Heute hatte ich den ganzen Tag für die weitere Erkundung des Netzes von Thorn Zeit. Ich wollte mir das restliche unbekannte Netz angucken und hier und da noch einige schöne Aufnahmen der Altwagen umsetzen. Bei deutlich besserem Wetter ging es so ein wenig kreuz und quer durch Thorn. Am Abend stand dann die Weiterreise nach Graudenz an.
Dienstag, 19. August 2025: Abwechslungsreicher Verkehr in Thorn
Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen erfüllte mich heute schon mit deutlich mehr Motivation als noch am gestrigen Morgen. Weit und breit nur blauer Himmel strahlte mir entgegen und gepaart mit dem Wissen, dass hier auch in den Ferien die Konstal 805Na verkehrten, ging es schnell aus dem Hotel in Richtung Straßenbahn. Den Ast, an dem sich mein Hotel befand, hatte ich stadtauswärts schon gestern Nachmittag genug gewürdigt. Wirklich viel schöner würden die Bilder dort auch bei Sonne nicht werden können. Also ging es direkt in die andere Richtung los. Dafür begab ich mich zur Haltestelle Plac Św. Katarzyny, an der direkt die ersten Bilder des Tages entstanden. Hier fiel auch am Morgen schon das Licht auf die Strecke und so konnte ich die ersten schönen Bilder schießen. Danach ging es weiter zur Station Aleja Solidarności und der dahinterliegenden Station Odrodzenia, an der sich ebenfalls schon sonnige Stellen boten.
Auf dem Weg zur Haltestelle Plac Św. Katarzyny begegnete mir der bereits gestern herausgestochene Wagen 303 als erster Wagen für ein Bild. Gerade so reichte es bei diesem Bild, dass sich der Wagen hinter dem entgegenkommenden Pesa hervorgearbeitet hatte. Hier zeigte er sich neben der riesigen Kirche, die bereits gestern Abend im letzten Abendlicht zum Motiv geworden war.
Für den nächsten Kurs war ich bis zur Haltestelle selbst vorgerückt. Bei der Haltestelle Plac Św. Katarzyny handelt es sich um eine der ganz wenigen, wenn nicht die einzige Haltestelle, im Betrieb mit Ausstieg auf der Straße. Dadurch fällt nicht wirklich auf, dass sich der Wagen gerade an der Haltestelle befand. Pesa 319 hatte soeben den Fahrgasttransfer abgeschlossen und fuhr wieder aus der Station ab.
Auch an der Station Aleja Solidarności schafften es schon die ersten Sonnenstrahlen auf die Strecke. Gerade so lang genug war die Lücke zwischen den Schatten, um den fünfteiligen Pesa 321 darin unterzubringen.
An der dahinterliegenden Kreuzung mit der Station Odrodzenia war das Thema mit der Sonne schon deutlich einfacher. Da sich rund um den Platz herum nicht allzu hohe Häuser verteilten, war die gesamte Kreuzung bereits ins Licht getaucht. Der viel größere Störfaktor waren hier die Autos. Glücklicherweise hatte die Straßenbahn hier eine leicht nach vorne versetze Phase, sodass der Wagen gerade noch vor der Masse an Autos in mein Bild gefahren kam. So zeigte sich Pesa 304 vor einem zugegeben nicht übermäßig schönen Hintergrund.
Um 90 Grad nach rechts gedreht, überquerte Konstal 805NaND-Doppel 228+229 kurze Zeit später die Kreuzung über die quer verlaufenden Gleise. Das Doppel zeigte sich hier ungestört in der Morgensonne und war eins von den beiden bereits gestern verkehrenden Doppeln.
Bis jetzt hatte ich noch nichts neues vom Netz gesehen. Das wollte ich nun ändern. Ich guckte auf die Karte, welche Linienäste mir noch fehlten und glich das mit dem aktuellen Sonnenstand ab. Als Ergebnis ergab sich der Linienast nach Motoarena. Dort fuhren mit den Linien 2, 3 und 5 direkt drei Linien heraus und bei aktuellem Sonnenstand würden die Wagen von der Türseite im Licht sein. Das würde mir die Möglichkeit eröffnen schon zu Beginn des Tages die Fahrzeugbilder abzuhaken. Zudem war ich an diesem Ast bereits gestern Nachmittag von Bromberg aus nach Thorn hereingefahren und so wusste ich, dass an der Endstation Motoarena einige Hochflurwagen abgestellt waren. Auf den Linien 2 und 3 hatte ich auch gestern schon die ersten Konstal 805Na-Züge abgelichtet, sodass ich auch in Punkto Altwagenbilder an dem Linienast Erfolg haben könnte. Also machte ich mich mit dem nächsten Wagen auf den Weg den Ast entlang und arbeitete mich in der Folge mit einer Mischung aus zu Fuß gehen und Bahn fahren zunächst bis zur Station Reja vor. Wie erhofft befand sich die Strecke von der Türseite im Licht, sodass das Thema Fahrzeugbilder ganz gut abgearbeitet werden konnte.
An der Station Kraszewskiego hatte ich das erste Mal die Bahn verlassen, um ein Motiv umzusetzen. Die Straßenbahn verkehrte hier in Straßenmitte über einen Grünstreifen und im Hintergrund erhoben sich die typischen Plattenbauten. Zudem hielt sich der Autoverkehr auf der Straße am Morgen noch in Grenzen, sodass ein Bild kurz hinter der Station zumindest kein völlig hoffnungsloses Unterfangen war. So funktionierte auch direkt das erste Bild eines Hochflurzuges in Form von den Wagen 250+251.
Ich hatte mich dazu entschieden, den weiteren Streckenverlauf erstmal zu Fuß zu gehen. Etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen den Stationen Kraszewskiego und Sztuki Piękne befand sich ein Kreisel, den die Straßenbahn durchfuhr. Wirklich schön war die Umgebung hier zwar nicht, als nächster Wagen näherte sich jedoch ein Zweirichtungswagen. Da mir die Fahrzeuge bis jetzt noch nicht begegnet waren und ich nicht wusste, wie viele ich davon heute noch zu Gesicht bekommen sollte, schoss ich hier etwas notdürftig ein Bild von Wagen 317.
Ich hatte mich schon fast bis zur Station Sztuki Piękne vorgearbeitet. Neben der Station erhob sich ein ganz hübsches Haus, sodass ich hier den nächsten Altwagenzug abwarten wollte. Der erste Versuch scheiterte noch an davor fahrenden Autos, beim Doppel 221+222 funktionierte dann aber alles. Bei dem geführten Wagen 222 handelt es sich um einen von nur zwei geführten Wagen in Thorn, bei denen der Fahrerstand ausgebaut worden war und es sich somit im Prinzip um einen motorisierten Beiwagen handelte.
Die nächste Station von Sztuki Piękne nach Reja hatte ich mich wieder für die Bahn als Fortbewegungsmittel entschieden. Die Strecke zwischen den beiden Stationen sah auf den ersten Blick nicht sonderlich vielversprechend aus. Tatsächlich wurde die Umgebung erst um die Station Reja herum wieder etwas interessanter. Als ich den Wagen an der Station Reja verließ, sah ich bereits das nächste Konstal 805Na-Doppel auf die Station zufahren. Daher verschob ich mich schnell etwas hinter die Station und lichtete das Doppel 235+271 dort ab.
Bei einem Blick auf die Anzeigetafel an der Station fiel mir etwas Merkwürdiges ins Auge. Irgendwie verkehrte hier eine Linie 8, die es in meinem Linienplan gar nicht gab. Die Linie schien das eingleisige Stück zu bedienen, welches von der Station Reja aus südlich abging. In der Folge führt die Strecke über die Straße Szosa Bydgoska parallel zur eben erkundeten Strecke auf der Straße Broniewskiego in Richtung Innenstadt. An der zuvor gesehenen Station Sztuki Piękne kam das eingleisige Stück wieder zurück zur Hauptstrecke, während auf der Parallelstraße ab der Station Park Miejski die Strecke zweigleisig weiter in Richtung Innenstadt führte. Laut Linienplan sollte dieses gesamte Konstrukt durch die Linien 3, 5 und 7 bedient werden. Tatsächlich verkehrten die Linien 3 und 5 aber über die Straße Broniewskiego, während die Linie 7, wie gestern bereits festgestellt, gar nicht in Betrieb war. Ich war davon ausgegangen, dass das gesamte Stück baustellenbedingt eingestellt war. Offensichtlich schien die Strecke jedoch durch die Linie 8 bedient zu werden. Ich ging von der Station Reja aus also das eingleisige Stück ein wenig herunter bis zu dem Punkt, an dem die Strecke auf die Straße Szosa Bydgoska trifft. Dort wartete ich einfach mal ab, was da so als nächstes kommen würde. Danach orientierte ich mich erstmal zur Station Reja zurück und wollte das letzte Stück Strecke bis zur Station Motoarena erkunden. Bis zur Station Plac Skalskiego nahm ich die Bahn, von dort ging es zu Fuß bis zur Endstation. An der ein oder anderen Stelle entstand ein Bild, bevor ich die Endstation Motoarena erreichte und mich dort mit den abgestellten Wagen und dem Planverkehr beschäftigte. Wie es kalkuliert war, standen die abgestellten Wagen genau richtig im Licht, sodass ich zumindest die Wagen, die relativ frei standen, ganz gut ablichten konnte.
Der erste Wagen, der mir auf der neu geschaffenen Linie 8 begegnete, war der Zweirichtungswagen 315. Nicht nur die Türen auf der bahnsteigfernen Seite des Wagens verrieten, dass es sich hierbei um einen Zweirichtungswagen handelte. Auch die Lackierung unterschied sich von der Einrichtungsvariante. Während die Einrichtungswagen eine Lackierung erhalten haben, bei der das Blau sich bis zum Ende des Wagens durchzieht, geht das Blau bei den Zweirichtungswagen vor dem Ende des Wagens wieder in ein Gelb über. Zudem befinden sich die Nummern der Wagen an der Front in Wagenmitte, während die fünfteiligen Einrichtungswagen die Nummer rechts platziert haben.
Zu meiner Freude begegnete mir auf dem Weg zur Endstation auch ein 805Na-Doppel, dass gut gekennzeichnet als Fahrschule unterwegs war. Das sollte mir nur recht sein, so hatte ich unverhofft noch ein Altwagendoppel mehr, welches ich hier ablichten konnte. Ich hatte mich nahe der Station Plac Skalskiego auf einem Kreisel postiert und konnte so das Doppel kurz vor Erreichen des Kreisels festhalten. Der Fahrschüler des Doppel 225+226 grüßte mich in der Folge nett.
Die Umgebung der Strecke hatte sich kurz vor der Endstation Motoarena deutlich verändert. Während das Bild zuvor von Wohnhäusern geprägt war, machte sich hier inzwischen Industrielandschaft breit und die Strecke gab motivlich nicht mehr so viel her. Da ich mich aber ohnehin zu Fuß entlang der Strecke bewegte und Wagen 304 gerade passend kam, lief ich schnell zur Station Szosa Bydgoska herüber und lichtete den Wagen dort ab. Wie eben beschrieben, zieht sich das Blau der Lackierung bei diesem Wagen bis zu Ende durch.
Konstal 227 schien schon länger nicht mehr in Betrieb zu sein. Der Wagen stand ganz am Ende der Reihe an abgestellten Wagen und war bereits mit Graffiti zugeschmiert. Das Schild, welches vorne in der Fahrerkabine steckte und auf Probefahrten hinwies, schien auch nicht mehr ganz aktuell zu sein. Der Wagen war im Gegensatz zu den in Betrieb stehenden Fahrzeugen auch nicht mit einer digitalen Anzeige für die Zielanzeige ausgestattet worden und schien hier seinen letzten Ruheort gefunden zu haben.
Auch von den modernisierten Konstal 805NaND waren hier zwei Wagen abgestellt worden. Im Gegensatz zum Wagen 227 sahen die Fahrzeuge aber noch relativ fit aus und schienen hier einfach nur zu stehen, weil hier gerade Platz war. Auch der danebenstehende Wagen 257 machte noch einen relativ guten Eindruck.
Insgesamt waren hier zusammen mit den Wagen 244 und 252 sechs Wagen abgestellt, die auf weitere Aufgaben warteten und wahrscheinlich aufgrund der Ferien nicht eingesetzt wurden. Die Linie 7 wurde nach meinen Recherchen im Vorhinein durch Solo Konstal 805NaND oder 805Na bedient. Da die Linie im Moment nicht lief, lag es nahe, dass es sich bei den Fahrzeugen um die Wagen für diese Linie handelte, die nach dem Ende der Ferien wieder in den Einsatz gehen würden.
Auch für den Planverkehr war hier offensichtlich einiges an Platz gewesen. Schon für die Ankunftshaltestelle waren hier zwei Bahnsteige investiert worden, auch die Schleifendurchfahrt war zweigleisig und für die Abfahrtshaltestelle gab es ebenfalls zwei Bahnsteige. Wie bereits vorhin war es hier Wagen 315, der als Linie 8 durch die Schleife in die Abfahrtstation vorrückte und mich gleich befördern sollte.
Schon die gesamte Strecke von der Station Reja bis zur Endstation Motoarena hatte ich genauer drauf geschaut, was so auf der Linie 8 für Wagen unterwegs waren. Bei jedem einzelnen Wagen hatte es sich um einen Zweirichtungswagen gehandelt. Das erklärte zumindest schonmal das Rätsel von gestern, warum ich dort noch keinen der Zweirichtungswagen gesehen hatte. Diese schienen größtenteils die Linie 8 zu bedienen. Das war zudem ein klares Indiz dafür, dass die Linie 8 irgendwo spitz zu enden schien und es Zweirichtungswagen bedurfte, um die Linie zu bedienen. Die Linie 8 landete also direkt auch noch auf meinem Zettel für mein heutiges Programm. Erstmal wollte ich mich aber einem anderen Linienast widmen. Der Linienast zur Station Uniwersytet führte ein wenig im Zick Zack bis zur Endstation, sollte im Moment aber ganz gut im Licht sein. Daher wollte ich mich zunächst mit diesem Ast beschäftigten, bevor ich dem Rätsel der Linie 8 näher auf den Grund gehen würde. Also ging es erstmal wieder von der Endstation Motoarena weg. Dort hatte ich nun alles gesehen und die Endstation war wahrlich nicht so hübsch, als dass ich mich dort noch länger aufhalten wollte. Mit der Bahn ging zunächst zur Station Reja, an der ich noch ein Motiv von vorhin offen hatte. Danach ging es weiter zur Station Sztuki Piękne. Dort befand sich auch das Depot des Betriebes. Bei der Größe des Geländes wurde mir auch klar, warum so viele Wagen an den Endstationen abgestellt waren. So wirklich viel Platz schien dort nicht zu sein. Ich guckte mich ein wenig am Depot um und stieß dabei auf den “historischen” Wagen 100, der vor dem Depot abgestellt war. ich lichtete den Wagen ab und orientierte mich dann zurück zur Kreuzung an der Station Sztuki Piękne. Während ich mich mit dem Depot beschäftigt hatte, war das Doppel 221+222 in Richtung Motoarena durchgehuscht. Ich wollte das Doppel auf dem Rückweg festhalten, um vor allem ein Fahrzeugbild des geführten Wagens zu schießen und wartete daher an der Kreuzung auf die Rückkehr des Doppels, bevor ich mich meinem eigentlichen Ziel, dem Ast zur Endstation Uniwersytet annahm.
Nahe der Station Reja wurde bei den am Straßenrand stehenden Häusern zumindest versucht, die sonst sehr trist wirkenden Häuserfassaden ein wenig interessanter zu gestalten. Die durchaus schönen Bemalungen würdigte ich mit einem Bild von Wagen 314, der ebenfalls als Linie 8 verkehrte.
Der Wagen 100 stand zwar nicht so wirklich perfekt im Halbschatten vor dem Depot herum. Die Chance auf ein Bild bot sich mir aber gerade, deshalb fotografierte ich den Wagen auch im Halbschatten. Der Wagen 100 basiert ursprünglich auf einem Konstal 5N und wurde im Jahr 1993 in eigener Werkstatt in diesem Fantasieaussehen als Touristenattraktion wieder aufgebaut. zwischen 2007 und 2011 wurde der Wagen an verschiedenen Orten in der Stadt aufgestellt, bevor das Fahrzeug ab 2011 wieder auf der Straßenbahn als Touristenattraktion verkehrte. Es handelt sich um das einzige historische Fahrzeug des Betriebs und hat vom Aussehen wenig mit den ursprünglichen Fahrzeugen zu tun.
Die zweite eingleisige Strecke führte direkt am Depot vorbei zurück zur Hauptachse der Straßenbahn und wurde ebenfalls durch die Linie 8 bedient. Dadurch bot sich mir trotz des eigentlich unpassenden Sonnenstandes die Möglichkeit für ein Bild, welches ich hier mit einem Nachschuss von Zweirichtungswagen 314 umsetzte.
An der Kreuzung mit der Station Sztuki Piękne verkehrte auch die Linie 4, die hier in Form von Wagen 307 von dem Linienast kam, den ich gleich erkunden wollte. Die Linie wurde vollständig von den dreiteiligen Pesa’s bedient, die sich ebenfalls als etwas scheu herausstellten. Daher war ich froh, mit der Linie 4 eine sichere Anlaufstelle für die Wagen zu haben.
Für das zurückkommende Doppel 221+222 hatte ich mich ein wenig auf dem Ast nach Motoarena verschoben und konnte das Doppel so neben erstaunlich neu wirkenden Häusern festhalten. Die Schatten reichten schon fast auf die Strecke, sodass ich hier die letzte Chance genutzt hatte, noch ein Bild zu schießen, bevor die Strecke im Schatten versank. Auch mit den Autos war es bei dem Bild sehr eng geworden, es hatte aber alles gerade so noch gepasst.
Den Zug, auf den ich gewartet hatte, hatte ich nun abgelichtet. Also konnte ich mich jetzt meinem eigentlich vorgenommenen Ziel, dem Ast nach Uniwersytet annehmen. Der Ast wurde durch die Linien 1 und 4 bedient und war somit mit einem knappen 15-Minuten-Takt relativ gut angebunden. Während die Linie 4 ausschließlich von den dreiteiligen Pesa’s bedient wurde, teilten sich die Kurse der Linie 1 sowohl fünfteilige Pesa’s, als auch die Altwagenzüge. Somit bestand eine gewisse Chance auf weitere Altwagenbilder an dem Ast. Auch wenn der Ast nicht sonderlich lang war, hatte er bis zur Endstation einiges zu bieten und so entstanden gleich an fünf verschiedenen Stellen in der nächsten Stunde einige Bilder.
An der ersten Stelle, an der ich mich für ein Bild aufgestellt hatte, kam erneut Wagen 303 vor die Linse gefahren. Gerade so reichte die Lücke zwischen zwei von hinten kommenden Autos, um den Wagen im Motiv unterzubringen.
Nur wenige Meter weiter ergab sich für den darauffolgenden Kurs der Linie 4 ein nächstes Motiv. Neben einem offiziell wirkenden Haus zeigte sich Pesa 308 kurz nach Verlassen der Haltestelle Fałata.
An der Endstation Uniwersytet war in jedem Fall Platz für mehr als Wagen 310, der hier gerade als Linie 4 in der Station stand. Die Endstation war an der Ankunftsstation zweigleisig ausgebaut und hatte die Abfahrtstation erst auf der anderen Seite. Das hatte auch ich zunächst nicht gesehen und war fälschlicherweise schon an der Ankunftsstation in den Wagen eingestiegen. Darauf wurde ich vom Fahrer freundlich hingewiesen und in der Folge ergab sich ein kurzes Gespräch. Außerhalb der Ferien ist die Endstation mit drei häufiger verkehrenden Linien von der Größe sicherlich angemessen.
Erfreulicherweise begegnete mir kurz darauf erneut die Fahrschule, die nun die Strecke zu dieser Endstation heraus gefahren war. Dies würde mir einiges an Zeit sparen, da ich so das Motiv, welches eigentlich für Wagen 310 vorgesehen war, schon mit dem Konstalzug 225+226 umsetzen konnte und in der Folge mit Wagen 310 direkt weiterfahren konnte.
Die folgende Fahrt mit Pesa 310 beendete ich bereits an der Station Akamdemiki wieder. Schon auf der Hinfahrt hatte ich hier ein einen kleinen Grünstreifen ausgemacht, auf dem die Straßenbahn verkehrte. Diesen wollte ich mir nicht entgehen lassen und hier noch ein Bild umsetzen. Daher setzte ich nach Verlassen des Wagens zu einem kurzen Sprint an, um den Wagen nach der Haltestelle noch zu erwischen. Der Fahrer, mit dem ich eben noch gesprochen hatte, wartete sogar extra, bis ich mich an meinem Motiv eingefunden hatte und grüßte bei meinem Bild nett in die Kamera.
Auf dem Rückweg hatte ich mich noch einmal zwischen den Stationen Fałata und Sztuki Piękne eingefunden. Während der Rückfahrt war mir ein weiterer 805Na-Zug entgegengekommen, den ich auf seinem Rückweg von der Endstation noch einmal festhalten wollte. Bis zuletzt blieb es bei diesem Bild spannend, ob es noch für Sonne reichen würde, denn eine kleine Wolke war gefährlich nah an die Sonne herangezogen. Doppel 250+251 strahlte jedoch noch in der Sonne und erst wenige Sekunden später ging das Licht aus.
Den Ast der Linien 1 und 4 hatte ich nun intensiv dargestellt und erkundet. Als nächstes stand die Linie 8 auf dem Programm. Noch immer war mir nicht so ganz klar, wie die Linie überhaupt verkehrte. Teilweise hatte ich ja schon herausgefunden, dass die Linie an der Station Reja das eingleisige Stück nach Süden auf die Parallelstrecke abknickte und an der Station Sztuki Piękne über ein eingleisiges Stück wieder zurückkehrte. Nach meinen Vorstellungen musste dafür jedoch nur ein großer Kreis gefahren werden, was den konsequenten Einsatz von den Zweirichtungswagen auf der Linie nicht so wirklich erklärte. Da ich mich gerade an der Station Sztuki Piękne befand und ich nicht einmal ganz außen herum fahren wollte, um zur Station Park Miejski zu gelangen, musste ich mich dort zwangsläufig zu Fuß hinbewegen. An dieser Haltestelle würde sich das Rätsel um die Linie 8 klären. Denn wenn es dort keine direkte Verbindung zum Abknicken in Richtung der Station Sztuki Piękne geben würde, dann müssten die Wagen zwangsläufig weiter in Richtung Innenstadt verkehren, um dort über einen Gleiswechsel auf das andere Fahrtrichtungsgleis zu gelangen und wieder zurückfahren zu können. Also ging es einmal zu Fuß die Straße herunter. Dabei versuchte ich die aktuelle Betriebssituation in Form von Nachschüssen der relativ dicht verkehrenden Zweirichtungswagen festzuhalten. Das funktionierte jedoch nicht wirklich, da die Straße zum einen relativ schmal war und zum anderen die Sonne bei den Bildern gerade etwas schwächelte. An der Station angekommen, bestätigte sich das angedeutete Szenario. Es bestand zwar eine direkte Verbindung von der Station Park Miejski zur Station Sztuki Piękne, jedoch fuhren die von Westen kommenden Bahnen zunächst trotzdem weiter in Richtung der Station Konopnickiej. Ich wartete auf die nächste Bahn und folgte dem Streckenverlauf. Bis zur Station Ogród Zoobotaniczny gab die Strecke gar nichts her, da sie im Schatten einer Baumallee verlief. Ab der Station schwenkte die Strecke in die Mitte einer Straße, bevor bereits eine Station später das baustellenbedingte Ende der Strecke erreicht war. Zwischen den Stationen Konopnickiej und Ogród Zoobotaniczny hatte ich bereits das Vergnügen gehabt, mit dem Wagen über eine Kletterweiche zu fahren. Bis dorthin fuhren die Wagen von der Endstation kommend also im Gegenverkehr, was es gleichzeitig nur einem Wagen erlaubte, das letzte Stück bis zur Endstation zu befahren. An dem kleinen Stück in Straßenmitte entstanden in der Folge zwei Bilder. Danach ging es relativ schnell zurück in die Innenstadt. Bei der Erkundung des letzten Streckenastes war mir irgendwas ins Auge gekommen, sodass mein Auge seitdem extrem tränte und brannte. Dadurch waren bereits die letzten Bilder mehr nach Gefühl entstanden, da ich nicht mehr viel sah. so würde ich den Tag in jedem Fall nicht weiter bestreiten können und daher wollte ich mir in der Innenstadt in einer Apotheke Augentropfen kaufen, in der Hoffnung, dadurch würde es besser werden. Mehr schlecht als recht versuchte ich der Frau in der Apotheke mein Problem zu erklären, zumindest ihre Kollegin verstand aber mein Problem und so halfen die Augentropfen in der Folge zum Glück sehr gut. Zwei Stunden nachdem ich die Augentropfen genommen hatte, ging es dem Auge schon wieder deutlich besser und ich konnte den Tag fortsetzen. In der Zwischenzeit waren noch einige Bilder in der Innenstadt entstanden.
Beim ersten Bild an diesem Abschnitt tat sich die Sonne etwas schwer in voller Stärke im Bild aufzutauchen. Letztendlich wurde Wagen 313 nur leicht von der Sonne angeschienen. Im Hintergrund war auf dem Grünstreifen eine behelfsmäßige Holzkonstruktion zu erkennen. Dort befand sich die baustellenbedingte Endhaltestelle. Die eigentliche Haltestelle Plac Rapackiego befand sich erst nach der folgenden Straßenkreuzung um die Ecke herum. Aus diesem Grund kam mir der Wagen hier auch auf der falschen Seite der Strecke entgegengefahren.
Für das nächste Bild war die Sonne wieder vollständig zurückgekehrt. Auch in diesem Bild fuhr Pesa 314 auf der falschen Seite der Strecke. Der nächste Kurs war bereits an der Kletterweiche angekommen und wartete nun darauf, dass Wagen 314 die Strecke frei gab. So wurde die Haltestelle Ogród Zoobotaniczny auch für beide Richtungen nur an einem Bahnsteig bedient, was bei einigen Fahrgästen zunächst für Verwirrung sorgte.
Zurück in der Innenstadt war die Sonne auf dem Stück zwischen den Stationen Odrodzenia und Aleja Solidarności auf die andere Seite der Strecke gewandert. An der Ecke des hinter dem Pesa 320 stehenden Hauses befand sich die angesprochene Apotheke, die ich in der Folge aufsuchte. Trotz der vielen Wolken am Himmel funktionierten heute erstaunlich viele Bilder mit Sonne.
Das Motiv mit der Kościół św. Katarzyny an der Station Plac Św. Katarzyny wollte ich unbedingt noch umsetzen. Inzwischen war das Licht für ein Bild von dieser Seite aber schon ein wenig zu weit herumgewandert. Auch von der anderen Seite war das Motiv noch nicht im Licht. Da ich nicht wusste, ob ich am Abend nochmal die Möglichkeit hätte, hier ein Bild zu schießen, entschied ich mich das Bild hier trotzdem umzusetzen. Dies gelang nach einigen gescheiterten Versuchen mit dem Konstal 805Na-Zug 221+222.
Auch das Bild mit der schönen Häuserfront nahe der Kirche funktionierte heute in der Sonne. Nachdem ich dieses bereits gestern Abend ohne Sonne umgesetzt hatte, nutzte ich heute die Chance mit mehr Licht. Gerade so gelang mir die Aufnahme von Pesa 320 in der Sonne, bevor der Schatten von der anderen Seite ins Bild gezogen kam.
Da es meinem Auge nun wieder etwas besser ging, wollte ich den letzten unbekannten Ast des Netzes erkunden. Es war jetzt 15 Uhr und somit würde ich noch genügend Zeit haben, mich sowohl diesem Ast anzunehmen, als auch in der Folge einige letzte Abendmotive in der Innenstadt umzusetzen. Der Ast nach Heweliusza war relativ lang, weshalb ich einiges an Zeit einplante, um die Strecke zu erkunden. Mit der nächsten Bahn ging es also erstmal los. Die Strecke wurde durch die Linien 3 und 6 bedient und hatte somit auch einen angenehm dichten Takt zu bieten. Nach den ersten Stationen fragte ich mich jedoch, ob ich so einen dichten Takt überhaupt brauchte. So wirklich viel hatte die Linie nämlich nicht zu bieten. An der Station Elektryczna verließ ich die Bahn ein erstes Mal. Weniger weil mich die Umgebung aus dem Sitz riss, als mehr weil ich wusste, dass als nächstes ein 805Na-Doppel von der Endstation zurückkommen würde, welches ich festhalten wollte. In der Folge bewegte ich mich eine Station zu Fuß weiter zur Station Wiśniowieckiego, um dort zumindest den Charakter der Linie in einem Bild festzuhalten. Wirklich mehr Ehre wollte ich der Strecke auch nicht geben, weshalb ich bis zur Endstation fuhr, das typische Endstationsbild schoss und mich dann zurück in Richtung Innenstadt bewegte. Auf dem Rückweg kamen mir gleich zwei der drei 805NaND-Doppel entgegen, was mich nochmal zum Aussteigen an der Station Wybickiego bewegte. Ich hatte noch immer kein wirkliches Fahrzeugbild der Wagen, da wie schon erwähnt nur wenige Doppel davon unterwegs waren. Daher versuchte ich mein Glück mit einem Bild an der Station, bevor ich einstieg und zurück in die Innenstadt zur Station Aleja Solidarności fuhr.
So wirklich spektakulär war die Umgebung an der Station Elektryczna nicht. Auch die Sonne tat sich etwas schwer für das Bild heraus zu kommen, aber zumindest gelang mir ein weiteres Bild mit Altwagen hier in Form von Doppel 262+263.
Dieses Bild beschreibt den Charakter der Strecke relativ gut. Bei der Strecke handelte es sich augenscheinlich um eine Neubaustrecke. Die Gleise verliefen hier in der Straßenmitte auf einem breiten Streifen, der von relativ hohem Unkraut, einem Wald aus Laternenmasten und zeitweise Zäunen geprägt war. Auch die Bebauung rund um die Strecke war hoch modern und rundete den Eindruck der völlig unfotogenen Strecke perfekt ab. In der Form wie hier rund um Wagen 301 führte die Strecke von der Station Wiśniowieckiego bis zur Endstation weiter.
Auch die Endstation Heweliusza selbst war kein wirkliches Highlight. Zumindest gelang mir hier mit etwas Tüfteln ein Bild des an der Endstation wartenden Wagens 319 ohne dabei ein Mast im Bild zu haben. Aber auch hier wurde das Bild von Zäunen und modernen Häusern im Hintergrund geprägt.
Der nachfolgende Wagen hatte den Wagen 319 überholt und mich bis zur Station Wybickiego gebracht. Hier hatte ich eigentlich auf eines der zwei 805NaND-Doppel gewartet. Das erste der beiden Doppel war jedoch im Schatten versunken, sodass ich den bereits an der Endstation abgelichteten Pesa 319 an genau derselben Stelle wie bereits zuvor das Doppel in der Sonne ablichtete.
Mit Wagen 288 gelang mir an der Station Wybickiego ein akzeptables Fahrzeugbild, sodass ich auch dieses Thema nun endgültig abgearbeitet hatte. Mit dem Doppel 228+229 war es nun bis zur Station Aleja Solidarności gegangen, an der ich noch ein Bild in der Station umsetzte, bevor sich unsere Wege trennten.
Da ich nun das gesamte Netz einmal erkundet hatte, hatte ich die restlichen Stunden von 17 Uhr bis zum Sonnenuntergang Zeit, um mich nochmal intensiver mit einigen Stellen im Netz auseinander zu setzen, die ich bisher noch nicht erkundet hatte. Eigentlich wollte ich mich aber nicht mehr allzu weit aus der Innenstadt entfernen, da das nur unnötig Zeit fressen würde. Also guckte ich mich in der Nähe der Innenstadt nach Motiven um, die ich noch auf dem Zettel hatte. An der Station Świętopełka hatte ich von gestern noch ein Motiv offen, welches dort nicht so richtig in der Sonne funktioniert hatte. Zudem würde sich dahinter auf einem etwas längerem Rasenstück noch ein Motiv ergeben, für das die Sonne nun gerade so weit genug herumgewandert war. Danach wollte ich mich zur großen Kreuzung an der Station Odrodzenia zurückbegeben, da sich dort bei jetzigem Sonnenstand neue Motive ergeben hatten. Nachdem ich dort alle angestrebten Motive erfolgreich umgesetzt hatte, wollte ich langsam aber sicher die Reise nach Graudenz antreten. Dort würde ich auch nochmal eine Stunde hin brauchen und wollte auch nicht zu spät ankommen. Also machte ich mich von meinem letzten Motiv an der Station Osiedle Młodych mit der Bahn in Richtung Hotel auf. Auf der Fahrt sprangen mir jedoch noch einige letzte sonnige Stellen ins Auge, die ich umsetzen wollte, bevor es nach Graudenz gehen sollte. Daher verließ ich die Bahn wie geplant an der Station Plac Św. Katarzyny, orientierte mich allerdings in die entgegengesetzte Richtung vom Hotel und setzte ein weiteres Bild mit der Kościół św. Katarzyny um. Danach ging es zu Fuß zu den Stationen Wały gen. Sikorskiego und Dworzec Miasto an denen mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages die abschließenden Bilder von Thorn entstanden.
Gestern Nachmittag war die Sonne bei diesem Motiv kurz vorher verschwunden, sodass mir hier nur ein Bild im Schatten gelungen war. Heute sah das schon deutlich besser aus. Da ich ein paar Minuten später als gestern am Motiv war, war zwar schon der Hausschatten ein wenig auf die Strecke gezogen, dafür erstrahlten große Teile des Wagens 310 in der Sonne. In diesem Fall war es durchaus von Vorteil einen kurzen Pesa erwischt zu haben, der nicht noch weiter in den Schatten des Hauses geraten war. Dieser Kurs war ohnehin der letzte mögliche für dieses Bild gewesen, nur Minuten später hatte der Hausschatten die komplette Strecke erreicht.
Die Sonne stand auf der nachfolgenden Achse kurz vor der Station Świętopełka zwar nicht ganz optimal, viel weiter herum wandern würde das Licht heute aber ohnehin nicht mehr. Daher begnügte ich mich mit ganz leichtem Licht auf der Seite von Pesa 306 und lichtete den Wagen auf der Grünfläche ab. Eigentlich hatte ich mir hier noch einen Altwagen erhofft, nach einigen Kursen, die durchgezogen waren, hatte ich das Projekt an diesem Motiv jedoch aufgegeben.
Auch auf der Kreuzung an der Station Odrodzenia war am Abend noch jede Menge Licht zu finden. Passend dazu kam auf der Linie 5 das Konstal 805Na-Doppel 221+222 um die Ecke gefahren. Hier war nochmal schön zu erkennen, dass der geführte Wagen 222 keinen Fahrerstand mehr eingebaut hatte und bis zur Frontscheibe für die Fahrgäste zugänglich war.
Zehn Minuten später sah die Situation mit dem Licht schon ganz anders aus. Die Kurve, in der ich eben noch ein Bild geschossen hatte, war inzwischen größtenteils im Schatten versunken. Dafür war das Fahrtrichtungsgleis der Linie 2 noch schön im Licht und dort zeigte sich das Doppel 235+271 bei der Überquerung der Kreuzung.
Das Licht wurde nun von Minute zu Minute wärmer. Schon eben an der Kreuzung hatte ich gesehen, dass eines der Konstal 805NaND-Doppel den Ast nach Heweliusza heraus gefahren war. Dementsprechend würde dieses Doppel auch irgendwann zurückkommen. Daher hatte ich mich nochmal etwas entlang der Strecke verschoben, um ein letztes Bild dieses Doppels schießen zu können. Nun befand ich mich kurz vor der Station Osiedle Młodych, an der ich das Bild von Doppel 213+214 umsetzte.
Genau die passende Länge hatte die Lücke zwischen zwei Häuserschatten an der Station Plac Św. Katarzyny. So konnte ich den Pesa 321 mit seiner kompletten Länge in der Lücke unterbringen und ein wundervolles Bild mit der großen Kościół św. Katarzyny im Hintergrund ablichten.
Auch an der Station Wały gen. Sikorskiego hatte ich noch einen kleinen Sonnenspot entdeckt und dabei vor allem im Hintergrund eine weitere im Abendlicht leuchtende Kirche ausgemacht. An der Station angekommen, stellte sich die Lücke als etwas kürzer als geplant heraus. Ich hoffte einfach auf einen dreiteiligen Pesa, welcher noch gerade so in die Sonnenlücke gepasst hätte. Tatsächlich war es am Ende ein fünfteiliger Pesa in Form von Wagen 305, der sich in meinem Bild präsentierte. Trotzdem entstand ein schönes Bild, wenn auch mit einem nicht ganz ausgeleuchteten Wagen.
Das letzte Bild des Tages und gleichzeitig des Betriebes entstand noch einmal an der Häuserfront zwischen den Stationen Dworzec Miasto und Plac Św. Katarzyny. Erneut passte die Lücke genau für Wagen 320, sodass ich ein letztes Mal die Kamera zückte und ein Bild schoss.
Nach diesem letzten Bild ging es den kurzen Weg zum Hotel rüber, wo ich nur noch in mein Auto einsteigen musste und losfahren konnte. Die Fahrt nach Graudenz gestaltete sich als sehr angenehm, da die Autobahn um diese Uhrzeit einfach extrem leer war. So stellte ich den Tempomaten auf 140 km/h und ließ mich über die Autobahn gleiten. Währenddessen konnte ich den Sonnenuntergang genießen, der sich am heutigen Abend als besonders schön herausstellte. Pünktlich kam ich so um 20 Uhr in Graudenz an. Hier hatte ich das erste Mal auf dieser Reise ein Apartment gebucht, sodass der Prozess des Eincheckens etwas anders lief als sonst. Über booking.com hatte ich bereits im Vorhinein einen Code bekommen, um in durch Eingangstür des Hauses hinein zu kommen. Dann musste ich erstmal zu meinem Apartment vordringen, vor dessen Tür sich ein Schlüsselkasten befand. Mit dem passenden Code öffnete sich auch dieser Schlüsselkasten. Am Schlüssel befand sich eine Fernsteuerung für das Tor vor dem Parkplatz des Hauses, sodass ich mein Auto von dem nicht ganz legal gewählten Parkplatz auf das abgezäunte Gelände des Hauses umparken konnte. Danach brachte ich noch schnell die Sachen ins Apartment und holte mir im Zabka um die Ecke mein Abendbrot. Das Apartment gestaltete sich als sehr geräumig und hatte sogar einen Balkon zu bieten, von dem ich auf die Straßenbahn heruntergucken konnte, die direkt am Haus vorbeiführte. So entstand bereits heute ein erstes Bild der Graudenzer Straßenbahn. Weitere Bilder aus Graudenz folgen dann im nächsten Teil von “Rundreise durch Nordpolen”.
Ein erstes Bild in Graudenz entstand am Abend von meinem Balkon herunter. Doppel 89+90 zeigte sich an der Station Legionów-Biblioteka.
