Auf dem heutigen Programm stand der neueste aller Betriebe meiner Reise mit Alleinstein. Mit zwei Fahrzeugtypen und zwei langen Linienästen war auch dieser Betrieb eher übersichtlich und sollte so innerhalb eines Tages von mir ganz gut dargestellt werden können. Nachdem das Wetter gestern eher durchwachsen gewesen war, würde es heute wieder konstant Sonne geben, während ich mich durch das Netz bewegte.
Donnerstag, 21. August 2025: Mit jeder Menge Sonne entlang des Neubaubetriebs von Allenstein
Der Betrieb von Allenstein wurde erst im Jahr 2015 eröffnet und hatte damals nur einen ernsthaften Linienast zu bieten. Dieser wurde durch die erste Charge Niederflurwagen, die Wagen 3000 bis 3014 von Solaris, bedient. Ende 2023 wurde dann ein weiterer nochmal fast gleich langer Linienast eröffnet, der die Beschaffung neuer Fahrzeuge notwendig machte. Dementsprechend folgte bereits ab 2020 die zweite Niederflurserie des Betriebs vom türkischen Hersteller Durmazlar mit den Nummern 3015 bis 3026. Ein festes Einsatzgebiet gibt es für beide Fahrzeugtypen nicht, bei meinem Besuch wurden aber zumindest die Linien 1 und 2 nach Kanta von der Solaris Serie bedient. Die Durmazlar-Fahrzeuge verkehrten dahingegen eher auf den neuen Linien 4 und 5 nach Pieczewo. Bei dem Betrieb handelt es sich nebenbei um den einzigen Betrieb, der nur mit Zweirichtungswagen und somit ohne Endschleifen bedient wird. Zwar verkehren inzwischen auch in Gorzow nur noch Zweirichtungswagen, der Betrieb war ursprünglich jedoch auch eine Einrichtungswagenbetrieb.
Mein Apartment befand sich wieder mal direkt an der Straßenbahn. Dementsprechend kurz war mein Weg am Morgen aus dem Apartment raus bis zur ersten Haltestelle. Ich befand mich an dem kurzen Linienast, der von der großen Kreuzung des Betriebes an der Station Skwer Wakara den Bahnhof anbindet. Um den Linienast direkt erkundet zu haben, ging es mit der nächsten Bahn zunächst die eine Station bis zum Bahnhof und der dazugehörigen Station Dworzec Główny heraus. Nachdem dort das erste Bild des Tages entstand, arbeitete ich mich mit einem Zwischenstopp zunächst zur Kreuzung an der Station Skwer Wakara vor, um mir dort einen Tagesplan für die Erkundung des Netzes zu überlegen.
Direkt beim ersten Bild am Bahnhof wurde der Umstand ausgenutzt, dass es sich bei dem gesamten Wagenpark um Zweirichtungswagen handelte. Der Wagen 3023 stand in der Abstellanlage hinter der eigentlichen Haltestelle, die für die kurzen Pausen der Fahrer genutzt wurde. Das Licht stand für ein Bild der Anlage am Morgen jedoch relativ schlecht, sodass ich darauf wartete, dass sich der Wagen wieder zur Abfahrtsstation der Haltestelle Dworzec Główny zurückbegeben würde.
Auch beim nächsten Bild an der Station Filharmonia kam mir eines der Fahrzeuge von Durmazlar entgegen. Der Wagen 3026 wurde hier leider von einer ganzen Reihe an Autos verfolgt, weshalb mir das Bild nicht ganz so optimal gelang, wie ich es mir überlegt hatte. Zumindest befand sich aber kein Auto vor der Bahn, da die Autos hier vor der Station mit Ausstieg auf der Straße ohnehin anhalten mussten.
Inzwischen befand ich mich an der großen Kreuzung nahe der Station Skwer Wakara. Von mir aus gesehen nach rechts ging es zum Bahnhof, geradeaus noch zwei Stationen weiter ins Zentrum von Allenstein und nach links und hinten begannen die beiden langen Äste des Netzes, die nach Kanta bzw. Pieczewo führten. Wagen 3024 kehrte gerade von dem Ast nach Pieczewo zurück und bewegte sich auf die am Ende der Straße liegende Station Centrum zu.
Ich entschied mich, mich zunächst dem Ast nach Kanta anzunehmen. Ein Blick auf die Netzkarte hatte mir gezeigt, dass diese Strecke am Vormittag besser im Licht sein sollte als die Strecke nach Pieczewo. Dementsprechend begab ich mich zur Station Skwer Wakara, die sich genau am Beginn des Astes befand. Ich wartete auf die nächste Bahn und fuhr erstmal los. Direkt nach einer Station verließ ich die Bahn jedoch wieder, da die Strecke zwischen den zwei Stationen einiges zu bieten hatte. Nachdem ich bei meinem ersten Stopp erfolgreich meine angestrebten Bilder umgesetzt hatte, ging es mit der nächsten Bahn den Ast weiter. Den schönsten Teil des Streckenastes hatte ich damit unbewusst schon hinter mir gelassen, es folgte ein langer Abschnitt, auf dem die Straßenbahn in Seitenlage zur Tadeusza Mazowieckiego verkehrte. Wirklich schön war die gesamte Strecke dort nicht, weshalb ich mich irgendwann dazu aufraffte und bei mehr oder weniger vorhandenen Motiven die Bahn verließ und hier und da ein Bild schoss. So arbeitete ich mich bis zur Station Płoskiego, die nur zwei Stationen von der Endstation entfernt war. Dort knickte die Strecke erstmals nach zuvor unzähligen Stationen von der Tadeusza Mazowieckiego ab und ging in der Folge zunächst auf einem Rasengleis, danach entlang eines Grünstreifens bis zur Endstation durch.
Zu Beginn ging die Strecke zwischen den Stationen Skwer Wakara und Szpital Wojewódzki auf einer kleinen am Morgen wenig befahrenen Straße entlang. Die Straße war auf beiden Seiten von einer Menge Grün umgeben und zwischen den Bäumen ragten einige hübsche Häuser hervor. Die wenigen von der Länge passenden Sonnenspots nutzte ich direkt für Bilder. Als erster Wagen kam hier Solaris 3011 die leicht bergauf gehende Straße entlanggefahren.
Nur wenige Meter weiter erhob sich der Fußweg etwas höher als die Straße, um zu einem Turm zu gelangen. Das bot mir die Möglichkeit, die Perspektive auf die Strecke etwas zu verändern und aus erhöhter Position ein Bild vom etwa zehn Minuten später folgenden Wagen 3008 zu schießen. Kurz darauf war das kurze Stück auf der Straße auch schon wieder vorbei und die Strecke schwenkte nach rechts von der Straße ab und ging in der Folge in Seitenlage zur schon angesprochenen Tadeusza Mazowieckiego weiter.
Mit der nächsten Bahn hatte ich mich die ersten Meter des Streckenabschnitts an der Tadeusza Mazowieckiego vorgekämpft und war an der Station Dywizjonu 303 angekommen. So wirklich schön war die Umgebung hier zwar nicht, ich hatte aber die gewisse Befürchtung, dass die Strecke auch die nächsten Stationen nicht unbedingt schöner werden würde, weshalb ich schonmal die ersten Bilder einstreuen wollte. Das erste Bild an der Haltestelle Dywizjonu 303 entstand direkt auf der Kreuzung vor selbiger. Mit Solaris 3000 kam der erste Wagen dieser Serie ins Bild gefahren.
Mit dem folgenden Kurs der Linie 1 verdichteten sich langsam aber sicher die Zeichen, dass auf diesem Ast nur die ältere Fahrzeuggeneration der Solaris-Fahrzeuge unterwegs war. Auch Wagen 3003 gehörte zu dieser Fahrzeugserie. Ich hatte mich für das Bild einige Meter nach vorne verschoben, um so das Haus mit moderner Architektur größer ins Bild zu bekommen, welches bereits im vorherigen Bild im Hintergrund zu sehen war.
In der Folge ging es ein ganzes Stück weiter bis zur Station Auchan. Die Station befand sich kurz hinter dem Abzweig der Linie 3. Die Linie 3 bediente die Universität von Allenstein und wurde dementsprechend nur zu Uni-Zeiten befahren. Im Moment war auf dem Ast kein Verkehr, weshalb ich den Ast links liegen ließ und bis zur Station Auchan gefahren war. Hier erhob sich direkt neben der Strecke ein riesiges Einkaufszentrum. Die Außenfassade des Gebäudes war zumindest sehr futuristisch designt worden und bot somit ein ganz interessantes Motiv für den Wagen 3013.
Ab der Station Auchan kam neben der Strecke ein durchgehender Zaun zur Strecke hinzu, der das Fotografieren zusätzlich erschwerte. Dementsprechend verließ ich die Bahn erst zwei Stationen später an der Station Sikorskiego-Wilczyńskiego wieder. Die im Hintergrund zu sehenden Häuser hatten mit ihrem Farbakzent als Abwechslung zum sonst vorherrschenden Grün dafür gesorgt, dass ich die Bahn verlassen hatte. Mit Solaris 3011 setzte ich in der Folge das Bild um und hechtete noch in die letzte Tür, um direkt weiter zu fahren.
An der Station Płoskiego hatte ich das Stück Strecke entlang der Straße hinter mir gelassen. Hier knickte die Strecke nach links ab, überquerte die Straße und ging in der Folge zunächst bis zur Station Płoskiego auf einem Grünstreifen weiter. Das Bild am Grünstreifen wollte ich mir als willkommene Abwechslung nicht entgehen lassen. Einziges Problem war, dass ich das Bild nicht vom Fußweg aus machen konnte, sondern auf die Straße treten musste. Zum Glück war bei Ankunft des Wagens gerade gar nichts auf der Straße los, sodass ich Wagen 3006 ohne Probleme aufnehmen konnte.
Von der Station Płoskiego aus waren es nun nur noch zwei Stationen bis zur Endstation. Die letzten zwei Stationen nahm ich wieder die Bahn, die sowieso gerade um die Ecke gefahren kam und in die Station einfuhr. Die Linie endete in einer riesigen Haltestellenanlage mit gleich vier Bahnsteiggleisen, von denen bei meiner Ankunft auch drei Gleise besetzt waren. Nachdem ich ein Bild der an der Endstation wartenden Wagen geschossen hatte, ging ich nochmal einige Meter die Strecke entlang zurück. Schon aus der Bahn heraus hatte ich gesehen, dass die Strecke hier entlang eines Grünstreifens führte und ich durch den passenden Sonnenstand auch keine Straße im Bild haben sollte. Daher wartete ich dort noch einen weiteren Kurs ab, bevor es weitergehen sollte. Auf der Karte hatte ich gesehen, dass die Endstation der anderen Linie nicht weit von hier entfernt sein sollte. Da würde es sich ja anbieten, von der Endstation Pieczewo der Linien 4 und 5 aus die Strecke zurück in die Innenstadt zu nehmen. Dadurch würde ich mir zwei unnötige Wege an Strecken sparen, die ich bereits kannte. Ich guckte schnell, wo genau die Endstation Pieczewo lag. Mit dem passenden Bus kam ich von der Station Kanta aus nach zwei Stationen an der Station Gębika an. Dort befand sich bereits die Strecke der Linie 4 und 5 und es waren nur zwei Stationen bis zur Endstation Pieczewo. Der Bus sollte nach meinem Bild kurz vor der Endstation Kanta bereits in drei Minuten kommen und so beeilte ich mich von der Straßenbahn zur auf der anderen Straßenseite liegenden Bushaltestelle zu gelangen. Wie geplant erreichte ich nach zwei Stationen mit dem Bus die Haltestelle Gębika. Dort setzte ich zunächst zwei Bilder um, bevor ich mich bis zur Endstation Pieczewo bewegte.
Während mir der Wagen 3008 auf dem Weg bis zur Endstation bereits vor die Linse gefahren war, hatte es der Wagen 3005 bisher noch nicht in mein Bild geschafft. Jetzt war Wagen 3005 der erste Wagen, der als Linie 2 wieder von der Endstation Kanta ablegen sollte. Wie häufig in Polen wurde auch beim Betrieb von Allenstein praktischerweise immer in den Zielanzeigen angezeigt, in wie viel Minuten der Wagen abfahren würde. Da auch Wagen 3008 die Linie 2 bediente, hatte der Fahrer, der gerade die Fahrerkabine verließ, noch ein wenig Pause. Die Haltestelle war hier für die einzelnen Linien aufgeteilt. Rechts waren die Wagen der Linie 2, während links die Wagen der Linie 1 Pause machten.
Dementsprechend fuhr auch Wagen 3004 in den linken Teil der Haltestellenanlage ein, um das eine noch freie Gleis der Endhaltestelle zu besetzen. Die Gleiskonstruktion war hier bei der Einfahrt in die Station relativ kompliziert, um jedem Wagen die Möglichkeit zu bieten, sowohl vom Ankunftsgleis in alle vier Gleise der Endstation einfahren zu können, als auch von allen vier Gleisen der Endstation auf das Abfahrtsgleis zu gelangen.
Einige Meter von der Endstation entfernt, ging die Strecke genau neben einem Grünstreifen entlang, de sich zwischen Strecke und Straße befand. Um auch diesen Grünstreifen einmal im Bild unterzubringen, hatte ich mich von der Endstation bis zum Grünstreifen bewegt und konnte so Solaris 3010 neben eben jenem festhalten.
Die Strecke der Straßenbahn knickte hier an der Station Gębika genau von der Straße ab, über die ich gerade aus der anderen Richtung mit dem Bus von der Endstation Kanta gekommen war. Nach links gingen hier ebenfalls einige Gleise ab, die aber bereits nach wenigen Metern in einem Stumpfgleis endeten. Auf diesem Ast kam mir als erster Wagen auch endlich einer der neuen Wagen von Durmazlar in Form von Wagen 3023 entgegen, der sich gerade kurz vor der Station Gębika befand.
Bevor ich mich in Richtung Endstation orientieren wollte, wartete ich zunächst einen weiteren Kurs an der Station Gębika ab. Das Haus, welches sich hier direkt neben der Strecke befand, sah für mich von der Konstruktion sehr interessant aus, weshalb ich hier direkt ein weiteres Bild investierte. Ich hatte etwas Glück mit den Autos, die sich größtenteils hinter dem Wagen versteckten und so das Bild von Wagen 3020 nicht wirklich störten.
Zwischen der Station Gębika und der Endstation Pieczewo fuhren, noch deutlich häufiger als die beiden Straßenbahnlinien, jede Menge Buslinien parallel zur Straßenbahn. Dementsprechend nahm ich für den Weg zur letzten Station vor der Endstation, der gleichnamigen Station Pieczewo, den Bus. Kurz nachdem ich den Bus verlassen hatte, kam bereits Wagen 3025 von der Endstation zurückgefahren und mir gelang im Haltestellenbereich ein Nachschuss des Wagens.
Ich hatte bereits die Theorie aufgestellt, dass auf beiden Linienästen typenrein verkehrt wurde, und ich auf diesem Ast nur auf Vertreter der Durmazlar-Baureihe treffen würde. Bereits an der Endstation wurde diese Theorie jedoch widerlegt, da sich dort in der Mitte Wagen 3002 von Solaris als Linie 4 zur Pause hingestellt hatte. Flankiert wurde das Fahrzeug von den bereits auf dem Weg zur Endstation abgelichteten Wagen 3020 und 3023. Ähnlich wie die Endhaltestelle Kanta war auch diese Endhaltestelle für zwei Linien direkt mit vier Stumpfgleisen ausgestattet.
Hier hatte ich jetzt alles gesehen. Ich wollte mich langsam zurück in Richtung Innenstadt begeben und dabei den noch unbekannten Linienast der Linien 4 und 5 erkunden. Also ging es in den nächsten Wagen, der in der Zielanzeige seine baldige Abfahrt angekündigt hatte. Den ersten Teil bis zur Station Gębika kannte ich nun schon und konnte erstmal entspannt sitzen bleiben. Aber auch danach gab es zunächst nicht wirklich Motive, die mich direkt aus dem Sitz rissen. Ich musste mich wohl oder übel auf einen weiteren Ast einstellen, der voraussichtlich nicht sonderlich viele Motive zu bieten hatte. Ich verließ den Wagen an der Station Carrefour, weil sich dort zumindest etwas Abwechslung in der Höhe der Umgebung ergab. Auch bei diesem Ast bestand ein großes Problem für Fotografen in dem größtenteils parallel zwischen Strecke und Fußweg verlaufenden Zaun, der Bilder abseits von Haltestellen fast unmöglich machte. So begnügte ich mich auch an der Haltestelle Carrefour mit einem Haltestellenbild und setzte mich in die nächste Bahn. Dort kam es zur ersten Fahrkartenkontrolle meiner gesamten Reise, was ich bei der Masse an Fahrten mit Straßenbahnen durchaus erstaunlich fand. Wie so häufig wusste ich bereits beim Einsteigen der Dame, dass es sich um eine Kontrolleurin handelte, die sich irgendwie immer sehr auffällig verhalten. Mir war es egal, ich hatte ja meine Karte. Ich verließ die Bahn bereits an der nächsten Station für ein weiteres Bild. Danach ging es einige Stationen weiter bis zur Station Żołnierska. Kurz nach mir stieg auch die Kontrolleurin in meine Bahn ein, verkniff sich aber eine weitere Kontrolle meiner Fahrkarte. Nach einem letzten Zwischenstopp an der Station Żołnierska ging es erstmal zurück zur großen Kreuzung in der Innenstadt, um mich dort für den weiteren Verlauf des Tages zu orientieren.
Eine wirkliche Offenbarung von Schönheit war die Umgebung an der Station Carrefour nicht gerade, sollte sie aber entlang des gesamten Linienastes auch nicht mehr werden. Daher musste ich mich ja irgendwo zwingen die Bahn zu verlassen und nutzte dieses kurze Stück Strecke, an dem das Licht für ein Bild optimal stand. Ich schoss bereits bei Einfahrt des Wagens in die Station mein Bild, damit keine Fahrgäste mein Bild stören konnten, sodass Wagen 3024 frei im Bild zu sehen war.
Die Strecke schlängelte sich hier ein wenig eine Steigung herauf, wodurch die Lichtverhältnisse immer von der einen auf die andere Fahrzeugseite wechselten. Nur eine Station weiter an der Station Wańkowicza stand das Licht so auf der bahnsteigfernen Seite. Die Lücke zwischen den beiden Masten reichte gerade so aus, um den Wagen 3016 frei unterzubringen.
An der Station Żołnierska wurde die Problematik mit dem parallel zur Strecke verlaufenden Zaun besonders deutlich. In diesem Fall stand das Licht zwar auf der anderen Seite, aber auch dort war es nur an Haltestellen möglich, einen Platz zum Stehen zu finden, da sich sonst die Straße direkt neben der Strecke befand. Auch die Mittelmasten und die weiterhin wahrlich nicht schöne Umgebung sorgten nicht gerade für eine hohe Motivation, an der Strecke viele Bilder zu schießen. Zumindest die Sonne blieb bei dem Bild auf meiner Seite und kam passend zur Ankunft des Wagen 3025 in voller Stärke zurück, nachdem sie vorher ein wenig geschwächelt hatte.
Zurück in der Innenstadt musste ich mir jetzt den weiteren Plan für den Tag überlegen. Die beiden langen Linienäste hatte ich nun abgearbeitet, dort würde sich auch bei anderen Sonnenständen nicht wirklich mehr ergeben. Ein mögliches Ziel für den weiteren Tagesverlauf könnte die Linie 3 sein, die am Nachmittag ihren Betrieb aufnehmen sollte. Jetzt wollte ich mich erstmal dem Hauptmotiv des gesamten Betriebes widmen. Genau an der Station Centrum befindet sich das Rathaus, welches im historischen Baustil und mit dem riesigen Glockenturm ein sehr schönes Motiv abgibt. Schon am Morgen war mir das Motiv ins Auge gesprungen, da war das Gebäude jedoch noch nicht im richtigen Licht gewesen. Das hatte sich jetzt zur Mittagszeit geändert und das Motiv begann eher schon wieder aus dem Licht heraus zu wandern. Daher wurde es höchste Zeit, mich dem Ganzen anzunehmen. Auch wenn Nachschüsse immer nur die zweite Wahl sind, war es in diesem Fall notwendig, da das Motiv für Bahnen von vorne deutlich zu steil war. Direkt mit dem ersten Versuch funktionierte das Bild nahezu perfekt, sodass ich mich danach mit weiteren Motiven beschäftigen konnte. Ich wollte mir zunächst das kurze Stück zwischen der Station Centrum und der Endstation Wysoka Brama angucken und dort nach möglichen Motiven suchen. Während die Strecke zwischen den beiden Stationen im Schatten lag und für später notiert wurde, war die Endstation genau im richtigen Licht, sodass ich dort ein Bild umsetzte. Danach ging es zurück zur zentralen Kreuzung an der Station Skwer Wakara. Rund um die Station hatte ich noch das ein oder andere Bild offen, welches heute Morgen noch ganz anders im Licht gewesen war und nun ein neues Motiv bot. Inzwischen waren einige Wolken aufgezogen, die immer wieder für längere oder kürzere Sonnenunterbrechungen sorgten. Bei dem dichten Verkehr auf jedem Linienast sorgte das jedoch nur für geringfügig längere Wartezeiten und da ich es ohnehin nicht so wirklich eilig hatte, nutzte ich die Zeiten ohne Sonne, um ein wenig Pause zu machen. Nach und nach entstanden dann aber die Bilder, die ich umsetzten wollte.
Das Motiv des Betriebs von Allenstein stellte in jedem Fall das Rathaus von Allenstein dar, welches sich nur wenige Meter hinter der Haltestelle Centrum erhob. Kurz nach der Haltestelle wird die Strecke der Straßenbahn bis zur wenige Meter entfernten Endhaltestelle einspurig. Wagen 3021 wartete kurz vor Beginn des eingleisigen Stücks auf seine Phase, bevor es weiter in Richtung Endstation ging.
Ich hatte mich zu Fuß in Richtung Endstation bewegt. Nachdem die Strecke durch eine enge Gasse einspurig trassiert war, ging es um eine Kurve herum und die Straßenbahn endete mit zwei Bahnsteigen direkt am Stadttor, welches den Eingang zur Altstadt markierte. Solaris 3011 schob sich um die Ecke und wurde von mit bei Einfahrt in die Endstation Wysoka Brama festgehalten.
Nur wenige Minuten später verließ der Wagen 3011 die Endstation bereits wieder. Die Pause war für die Fahrer an dieser Station relativ kurz, was dem Umstand geschuldet war, dass die Endstation mit nur zwei Gleisen ausgebaut war. Zudem folgte kurz darauf das eingleisige Stück, welches geräumt werden musste, bevor der nächste Wagen in Richtung Endstation vorrücken konnte.
An der Station Skwer Wakara hatte es mich einige Zeit gekostet, bis das angestrebte Bild endlich funktionierte. Den Grund dafür konnte man bei einem Blick in den Himmel relativ schnell feststellen. In kürzester Zeit war eine relativ große Wolkenfront aufgezogen, die inzwischen längere Zeit das Licht ausschaltete. Bei dem dichten Verkehr von im Moment drei Linien reichten aber auch kürzere Sonnenphasen für ein Bild. So gelang mir nach einiger Zeit das Bild von Wagen 3001 in der Sonne.
Ich hatte mich über die Kreuzung verschoben und stand nun an dem Ast, der vom Bahnhof in Richtung der großen Kreuzung in der Innenstadt führte. Hier stand das Licht natürlich genau gleich wie auf der anderen Seite der Kreuzung, was mir ein Bild des Wagens 3000 von der bahnsteigfernen Seite ermöglichte. Hier war zunächst weniger die fehlende Sonne ein Problem, als mehr die davor fahrenden Autos, sodass es an dieser Stelle ebenfalls mehrerer Versuche bedurfte.
An dem Ast in Richtung Centrum stand das Licht genau quer zur Strecke, was dafür sorgte, dass die Front des Wagens und auch der Gebäude nicht optimal beschienen wurde. Bei der relativ runden Front der Durmazlar Fahrzeugserie ging es mit dem Licht auf der Front aber noch halbwegs und so entstand ein weiteres Bild des Rathauses nun von etwas weiter weg. Der Wagen 3020 wurde intensiv von einem kleinen White-Van gejagt, dieser holte ihn bis zum Bild glücklicherweise aber nicht mehr ein.
Was sollte nun mit dem restlichen Tag anfangen werden? Das Wetter wurde etwas unbeständiger, die Wolken zogen bisher aber glücklicherweise größtenteils an der Sonne vorbei, wodurch immer noch die meiste Zeit die Sonne schien. Die Linie 3 war noch in meinem Hinterkopf als mögliches Ziel abgespeichert, irgendwie hielt sich meine Motivation aber in Grenzen, für das kurze unbekannte Stück zur Universität die gesamte Strecke bis zu dem Abzweig an der Station Galeria Warmińska herauszufahren. Das kurze Stück bis zur Endstation Wysoka Brama kannte ich nun auch. Noch offen war die Strecke von der Station Planetarium bis zur Station Piłsudskiego. Dieses Stück Strecke hatte ich vorhin auf dem Weg zurück in die Innenstadt nur durchfahren, da ich noch rechtzeitig für ein Bild im richtigen Licht am Rathaus ankommen wollte. Jetzt sollte die Strecke zwar genauso wie die Strecke vor dem Rathaus nicht perfekt im Licht sein, ich wollte aber trotzdem gucken, ob sich irgendwas ergeben würde oder ob ich mir zumindest ein Motiv für den Abend vormerken könnte. Nach einem ersten Auskundschaften der Strecke ging es zurück zur Kreuzung an der Station Planetarium und die Strecke zum Bahnhof bis zur Endstation durch. Die Endstation Dworzec Główny stand ebenfalls als noch nicht abgearbeitet auf meiner Liste und so wollte ich mich nun dieser annehmen. Das Licht sollte dort perfekt stehen. Danach ging es zurück zur großen Kreuzung, an der das Licht inzwischen weiter herumgewandert war. Dadurch hatten sich wieder neue Motive aus anderen Perspektiven ergeben.
Wie schon im Hintergrund zu sehen ist, spielte bei der ersten Erkundung des Streckenastes bis zur Station Piłsudskiego die Sonne nicht so wirklich mit. Zudem gab die Strecke, abgesehen von einer Stelle, die ich mir für später merkte, auch nicht übermäßig viel her. An der Station Stadion Stomil hatte ich ein kleines Blumenbeet mit Rosen entdeckt, dass ich nun für ein Bild nutzte, um nicht völlig ohne Bild den Ast zu verlassen. Für Wagen 3026 kam sogar die Sonne ein wenig hinter den Wolken hervor.
An der Station Dworzec Główny gelang mir endlich ein Bild von beiden Fahrzeugtypen direkt nebeneinander. Hier waren für die Pause der Fahrzeuge und als gleichzeitige Zufahrt zum Depot des Betriebes direkt fünf Gleise hinter der Endstation, auf denen sich die Wagen für die Pause aufstellten. In diesem Fall war es mit Wagen 3010 ein Kurs der Linie 2, während Wagen 3018 die Linie 4 bediente.
Nicht mal eine Minute nach dem letzten Bild setzte sich der Wagen 3018 in Bewegung und rückte zur Abfahrtsstation vor. Dabei gelang mir ein weiteres Bild kurz vor Einfahrt in die Station.
Ich hatte mich in den Wagen 3018 gesetzt, um zurück zur Kreuzung an der Station Planetarium zu fahren. Nur eine Station nach Fahrtbeginn verließ ich die Bahn jedoch wieder, da sich hier ein weiteres Motiv ergeben hatte und das Licht genau richtig stand. An der Station Kętrzyńskiego ergab sich mal so etwas wie Innenstadtkulisse durch die Häuserfassade, was sonst im gesamten Betrieb eher schwierig zu finden war. Nachdem ein Kurs der Linie 3 an der Station nicht funktioniert hatte, klappte es mit dem kurz darauffolgenden Wagen 3010 als Linie 2.
Eben schon im Hintergrund zu sehen, fiel mir ein Hochhaus ins Auge, welches sich direkt an der Strecke nur wenige Meter entfernt von der Station Dworzec Główny befand. Das von rustikaler Bauweise geprägte Gebäude glänzte nicht gerade durch Schönheit, hatte mich aber irgendwie überzeugt, dem Gebäude ein Bild zu widmen. Daher ging ich die wenigen Meter bis zum Hochhaus und schoss ein Bild von Wagen 3023.
Zurück an der Kreuzung waren nun die nächsten Motive ins Licht gerückt. Inzwischen war das Licht so weit herumgewandert, dass es genau richtig für die Wagen stand, die von der Station Planetarium in Richtung der Station Centrum unterwegs waren. Im Hintergrund erhob sich ein stilistisch interessantes Gebäude, welches mit Wagen 3021 abgelichtet wurde.
Auch die Direktion Filharmonia – Skwer Wakara wurde in einem Bild festgehalten. Mein Glück war es in diesem Fall, dass die Straßenbahnen bei diesem Weg über die Kreuzung leicht nach vorne versetzt die Phase gegenüber den Autos bekamen, wodurch ein Bild von Wagen 3006 ohne störende Autos möglich war. Inzwischen war der Großteil der Wolkenfront durchgezogen, sodass sich nur noch lockere Wolken am Himmel zeigten, die nun wieder seltener die Sonne störten.
Inzwischen war es schon nach 15 Uhr und der Hunger packte mich. Zum Glück befand sich direkt an der Station Centrum ein riesiges Einkaufszentrum, bei dem ich sicherlich etwas zu Essen finden würde. Also ging ich die paar Meter zum Einkaufszentrum herunter und fand tatsächlich bei einem Becker etwas Essbares. Für polnische Verhältnisse relativ teuer zahlte sich der hohe Preis durch super Geschmack aus und ich verbrachte die nächste halbe Stunde erstmal auf einer Bank und beobachtete das geschäftige Treiben rund um das Einkaufszentrum. Auch die Bahnen zogen unermüdlich an mir vorbei, da konnte ich aber eher weniger mit etwas Spannendem rechnen, weshalb mein Fokus auf dem Essen lag. Nach der kurzen Pause war meine Motivation für eine übermäßig intensive weitere Erkundung der Straßenbahn auch eher gering. Ich setzte noch zwei Motive an dem kurzen Ast in Richtung Wysoka Brama um und fuhr kurz zu der Stelle, die ich mir vorhin an dem Ast in Richtung der Station Piłsudskiego notiert hatte. Danach begab ich mich auf eine kleine Erkundung der Altstadt von Allenstein. Wie bereits vorhin erwähnt, war der Eingang in die Altstadt nur ein paar Schritte von der Endstation Wysoka Brama entfernt. Im Durchgang durch das Eingangstor, welches in Form eines kleinen Turmes noch vorhanden war, lag sogar noch ein Stück Gleis im Kopfsteinpflaster verankert. Im Gegensatz zum neu eröffneten Regelspurnetz handelte es sich damals bei der Straßenbahn von Allenstein um ein Meterspurnetz, welches tatsächlich durch das Tor hindurchführte. Bei dem Rundgang durch die Altstadt kam ich auch an einigen Kirchen sowie am Schloss von Allenstein vorbei, welches jedoch völlig unfotogen stand. Hier und da entstand ein Bild, größtenteils ließ ich mich aber einfach ein wenig Treiben und genoss die Einflüsse, die auf mich einwirkten. Nach einer halben Stunde, die ich durch die Altstadt gegangen war, orientierte ich mich wieder zurück zur Straßenbahn.
Inzwischen war das Licht am Nachmittag einmal auf der genau anderen Seite als heute Morgen. Dadurch rückte die Achse der Straßenbahn zur Station Centrum ins richtige Licht für Bilder in Richtung der großen Kreuzung. Von der Kreuzung kommend, bewegte sich hier Wagen 3024 auf die Station Centrum vor.
Während meiner längeren Essenspause tat sich die Sonne wieder schwerer, hinter den Wolken hervor zu kommen. Das Bild direkt hinter der Haltestelle Centrum, an der Stelle wo die Straßenbahnen auf die Phase warteten, um die Straßenkreuzung zu überqueren, wollte ich aber unbedingt noch in der Sonne umsetzen. Daher passte ich genau den richtigen Moment ab, an dem das Licht gerade da war und lichtete Wagen 3020 an dieser Stelle ab.
Das Motiv an der Station Hala Urania war das einzige auf der gesamten Strecke zwischen den Stationen Planetarium und Piłsudskiego, welches mir während meiner Erkundung vorhin ins Auge gesprungen war. Mit der stufenweisen Bauweise des Hauses gab das Gebäude in der linken Bildhälfte ein interessantes Motiv für ein weiteres Bild ab. So setzte ich erneut mit einem Wagen von Durmazlar, hier Wagen 3016, dieses Bild um.
Bei dem Wysoka Brama, zu Deutsch Hohes Tor, handelt es sich um das Eingangstor in die Altstadt von Allenstein, welches sich direkt an der Station Wysoka Brama befand. Genau im zu sehenden Bogen befand sich das kleine Stück Meterspurstrecke, welches als letztes Relikt des damaligen Straßenbahnnetzes übriggeblieben ist.
Bei diesem Gebäude handelt es sich um das Alte Rathaus von Allenstein, welches sich direkt im Altstadtkern von Allenstein befand. Da das Gebäude hier im schönen Nachmittagslicht lag, investierte ich ein Bild.
Insgesamt hatte die Altstadt von Allenstein eine Menge schöne und ansehnliche Häuserzeilen zu bieten. Ich streifte ein wenig durch die Gassen und ließ den Gesamteindruck der Altstadt einfach auf mich wirken.
Nach dem Spaziergang durch die Altstadt hatte ich nun wieder ein wenig Motivation die letzten Bilder des Tages an der Straßenbahn zu schießen. Inzwischen war die Sonne so weit herumgewandert, dass sie endlich in die kleine Gasse fiel, die sich zwischen den Stationen Centrum und Wysoka Brama befand. Auf genau diesen Augenblick hatte ich gewartet, um dort beim richtigen Sonnenstand ein Bild zu schießen. Das Problem war nur, dass sich die Sonne vor der Ankunft eines Wagens hinter einer Wolke versteckt hatte, die extrem langsam zog. Dadurch hatte ich nun erstmal Pause, bis das Licht wieder zurückkehren würde. Ich setzte mich auf eine Bank nahe der kleinen Gasse und wartete einfach mal ab. Es dauerte letztendlich über 20 Minuten, bis die Sonne wieder auftauchte. Dann gelang mir aber innerhalb kürzester Zeit das angestrebte Bild und es gab nur noch einen letzten Punkt auf meiner Liste, bevor ich vollends zufrieden mit dem Betrieb sein würde. Schon bei meinen ersten Bildern am Morgen an dem Ast nach Kanta hatte ich einen Turm erwähnt, der sich direkt an der Strecke befand. Dieser könnte jetzt am Abend genau richtig im Licht sein und ein sehr schönes Motiv abgeben. Diese letzte Option auf ein abschließendes Bild wollte ich mir nicht entgehen lassen und prüfte die Stelle ab, bevor ich den Fototag für heute für beendet erklären würde.
Im schönen Abendlicht präsentierte sich Wagen 3021 in der schmalen Gasse kurz vor der Station Wysoka Brama. Während die Gasse fast den gesamten Tag über im Schatten lag, wurde sie am Abend beim perfekten Sonnenstand wie erhofft mit Licht ausgefüllt.
Auch die Perspektive von etwas weiter hinten wurde mit dem nur drei Minuten nach dem letzten Wagen folgenden Solaris 3013 auf der Linie 1 umgesetzt. Für Autos war die kleine Gasse gesperrt, sodass die kreuz und quer laufenden Fußgänger das einzige Risiko darstellten. Diese hielten sich bei beiden Bildern zum Glück zurück, sodass die Bilder erfolgreich umgesetzt werden konnten.
Meine Hoffnung wurde nicht enttäuscht und der Turm direkt neben der Strecke zwischen den Stationen Skwer Wakara und Szpital Wojewódzki wurde im Abendlicht angeleuchtet. Auch auf der Straße davor fand sich eine kleine Lücke zwischen Baumschatten, in die der Solaris 3004 fast mit kompletter Länge passte. Das Bild stellte gleichzeitig das letzte Bild des Betriebes dar.
Nach dem Bild hatte ich meinen Fototag für heute beendet. Sicherlich würden sich noch irgendwo Sonnenspots bei der immer noch relativ hoch stehenden Sonne finden, ich war aber rundum zufrieden mit der Ausbeute bei diesem Betrieb und wollte auch langsam weiterfahren. Ich hatte schließlich noch eine 1½-stündige Fahrtstrecke vor mir, um am heutigen Abend nach Elbing zu kommen. Ich wäre auch mal ganz froh, wenn ich heute etwas früher zur Ruhe kommen würde und nicht wie gestern Abend erst um 22 Uhr in der neuen Stadt ankommen würde. Daher ging es für mich von meinem letzten Motiv zurück zur Haltestelle Skwer Wakara und von dort mit der nächsten Bahn zum Apartment. Bevor ich mich auf den Weg Richtung Elbing machte, suchte ich zunächst einen Zabka auf und holte mir für die Fahrt ein Getränk, um nicht allzu müde zu werden. Danach ging es ins Auto und wieder mal bei schönstem Abendlicht und langsam sinkender Sonne nach Elbing. Große Teile der Strecke dorthin waren als Schnellstraße ausgebaut, sodass sich die Fahrt wie so häufig sehr ereignislos gestaltete. Kurz vor 21 Uhr erreichte ich Elbing und freute mich bei dem Anblick eines privaten Parkplatzes für mein Apartment. Mit dem richtigen übermittelten Code wurde auch die Hürde der Eingangstür überwunden und ich kam in mein für eine Person riesiges Apartment hinein. Heute ging es zu einem nicht weit entfernten Dönermann fürs Abendbrot und ich nahm das Essen mit ins Apartment. Schon bei meiner Ankunft wunderte ich mich, dass auf der Strecke vor meinem Apartment überhaupt keine Straßenbahnen unterwegs waren. Damit würde ich mich aber morgen intensiver beschäftigen. Jetzt guckte ich beim Essen eine Folge meiner Serie und freute mich auf morgen und die Erkundung eines neuen Betriebes. Was der nächste Betrieb von Elbing für mich zu bieten hatte, gibt es dann im nächsten Teil von “Rundreise durch Nordpolen” zu lesen.
