen Licht. Bei dem Wagen 83 handelt es sich um den zwischenzeitlich umnummerierten historischen Wagen 553. Das Fahrzeug wurde 1935 von Siemens gebaut und mit der Nummer 83 nach Sofia geliefert. Damit handelt es sich um ein originales Fahrzeug aus Sofia. Erst 2015 wurde der Wagen nach langem Verrotten auf dem Betriebshof komplett äußerlich restauriert, behielt aber zunächst die Nummer 553. 2024 folgte eine weitere äußere Veränderung, bei der der Wagen seine ursprüngliche Nummer 83 zurückbekam und einige kleine äußeren Veränderungen erfuhr. Ende 2024 wurde das Fahrzeug an seinen jetzigen Standort gebracht, wo er fortan als Touristeninformation dient.

Zurück zu den noch fahrenden Straßenbahnen. Für mein nächstes Bild ging es an die Regelspurlinie und ein Stück die Seitenstraße hinein. Rechts im Schatten lag die zentrale Markthalle, der ich mich ebenfalls die nächsten Tage nochmal widmen wollte. Jetzt kam hier erstmal das T6B5B-Doppel bestehend aus den Wagen 4121 und 4123 angefahren.

Auf der meterspurigen Achse gelang mir ein erstes Bild der Inekon-Baureihe mit Wagen 3405 an der Station Tsentralni Hali. Obwohl es sich bei den Fahrzeugen um die zweitneusten des Betriebs handelt, wirkte der Vertreter der Baureihe auch nicht so ganz modern. Mit lautem Geklapper und rumpeln kam der Wagen zum Stehen. Als Türen wurde die günstigste Variante der Bustüren verbaut und bis auf den Niederflureinstieg im Mittelteil konnte ich nicht wirklich einen Vorteil zu den noch massenhaft verkehrenden älteren Baureihen feststellen.

Auf der Regelspurstrecke folgte nur kurze Zeit später die nächste Linie 22, bedient vom Doppel 4170+4171.

Schon im Hintergrund im letzten Bild zu sehen, folgte direkt darauf die Linie 20 mit Wagen 4101 und 4105. Bei Wagen 4101 handelte es sich um das einzige Fahrzeug dieser Baureihe, was mir während meines Besuches begegnete, welches bereits eine digitale Anzeige verbaut hatte. Der Großteil der Fahrzeuge war mit Flip-Dot-Linienanzeigen ausgestattet, während einige Wagen sogar noch Beschilderungen mit Pappschildern hatten.

An dieser Kreuzung hatte ich zum jetzigen Sonnenstand alle Motive umgesetzt. Daher wollte ich mich nun einem anderen Teil des Netzes widmen. Bei meiner Recherche zum Fahrzeugeinsatz war mir schon im Vorhinein aufgefallen, dass die Linie 11 von Fahrzeugtypen bedient wurde, die im restlichen Netz nicht anzutreffen waren. Gerade der inzwischen letzte T6M-700 war für mich dabei von großem Interesse, da es nicht gesichert war, dass ich den Wagen in den fünf Tagen überhaupt zu Gesicht bekommen würde. Um die Chance dafür zumindest zu maximieren, wollte ich mich bereits heute einmal zur Linie 11 begeben, um zu gucken, ob ich den Wagen dort erwischen würde. Daher ging mein Blick auf den Netzplan, um den schnellstmöglichen Weg zur Linie 11 zu finden. Das Ergebnis war, dass es mit der Linie 27 von der Station Tsentralni Hali direkt bis zur Station Pl. Makedoniya gehen würde. Von dort aus konnte ich die Linie 10 nehmen und würde direkt bei der Linie 11 landen. Dass es mit der Linie 22 über die Regelspurstrecke wahrscheinlich schneller gegangen wäre, stellte ich erst im Nachhinein fest. Also in die nächste Linie 27 rein und bis zur Station Pl. Makedoniya gefahren. Dort stockte meine Reise erstmal kurz, da sich an und um die Station einige Motive auftaten, die beim aktuellen Lichtstand perfekt umzusetzen wären. Die nächste halbe Stunde verbrachte ich daher an der Station Pl. Makedoniya, bevor es mit der Linie 10 bis zur Station Metrostantsiya K. Velitchkov weiter ging, an der auch die Linie 11 verkehrte.

Pesa 2342 kam als Linie 5 gerade in die Station Pl. Makedoniya eingefahren. Hier befand sich die einzige Station im gesamte Netz, bei der zwar auf der Straße eingestiegen werden musste, dafür aber die Straße ein wenig erhöht wurde, sodass ein Niederflureinstieg möglich war. Passend dazu verkehrte hier mit der Linie 5 eine reine Pesa-Linie fast im 5-Minuten-Takt, weshalb auch das Angebot zu der Haltestelle passte. Die Linie 5 endet kurz hinter der Station in einer Blockumfahrung, sodass es sich bei der Station Pl. Makedoniya sozusagen um die erste richtige Haltestelle handelte.

Ein Stück weiter die Straße herunter bot sich ein weiterer Sonnenspot mit einem für Sofia eher untypisch modern wirkenden Haus daneben. Links neben dem Wagen befindet sich die bereits angesprochene Ausfahrt aus der Blockschleife der Linie 5. Für das Motiv musste ich auf einen T6A2 warten, der im Gegensatz zu den Pesas in die kurze Sonnenlücke passte. Obwohl hier mit den Linien 10 und 15 zwei T6A2-Linien im 10-Minuten-Takt verkehrten, war es ein Wagen der selten fahrenden Linie 1, der sich in meinem Bild präsentierte.

Und noch einmal das Haus, welches ein wenig von den dicht aneinander gepflanzten Bäumen verdeckt wurde. Darunter zeigte sich der Kopf eines Pesas, der als Linie 5 zur nächsten Runde aufbrach. Bei Wagen 2367 handelte es sich um das bislang letzte gelieferte Fahrzeug der neusten Fahrzeugserie Sofias.

Jetzt befand ich mich an der Station Metrostantsiya K. Velitchkov, zu der mich die Linie 10 gebracht hatte. Einige Stationen waren kurz zuvor im Halbschlaf an mir vorbeigezogen, inzwischen machte sich der wenige Schlaf doch bemerkbar. Hier verkehrten mit der Linie 3, 10, 11 und 22 direkt vier Linien, von denen die Linie 22 eine Regelspurlinie darstellte. Folglich handelte es sich bei diesem Abschnitt um das einzige im Netz betriebene Dreischienengleis. An der Station hatte Wagen 675 gerade den Fahrgastwechsel abgeschlossen.

Kurz darauf folgte der erste Kurs der Linie 11. Mit Wagen 509 handelte es sich dabei um eines der Fahrzeuge der T8M-500 F Baureihe, das mit einem “neuen” Kopf ausgestattet ist. Der Fahrzeugkopf stellte augenscheinlich auch das einzig Neue an den Fahrzeugen dar. Bei genauerem Hinsehen hielt an vielen Stellen nur der Lack das Fahrzeug zusammen und beim Bremsen an den Haltestellen war der Wagen dermaßen am Quietschen, das ich dringend zu einer Erneuerung der Bremsen raten würde. Laut klappernd ging es nach der Haltestelle über die Kreuzung.

Im Folgenden hatte ich mir zwei Ziele in den Kopf gesetzt. Zum einen wollte ich mich weiter an der Linie 11 aufhalten, um nach dem Wagen 701 Ausschau zu halten. Dafür war diese Stelle hier eigentlich perfekt, da es sich so ziemlich um die Mitte der Linie handelt, sodass Kurse aus beiden Richtungen neue Wagen mit sich brachten. Zum anderen hatte ich das Ziel einige weitere Aufnahmen an dem Dreischienengleis zu machen, da es sich dabei schon um einen eher ungewöhnlichen Anblick handelt. Dafür blieb mir im Prinzip nur eine Option. An dieser Kreuzung konnte ich das Ganze vergessen, hier war das Risiko durch die Masse an Autos einfach zu groß. In die eine Richtung zweigt die Linie 22 direkt nach der Station von den Meterspurlinien ab, daher fiel diese Richtung auch raus. Dementsprechend blieb nur die Möglichkeit, in der anderen Richtung dem Wagen 509 folgen. Mit dem nächsten Kurs der Linie 22 ging es also in Richtung ZH.K. Krasna Polyana. Sonderlich lang war der Abschnitt sowieso nicht, da die Linie 22 bereits fünf Stationen später an einem der großen Depots des Betriebes endete. Bei einem Blick aus dem Fenster sprangen mir bis zu diesem Depot aber auch keine Motive ins Auge. Die Strecke verlief zunächst in Straßenmitte in einer Plattenbausiedlung, bevor es in Seitenlage auf eigenem Bahnkörper an der Straße weiter ging. Dort bot sich aufgrund des Sonnenstandes nicht so richtig was an, sodass ich mich letztendlich an der Endstation der Linie 22 wieder fand.

Zumindest etwas Grün hat die Endschleife ZH.K. Krasna Polyana der Linie 22 zu bieten, wobei das Grün im Moment eher Braun war. Trotzdem war es schöner als alles, was sich mir vorher an dem Abschnitt geboten hatte. Die Schleife befand sich zwar zu einem kleinen Teil auf dem Depotgelände, beheimatet waren die Regelspurfahrzeuge hier aber ohnehin nicht, es handelte sich um eines der großen Meterspurdepots. Doppel 4161 und 4163 hat seine kurze Pause beendet und rückt zur Abfahrtshaltestelle vor.

Diese steile Umsetzung des Dreischienengleises war die einzige Möglichkeit, die sich mir hier bei aktuellem Sonnenstand bot. Durch diese Perspektive wurde zumindest deutlich, wie viel schmaler die Meterspurfahrzeuge im Verhältnis zum Regelspurgleis waren. Hier war es Wagen 503, der sich auf dem Meterspurgleis zeigte. 

Zum Vergleich nur eine Minute später das Regelspur-Doppel bestehend aus 4164 und 4166 an gleicher Stelle. Sofort wird der Unterschied in der Breite der Fahrzeuge deutlich. Direkt hinter mir befindet sich die Endstation der Linie 22. Einzig die meterspurige Linie 11 führt geradeaus weiter.

Weitere Möglichkeiten ergaben sich am Abschnitt des Dreischienengleises nicht. Ein wenig hielt ich mich noch an der Strecke der Linie 11 auf, um vielleicht doch mit etwas Glück dem Wagen 701 zu begegnen. Er sollte aber nicht mehr auftauchen. Vier Tage blieben mir ja noch, an denen der Wagen fahren könnte, also brach ich den ersten Versuch ab und es ging zurück in Richtung Innenstadt. Ich schwang mich in die nächste Linie 22 und fuhr bis zu dem Abschnitt zurück, an dem die Linie von den Meterspurlinien abzweigt. Der Streckenverlauf führte hier in einer Parallelstraße zu den Linien 3 und 10 in die Innenstadt. Geprägt wurde das Streckenbild vor allem durch eine Kopfsteinpflasterstraße und einer Menge grüner Bäume. Also eigentlich die perfekten Voraussetzungen für Bilder. Daher arbeitete ich mich an der dicht verkehrenden Linie zurück bis zur Kreuzung mit den Meterspurlinien an der Station Bul. Hristo Botev. Dabei sollten die letzten Bilder des Tages entstehen.

Das einzige Doppel der T6A5-Baureihe, welches mir mit Vollwerbung während meines Besuches begegnete, waren die Wagen 4142+4140. In einer genau von der Länge her passenden Lücke zeigte sich das Doppel fast direkt am Anfang der Straße. Wie einige Fahrer in Sofia, war auch der Fahrer dieses Doppels sehr erfreut über meine Anwesenheit und grüßte freundlich in die Kamera.

Ein Stück weiter kam nur fünf Minuten später bereits die nächste 22 angefahren. Im schönen Abendlicht wurde an der Station Ul. Dimitar Petkov der Fahrgastwechsel von Doppel 4149+4151 betrieben. Eine Aufnahme nach dem Losfahren wurden von Autos zugefahren, weshalb hier die etwas weiter entfernte Variante ausreichen musste.

Der letzte Sonnenspot des Streckenabschnitts bot sich mir kurz vor der Station Bul. Hristo Botev. T6A5-Doppel 4161+4163 passierte die Ausfahrt von der Schleife der Linie 20, die hier in einer Blockumfahrung endete. Danach ging das Licht erstmal aus, da sich eine große Wolke vor die Sonne schob.

Das letzte Bild des Tages entstand mit ein wenig Restlicht von T6B5B-Doppel 4106+4124. Zuvor hatte ich versucht, ein Bild mit dem links zu erahnenden Turm im Abendlicht umzusetzen. Die Wolken verhinderten in dieser Rechnung aber das Abendlicht. Daher wanderte dieses Motiv auf die Liste für die nächsten Tage. Für das letzte Bild kam aber zumindest ein wenig Licht zurück, sodass eine wunderschön warme Stimmung entstand.

Das sollte es mit dem ersten Tag in Sofia gewesen sein. Für die Abende stand bei mir zumindest ein wenig Kulturprogramm auf dem Zettel. Was ich mir dort als Ziele raus gesucht hatte, sollte ich aber auch noch in den nächsten Tagen umsetzen können. Zudem war ich nach dem langen Tag, der für mich schon um 2:15 Uhr begonnen hatte, stehend K.O, sodass ich mich erstmal zurück ins Hotel begab. Der Weg war denkbar einfach mit der Linie 27 zur Station Bul. Praga und von dort zu Fuß in die kleine Seitenstraße. Im Hotel checkte ich schnell ein, bevor es mit dem Koffer auf’s Zimmer ging. Dort erwartete mich eine freudige Überraschung, war doch die Klimaanlage bereits auf Hochtouren am Laufen, sodass ich in ein kühles Zimmer kam. Die 38 Grad direkt am ersten Tag hatten mich schon ordentlich umgehauen, da war so eine Abkühlung sehr willkommen.
Bevor ich mich mit dem Thema der Essensbeschaffung auseinander setzen wollte, ging es zunächst unter die Dusche. Danach fühlte ich mich direkt viel frischer. Da sich die große Fußgängerzone von Sofia nur zwei Querstraßen entfernt befand, befasste ich mich im Vorhinein nicht so richtig damit, was es so alles an Essensmöglichkeiten gab und ging einfach mal los. Letztendlich landete ich in einem Restaurant, wo ich mir ein großes Bier und Pizza bestellte. Danach ging es auf direktem Wege zurück ins Hotel. Es galt einiges an Schlaf nachzuholen. Wirklich alt wurde ich dementsprechend am Abend nicht mehr. Für morgen hatte ich mir zunächst das übersichtliche Netz der Regelspurlinien vorgenommen, bei dem ich auch auf die ex-Bonner treffen sollte. Zudem stand ein Ast des Meterspurnetzes auf dem Plan. Dazu gibt es aber mehr im nächsten Teil von “Zwischen 1009mm und Regelspur”.

2 thoughts on “Zwischen 1009mm und Regelspur I: Hinreise und erstes Anschwitzen in Sofia”

  1. Hallo Jonas,

    auch wenn ich nicht immer oder immer gleich jeden Beitrag kommentiere, so freue ich mich doch stets über Neues auf dem Blog.
    Wie auch Japan. Sofia zum Einschub ist aber auch nett. Offenbar sind die Leipziger(und die Hallenser sowieso) Tatras nun doch endgültig Geschichte, etwas schade, aber gut.
    Mich würde ja interessieren, ob es noch diese Briefkästen an den Straßenbahnwagen gibt und wenn ja, ob sie noch in Betrieb sind.

    1. Hallo Udo,

      ja auch die Leipziger sind inzwischen alle abgestellt. Dafür sind es einfach zu viele Prager geworden, die nach Sofia gelangt sind. Die Briefkästen habe ich an den Planwagen nicht mehr gesehen. Einzig an dem aufgestellten Museumswagen als Touristeninformation habe ich einen solchen noch gesehen. Nähere Informationen habe ich darüber allerdings auch nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert