Don’t Rush! Japans Straßenbahnen VIII: Hiroshima (Teil 3/4)

Tag 2 in Hiroshima. Wir schauen mal, was in der Frühspitze noch an interessanten Fahrzeugen unseren Weg kreuzt und anschließend geht es am Nachmittag erstmals an die Miyajima-Line hinaus.


Montag, 7. April 2025

Frühspitze – nicht schon wieder… Der Wecker klingelte noch vor sieben, denn wer die besonders scheuen Fahrzeuge in Japan erwischen möchte, der ist nicht selten gut beraten, sich gleich am frühen Morgen auf die Pirsch zu legen. Also raus aus den Betten und den Kilometer runter zur Hauptachse an der Haltestelle Hatchobori gelaufen. Auf die nächste 9 zu warten und eine Station mitzufahren, hätte sicher wieder länger gedauert. Wie erwartet stand das Licht ziemlich genau in der Gleisachse. Das ist das Problem in japanischen Innenstädten bei niedrigem Sonnenstand: Entweder genau in der Achse, oder im Schatten. Immerhin mit den kurzen Vierachser lässt sich dann aber meist an Abzweigen etwas machen. Aber was ist ein besserer Tagesbeginn? Richtig! Erstmal auf eine Brücke stellen und schauen. Vergleichsweise wenige Fußgängerbrücken finden sich hier an der Hauptachse zwischen den Haltestellen M5 und M10, genau genommen nur eine einzige unweit der M5 Kanayamacho. Auf der bezogen wir dann gleich mal Stellung.


Das Liniennetz der Straßenbahn Hiroshima. Die Haltestellen sind, wie in Japan üblich, auch durchnummeriert, hier mit einem Code aus Streckenbuchstabe und Haltestellennummer. Wir befinden uns aktuell an der Haltestelle M5 Kanayamacho. Wir starten heute an der Innenstadtachse zwischen M5 und M10, wechseln zum Depot Senda an der Haltestelle U7 und später auf die Miyajima-Line hinter der Haltestelle M19.


Der Einsatz der Combinos beschränkt sich zwar nicht auf die HVZ, dennoch sind die Fahrzeuge, mit April nurmehr drei verbliebenen Fahrzeugen, schon eher eine Rarität. 5011 hält an der Station Kanayamacho (M5) von der Hiroshima Station kommend.

So richtig viel schien irgendwie nicht los zu sein hier. Der übliche dichte Verkehr Richtung Bahnhof mit den üblichen Fahrzeugen. Als wir dann hinten aber was Interessantes am Dreieck abbiegen sahen, liefen wir mal nach dort zur Haltestelle Kamiya-cho-higashi (M9) vor. Bald kam dann auch ein erstes Schmankerl, der Achtachser 3101, der als Linie 0 ebenfalls abbog. Aber wie schon beschrieben eher schwierig hier in den tiefen Häuserschluchten am frühen Morgen.


Wagen 809 an der Haltestelle Kamiya-cho-higashi. Die erhabenen, handbepinselten Ziffern sind ein schönes Detail. An “modernen” Fahrzeugen aus den 80er- und 90er-Jahren bei uns eher eine Seltenheit.


Durch die Überdachung der Unterführung gesehen, biegt 3101 an der Haltestelle Kamiya-cho-higashi als Linie 0 Richtung Depot Senda ab.

Recht schnell wurde klar, dass viele Verstärker scheinbar als Linie 0 zum Depot Senda abbogen. Zumindest die großen Fahrzeuge, die von der Miyajima-Line kamen. Wir wechselten also auf die andere Seite der Kreuzung vor den Abzweig, um dort wenigstens halbwegs Chancen auf brauchbare Aufnahmen zu haben. Der auf der Straße ebenfalls angelaufene Berufsverkehr machte das Unterfangen nicht einfacher. Aber ein “Museumswagen” auf der Linie 7 und der zweite alte Achtachser 3103 gingen ganz gut durch. Wir folgten den 0ern dann mit dem nächsten Kurs, aber beide Achtachser kamen uns bereits wieder entgegen, als noch keine Chance auf ein anständiges Motiv bestand. Beide schienen auch lediglich diese eine Fahrt von der Miyajima-Line zur Haltestelle Hiroden-Honsha-Mae am Depot Senda und zurück zu bestreiten. Immerhin kannten wir das Spiel hier dann spätestens am Abend, denn am Nachmittag kamen die beiden Wagen zur HVZ nicht erneut raus. Mit dem gesammelten Wissen würden wir es morgen etwas taktischer angehen können. Am Depot Senda stand das Licht um diese Zeit auch schon optimal, sodass wir hier erstmal eine Dreiviertelstunde herumhingen und schauten, was so kam. Mit den Linien 1, 3 und 7 und den zahlreichen als 0 einrückenden Fahrzeugen kamen hier quasi im Sichtabstand die Bahnen perfekt für Fahrzeugaufnahmen daher gerollt und blieben meist auch kurz stehen, um eine Weiche zu stellen, oder zu warten bis die Haltestelle wieder frei war. Viele der Fahrzeugaufnahmen waren schon im ersten Teil zu Hiroshima zu sehen, an dieser Stelle halte ich es daher knapp.


Die Linie 7 bringt an der Haltestelle Kamiyacho-nishi den “Museumswagen” 762. 1950 gebaut, wurde der Wagen bereits 1965 aus Osaka übernommen.


Die Miyajima-Line brachte mit 3103 noch einen zweiten der drei alten Achtachser, ebenfalls als Linie 0 zur Haltestelle Hiroden-Honsha-Mae am Depot Senda.


Wir sind zum Depot Senda gewechselt. Mit wilder Gestik und bunten Flaggen wird der Einrücker 5106 sicher ins Depot geleitet. Typisch mal wieder, das nur eine einzige Anschlussgleis des Depots. Die unterkomplexe Gleisgeometrie sorgt wiedermal für einige Sägearbeit. Durch das Sägen und die Verzögerungen im Ablauf präsentierten sich die Einrücker oder auf diese wartende Linienwagen dafür immer wieder am perfekten Spot für Fahrzeugaufnahmen.


762 schien den Tag über auf Linie zu bleiben und kehrt auf der nächsten Runde auf der Linie 7 vom Hiroshima Port zurück Richtung Innenstadt.

Wir liefen die Ausfallachse anschließend auf der Suche nach einem Frühstück ein Stück zurück Richtung Innenstadt und nahmen dabei mit, was uns so entgegenkam. An der Ecke bei der Haltestelle Takanobashi gab’s sogar mal wieder eine Brücke zum hochklettern 😉


Wagen 1904 erreicht die Haltestelle Takanobashi als Linie 7 stadteinwärts.


Auf der anderen Seite der Haltestelle unterfährt Wagen 3804 auf der Linie 1 die Fußgängerbrücke, die einmal quer über die Kreuzung führt. Am linken Bildrand eine der vielen überdachten Einkaufsstraßen.

Auf die Brücke ging es natürlich mal rauf. Der Blick fällt über Wagen 1012 hinweg die lange Gerade hinunter in Richtung des Knotenpunkts Kamiyacho. 

Ein paar Meter die Straße hinunter ging es dann erstmal auf ein Frühstück in einen Bäcker hinein. Da gab es schon wieder allerlei Leckereien und den längst überfälligen, ersten Kaffee des Tages. Im Obergeschoss konnte man auch gemütlich sitzen, sodass wir uns nicht noch bis ins Hotel flüchten mussten oder irgendwo eine Bank suchen. Um auf adäquate Kleidung für den durchgehend sonnig angesagten Tag zu wechseln, ging es dann anschließend aber doch kurz ins Hotel zurück.


Ein schönes Detail sind die in den Haltestellenboden eingelassenen Steintafeln mit stilisierten, aber gut erkennbaren Fahrzeugtypen der Stadt.


Vor der Abfahrt geht der Kontrollblick des Schaffners aus dem Fenster. Mit einem Trigger gibt er ein kurzes Signal an den Fahrer durch und die Fahrt kann weitergehen.


An der Haltestelle Tatemachi konnte eindrüklich beobachtet werden, wie das Innenleben so eines erdbebensicheren Gebäudes hochgezogen wird. Davor hält als Linie 2 Wagen 3901 Richtung Hiroshima Station.


Unermüdlich cruisen die Toyota Comfort Taxis auch nach der Rush Hour weiter durch die Straßen.

Aus dem kurz zum Hotel wurde bei mir ein etwas länger, denn irgendwie fiel ich gerade in ein Loch. Zu oft hintereinander zu früh aufgestanden, zu viel erlebt in der nun schon knappen Woche. Irgendwann fällt man bei jeder längeren Reise mal in ein kleines Antriebsloch, das muss dann nicht einmal mit schlechtem Wetter zusammenhängen oder anderen äußeren Umständen. Ich gab dem kurz nach und blieb noch eine knappe halbe Stunde liegen. Wir würden uns im Laufe des Tages schon irgendwo wiederfinden, spätestens zum Abendessen.

Auch danach lief es nicht wirklich flüssig, denn als ich endlich mit der Linie 2 durch die Innenstadt durch war und an der Haltestelle Temmacho (M15) ausstieg, merkte ich doch recht schnell, dass es, obwohl inzwischen früher Nachmittag, doch recht kühl war durch den auffrischenden Wind. Das würde spätestens am späten Nachmittag unangenehm kalt werden. War eh gerade absolut hochlichtig, also nochmal zurück geeiert zum Hotel und eine Schicht mehr angezogen. Das waren wirklich mal maximal ineffiziente Stunden heute zwischen 10 und 14 Uhr. Egal, ein kleiner Durchhänger darf auch mal sein und das Licht wurde erst jetzt wieder schöner und versprach einen guten Nachmittag mit neuer Energie an der Miyajima-Line.


Kurzer Ausflug an die Linie 2 bei der Haltestelle Temmacho, bevor es noch einmal zurück zum Hotel ging. Der moderne Niederlfurer 5205 ist unterwegs Richtung Hiroshima Station


Um 180 Grad gedreht der Nachschuss auf die Brücke über den Tenma River zwischen den Haltestellen Temmacho und Koamicho.


Wenig später hält der Combino 5011 an der Haltestelle Temmacho Richtung Miyajimaguchi. Man beachte die Konditorei Heidelberg auf der rechten Seite. Warum auch ein Schweizerkreuz an der Wand hängt, blieb ungeklärt. Leider gab es drinnen nichts zum Hinsetzen, sonst hätte ich dem Laden sicher einen Besuch abgestattet. Aber was soll ich mit Gebäck, was ich dann auf der Straße nicht essen kann. Über der Konditorei noch eine Erkenntnis: Deppenapostroph können auch die Japaner – inzwischen ist der aber auch hochdudentlich legalisiert… Mit den Haarsalons ist das hier eh so eine Sache: Die tragen erstaunlich oft irgendwelche englischen und deutschen Fantasienamen.


Mal wieder auf dem Weg zum Hotel, schlender ich diesmal am ruhigen Flussufer entlang, anstatt den Hauptstraßen zu folgen.


Kleine Blumenrabatten und Parkanlagen finden sich an jeder Ecke. Hier besteht dann auch das Umfeld mal nicht aus tosenden Straßen. Sehr gemütlich!


Und dann gab es den nächsten Anlauf Richtung Miyajima-Line. Die eine Station mit der 9 sparte ich mir wieder und nahm stattdessen den Wagen 1006 an der unserem Hotel nächstgelegenen Haltestelle Jogakuin mae (W2) auf. Als zweiter Wagen war auf der Linie heute ein 1900er ex.Kyoto unterwegs, der gerade noch im Hintergrund entschwindet.

Der Plan an der Miyajima-Line heute: Brückenhopping. Diesmal aber auf umgekehrte Art. Also nicht selbst auf der Brücke stehend, sondern die Bahnen auf Brücken ablichtend. Dafür ist die Miyajima-Line prädestiniert, denn auf ihrem Weg nach Miyajimaguchi führt die Strecke immer parallel zur Küstenlinie und muss dabei unzählige größere und kleinere Flüsse aus dem bergigen Hinterland überqueren. Direkt ans Meer kommt die Strecke dann erst im hintersten Abschnitt, aber dorthin würde ich es heute wohl nicht mehr schaffen.

Die längste Brücke an der Miyajima-Line findet sich bei der Station Shudai-Kyoso-Chuko-Mae. Dort ausgestiegen, ging es über die parallele Straßen- und Fußgängerbrücke und auf einem kleinen Wall konnte man optimal stehen. Das Licht hingegen war nicht mehr optimal – doch bisschen viel getrödelt heute. Nach einer Aufnahme ging es daher direkt weiter und die Brücke wanderte aus anderer Perspektive auf den Zettel für morgen.


3901 überquert die große Brücke über den Yawata River und erreicht dahinter stadteinwärts die Haltestelle Shudai-Kyoso-Chuko-Mae. Daneben verläuft die San-yo Line der JR mit den Red-Wing Vorortzügen.

Am Rückweg noch kurz beim Seven-Eleven auf Getränke und paar Snacks vorbeigeschaut, dann ging es weiter zur nächsten Brücke, die mir auf den Karten vielversprechend erschien. Ziemlich genau zwischen den Stationen Miyauchi (M34) und JA Hiroshimabyoin-mae (M35). Daher lief es noch bisschen um die Blocks, über eine parallele Brücke und dann stand ich, wo ich hinwollte: Genau zwischen der Brücke der Miyajima-Line und jener der JR San-yo Line. Eine alte Dame machte ihren Nachmittagsspaziergang mit ihrem Rollator vom angrenzenden Wohngebiet entlang des Flusses und grüßte freundlich, ein paar Jungs fuhren mit ihren Fahrrädern umher, neben mir ein kleiner Gemüsegarten neben dem Flussdeich – das war schon fast idyllisches Vorstadtleben hier. Irgendwie gerade sehr angenehm hier einfach rumzuhängen, zu beobachten und paar Bahnen durchrauschen zu lassen, nach den letzten Tagen der Wanderungen durch Betonwüsten.


Die Vorstädte entlang der Miyajima-Line werden durchaus schon eine Spur gemütlicher als die sonst ewigen Betonwüsten.


Ich stehe genau zwischen den Strecken der Hiroden und der JR San-yo-Line. Auf ersterer kommt mit Wagen 3705 nach einigem Warten auch mal einer der älteren Achtachserserie durch.


Die JR San-yo Line dürfte mit ihren recht schnittigen Vorortzüge des Red Wings nicht weniger Menschen wegschaffen als die dafür dichter getakteten Bahnen der Miyajima-Line.


Die Miyajima-Line setzt jetzt aber auch merklich zur Nachmittagsspitze an mit Fahrtabständen teilweise deutlich unter fünf Minuten. Die drei noch einsatzfähigen Combinos gehen dabei fast etwas unter, mit 5011 klappte es aber wunderbar an der Brücke.


Einen Green Liner gab es mit 3951 auch noch von der Seite.


Und mit 3952 auch noch einmal frontal. Japanische Bahnbrücken sind aber einfach auch ziemlich genial. Wenn nicht gerade Trogbauwerke die Sicht versperren, gibt es nur selten störende Geländer, oft hängen selbst die Schwellen seitlich einfach in der Luft. Schön tiefen Sonnenstand dazu, dann geht an solchen Brücken eigentlich immer was und das bis fast zum Sonnenuntergang.

Für die nächste Brücke ging es dann wieder ein Stück zurück bis zur Station Rakurakuen (M30). Leider war die Sonne hier wieder genau in der Gleisachse, aber steil drauf mit den modernen weißen Fahrzeugen war es kein Problem.


Die Rückfahrt von Combino 5011 litt an der Brücke über den Okanoshimo River unweit der Haltestelle Rakurakuen (M30) leider etwas unter achsigem Sonnenstand.


Etwas steiler und mit dem Green Mover apex 5206 ging es aber gut, als dieser aus der Häuserwüste kurzzeitig auf die freie Sicht der Brücke hinausbrach.


Bevor ich an der Station Rakurakuen (M30) in die nächste Bahn einstieg, ergab sich noch ein Blick auf den alten Achtachser 3704. Abseits der Brücken ist die Strecke wie hier über weite Teile eher unfotogen. 


Viel besser war es auch an der nächsten Station Saeki-Kuyakusho-Mae (M29) nicht. Der genau passende Sonnenstand ließ mich aber einen Kurs überspringen für eine Aufnahme des entgegenkommenden 3905.


Der Nachschuss im Streiflicht zeigt noch den alten Hochbahnsteig als Überbleibsel des noch lang existierenden Mischbetriebes mit durchgehenden Kursen von der Straßenbahn und in Nishi-Hiroshima startenden Vorortzügen.

Mit Sonne war es jetzt gegen 18 Uhr schon fast wieder vorbei. Hinter dem Übergang auf die Straßenbahn bei Nishi-Hiroshima könnte sich aber noch eine letzte Chance bieten, denn dort wird auf einer großen Brücke ein breiter der vielen Flussarme überquert, die wenig später in die Bucht münden. Und wie es oft so ist: Am letzten Sonnenspot trifft man sich abends zuverlässig wieder. So standen wir dann ungeplant nebeneinander und lichteten an der Brückenrampe einen der Museumswagen im Plandienst ab, den Wagen 352 auf der Linie 3.


Die vielen Brücken lassen einen die Sonne gern maximal ausnutzen.


So klappte dann Wagen 352 noch im allerletzten Büchsenlicht auf der Linie 3 auf der Shinkoi-Bridge.

Mit Sonne waren wir also durch für heute. Wir liefen zur nächsten Haltestelle vor und fuhren dann zu den Einkaufsstraßen in der Innenstadt um uns dem Thema Essen zu widmen.


Auch wenn die Sonne weg ist, rollt die Linie 2 natürlich unermüdlich weiter. Green Liner 3951 kommt von der Hiroshima Station Richtung Miyajimaguchi und erreicht die Haltestelle Fukushimacho.

Das sieht doch vielversprechend aus: Wir sind im Zentrum an der Haltestelle Hondōri ausgestiegen und tauchen in das Labyrinth der überdachten Einkaufsgassen ein.


Die Ampelphasen sind gewohnt lang und durch die Einkaufsgassen beiderseits der Straße ist eingies los auf dem Überweg. Da bleibt genug Zeit, kurz stehenzubleiben und den Wagen 5207 zwischen schemenhaften Japanern aufzunehmen.

Heute dürfte es dann schon mal wieder was zum richtig Sattwerden sein, nach der Feinkost gestern Abend. Nach dem üblichen Schlendern durch die Shōtengai entschieden wir uns schließlich für einen Pasta-Laden. Eher ein Schnellrestaurant mit Bestellung via Tablet, aber das war genau wonach wir suchten. Die extragroße Portion Nudeln an cremiger Zitronensoße mit Lachs war genau das richtige. Die Brotbeilage in Selbstbedienung war dann eher nicht so der Burner, genau wie der Salat, aber man wurde auch so mehr als satt.

Heute gab es dann nach dem Essen nicht mehr viel Aktivität. Wir müssten für die beiden alten Achtachser morgen wohl oder übel noch einmal früh raus. Also schlenderten wir gemütlich zum Hotel zurück und erledigten noch den obligatorischen Besuch im FamilyMart für paar Getränke, Joghurt und Banane (natürlich einzeln in Plastik verpackt). Aus Spaß probierte ich dann nach der Dusche doch mal diesen Nachtmantel aus, der in den Hotels immer gestellt wird. Eindeutig japanische Größe 😀

Da ich heute so rumgetrödelt habe, steht für morgen noch umso mehr auf meinem Zettel für den dritten und letzten Tag in Hiroshima, denn am Abend soll es schon nach Matsuyama weitergehen.


Zum Abschluss des Tages noch ein weiteres typisches Japan-Detail: Die Toiletten mit allen erdenklichen Spülfunktionen. Was an diesem Panel noch fehlt, ist natürlich die Sitzheizung und die Musiktaste. Ersteres ließ sich aber direkt an der Toilette steuern, denn Sitzheizung ist nun wirklich Standardausrüstung eines japanischen WCs. Letzteres findet man vermehrt an öffentlichen Toilettenanlagen.

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