Zwei Tage hatte ich für den recht übersichtlichen Betrieb von Elbing eingeplant. Der heutige Tag bei dem Betrieb sollte ein wenig von Pleiten, Pech und Pannen verfolgt werden. Trotzdem wurde bereits am ersten Tag fast das gesamte Netz erkundet und trotz einiger Widrigkeiten schon schöne Bilder des Betriebes umgesetzt.
Freitag, 22. August 2025: Holpriger Start in Elbing
Gleich zwei Tage für den relativ kleinen Betrieb von Elbing wirkte auf den ersten Blick ein wenig überambitioniert. Tatsächlich sollte sich die Zeit im Nachhinein als genau richtige Länge herausstellen, dazu aber mehr im weiteren Verlauf der nächsten beiden Teile des Reiseberichts. Ein Blick auf den Wetterbericht für heute hatte mich gestern Abend nicht unbedingt positiv zurückgelassen. Am Morgen sollte das Wetter noch ganz gut sein, bereits ab frühen Mittag würde es sich aber zuziehen und die Chance auf Sonne war nur noch sehr vereinzelt vorhanden. Bedeutete für mich, dass heute frühes Aufstehen angesagt war, obwohl ich so viel Zeit für den kleinen Betrieb hatte. Aber das sonnige Wetter wollte ich in jedem Fall ausnutzen. Von meinem Apartment ging es zunächst in Richtung der Station 1-go Maja – Sąd. Dort hatte ich bereits gestern Abend, als ich mir meinen Döner als Abendbrot geholt hatte, Straßenbahnen fahren sehen. Somit hatte ich hier, anders als bei der Strecke direkt vor meinem Apartment, eine Garantie, dass ich Bilder machen konnte. Ich orientierte mich von der Station 1-go Maja – Sąd zunächst in Richtung der Station Plac Słowiański, bevor es zurückging. Dabei entstanden erste Bilder an der perfekt im Licht liegenden Strecke.
Nach diesen ersten Bildern wollte ich mich ein wenig von diesem Streckenabschnitt entfernen und das Netz genauer erkunden. Dafür benötigte ich zunächst eine Tageskarte. An der Station 1-go Maja – Sąd, an der ich einen Ticketautomaten vermutet hatte, wurde ich nicht fündig, daher ging es eine Station weiter zur Station Plac Słowiański, an der ich einen Ticketautomaten erblickte. Bevor ich mich mit diesem und dem Erwerb einer Tageskarte beschäftigen wollte, lichtete ich zunächst einen weiteren Wagen an der Station ab.
Direkt als erster Wagen kam eines der neu von Modertrans beschafften Fahrzeuge angefahren. Die lange gerade zwischen den Stationen 1-go Maja – Sąd und Plac Słowiański war perfekt im Licht, um direkt die ersten Fahrzeugbilder umzusetzen. Wagen 074 repräsentierte dabei die neueste Fahrzeugserie von Elbing.
Ich hatte mich ein paar Meter in Richtung der Station Plac Słowiański bewegt. Hier waren die Schatten zwar schon deutlich näher an der Strecke, für ein halbwegs sonniges Bild reichte es trotzdem noch. Auf der Linie 3 folgte direkt die zweite und damit auch schon letzte wirkliche Niederflurgeneration. Bei Pesa 406 handelte es sich um die einzige Fahrzeugserie mit 100%-Niederflureinstieg, da selbst die Fahrzeuge von Modertrans nicht 100% Niederflur zu bieten hatten.
Ich hatte mich bis zur Station 1-go Maja – Sąd zurückbewegt, da ich hier einen Ticketautomaten vermutet hatte. Bei dieser Annahme wurde ich zwar enttäuscht, dafür stellte ich mit großer Freude fest, dass mindestens einer der originalen Konstal 805Na in Form von Wagen 048 unterwegs war. Der Wagen machte Werbung für 130 Jahre Straßenbahn in Elbing. Dieses Jubiläum schien wohl in diesem Jahr zu sein, worauf der Wagen hinwies. Ich schoss etwas notdürftig ein Bild an der Station, um zumindest ein erstes Sonnenbild des Wagens geschossen zu haben.
Weiterhin auf der Suche nach einem Ticketautomaten war ich inzwischen zurück an der Station Plac Słowiański angekommen. Bevor ich mich mit dem gefundenen Ticketautomaten beschäftigen wollte, gelang mir zunächst ein Bild von Wagen 073, kurz bevor dieser die Straße kreuzte und aus dem Licht gefahren wäre. Bei dem repräsentativen Gebäude im Hintergrund handelt es sich um das Postamt von Elbing.
Nach dem Bild ging ich zu dem Ticketautomaten, den ich direkt neben der Station entdeckt hatte. Eigentlich sollte es ja kein Problem darstellen, sich dort einfach eine 24-Stunden-Karte zu ziehen und dann mit der Erkundung des Netzes loszulegen. Da hatte ich aber nicht mit dem Betrieb von Elbing gerechnet. Eine 24-Stunden-Karte gab es hier nicht zu erwerben. Einzig Einzelfahrten oder deutlich länger geltende oder größere Zonen umfassende Fahrkarten waren hier im Angebot. Also ein wenig durch die aus dem Polnischen übersetzte Seite des Betriebes gegeistert und dann hatte ich festgestellt, dass man eine 24-Stunden-Karte nur beim Fahrer in den Bahnen erwerben konnte. Dementsprechend wurde die nächste Bahn geentert und nach einer solchen Karte beim Fahrer nachgefragt. Dieser konnte zwar fast kein Englisch, verstand aber, was ich wollte. Problem war nur, dass man die Karte beim Fahrer nur mit Bargeld kaufen konnte. Bargeld besaß ich jedoch keins. Warum sollte ich auch unnötig Złoty mit mir herumschleppen, wenn man eigentlich alles in diesem Land mit Karte bezahlen konnte. Alles außer die Tageskarte in Elbing. Also musste ich mir erstmal überlegen, wie ich an Bargeld rankommen würde. Ich fand über Google-Maps eine zu meiner Bankkarte passende Filiale, die nicht weit entfernt war. Diese hatte natürlich so früh am Morgen noch nicht offen, es befand sich aber ein Bankautomat vor der Eingangstür. Irgendwie wollte die Karte in den dafür vorgesehenen Schlitz aber nicht reinpassen. Ich versuchte es einmal, es passte aber nicht so richtig. Das verwunderte mich schon sehr, handelte es sich doch um die gleiche Bank, wie die, von der ich die Karte besaß. Ich versuchte es in der Folge bei einem anderen Bankautomaten. Und plötzlich kam die Anzeige, der Chip der Karte sei beschädigt und daher sei es nicht möglich, Geld abzuheben. Jetzt hatte ich langsam ein Problem. Es handelte sich um das einzige Zahlungsmittel, welches ich besaß und ich musste schließlich noch den restlichen Urlaub durchkommen.
Eine letzte Idee hatte ich noch. Ich versuchte bei einem Zabka Geld zu bekommen. Generell sei das möglich, sagte mir die Verkäuferin, aber auch dort wollte die Karte nicht funktionieren. Mein Kontaktlos-Bezahlen ging ebenfalls nicht, da dort die maximale Anzahl innerhalb eines Zeitraums ausgeschöpft war und ich bei der nächsten Transaktion erstmal wieder den Kartenleser benutzen müsste. Jetzt wurde ich langsam etwas panisch. Zum Glück hatte ich mir bereits zuvor mein Frühstück geholt, sodass ich wenigstens etwas zu essen hatte. Und bei meinem Versuch im Zabka hatte ein Mann hinter mir meine Situation mitbekommen und gemeint, er hätte das Problem auch schon gehabt. Da ich mir ein Wasser kaufen wollte, um gleichzeitig Geld vom Zabka zu bekommen, war der Mann so nett und spendierte mir das Wasser, welches ich mir ebenfalls nicht mehr kaufen konnte. So hatte ich neben meinem Frühstück auch erstmal genug Wasser. Ich rief nun zuhause an und fragte, was ich jetzt machen könnte. Zunächst setzte ich mich in die Warteschlange beim Support meiner Bank, da bekam ich aber nur die Antwort, ich solle es weiter versuchen mit dem Bezahlen, sie könnten mir auch nicht helfen. Na danke auch, echt guter Support. Letztendlich blieb nur noch eine Option. Da ich irgendwie an Bargeld kommen musste, um den weiteren Urlaub zu bestreiten, mussten mir meine Eltern das Geld auf irgendeine Weise zukommen lassen. Möglich war das über die Western Union. Dort konnten meine Eltern zuhause Geld einzahlen und ich könnte es mir hier in einer Filiale auszahlen lassen. Das würde natürlich erstmal seine Zeit dauern, bis das Geld zuhause eingezahlt war und ich es hier abheben wollte. Da ich jetzt schon genug Zeit mit diesem lästigen Problem verschwendet hatte, wollte ich mich zunächst wieder der Straßenbahn widmen, bis das ganze Prozedere abgeschlossen war. Das gute Wetter war inzwischen lange verschwunden und es zogen dunkle Wolken am Himmel entlang. Ich entschied mich dazu, einen der Äste heraus zu laufen, auf dem bei dem hier vorherrschenden dünnen Verkehr noch am meisten los sein sollte. Meine Wahl fiel auf den Ast nach Druska. Dort würde ich einfach dran zurücklaufen, sobald das Geld da sein sollte.
Ein paar letzte Überbleibsel des guten Wetters waren am Himmel noch zu sehen. An dem Punkt hinter mir, wo sich die Sonne befand, deutete jedoch nichts mehr darauf hin, dass sich diese in nächster Zeit nochmal zeigen würde. Während ich in der Warteschlange meiner Bank festhing, lichtete ich Wagen 072 vor einer ganz hübschen Hausfassade zwischen den Stationen 1-go Maja – Sąd und Plac Grunwaldzki ab. Der gelbe Zaun war zwar nicht so schön und auch die Masse an neuen Wagen gefiel mir nicht sonderlich, aber irgendwo musste man mit Bildern ja anfangen.
Ich hatte mich natürlich zu Fuß ein Stück weiterbewegt und war fast an der Station Plac Grunwaldzki angekommen. Hier löste sich die Strecke aus den dunklen Baumschatten und von den parallel zur Strecke auf beiden Seiten verlaufenden Hecken. Sogar ein ganz leichter Schatten war unter dem Wagen zu erkennen. Für mich war das schön ein kleiner Erfolg, nachdem das letzte Bild wirklich sehr dunkel geworden war. Mit seiner grünen Lackierung passte sich Wagen 071 zudem gut an seine Umgebung an.
Fürs nächste Bild war ich wieder ein Stück zurück in Richtung der Station 1-go Maja – Sąd gegangen. Irgendwie hatte ich die gewisse Hoffnung, dass das Ganze mit der Überweisung relativ schnell gehen würde und ich wollte mich deshalb nicht so weit von der Western Union Filiale entfernen. An der Kreuzung vor der Station 1-go Maja – Sąd kam tatsächlich völlig unerwartet noch einmal die Sonne für kurze Zeit zwischen den Wolken hervor. In der Zeit kam natürlich nichts im passenden Licht angefahren. Das Wetter in Kombination mit dem dürftigen Takt machte das Fotografieren in dieser Hinsicht relativ schwer. Zumindest im halbwegs richtigen Licht kam Wagen 406 von der Endstation Saperów zurück.
Als der Wagen für ein Bild im passenden Licht endlich angefahren kam, war das Licht schon lange wieder verschwunden. Zumindest war es mit Konstal 048 erneut der einzige Wagen der Konstal-Baureihe, welcher heute unterwegs zu sein schien. Mit der analogen Zielanzeige und auch sonst verschont von jeglichen äußerlich erkennbaren Modernisierungen schien der Wagen noch relativ nah am Originalzustand zu sein.
Wagen 071 hatte es nach über 40 Minuten von der Endstation zurückgeschafft. Bei der kurzen Strecke bis Endstation war das schon eine erstaunlich lange Zeit und ließ darauf schließen, dass an der Endstation etwas länger Pause gemacht wurde. Hier befand sich der Wagen auf einem kurzen Streckenabschnitt nahe der Station Dworzec, auf dem die Straßenbahn in der Mitte einer viel befahrenen Straße verkehrte, die zumindest etwas an Stadtkulisse durch die am Rand stehende Häuserfassade zu bieten hatte. Abgesehen davon war dieser Teil der Strecke nicht wirklich fotogen.
Nur wenige Minuten später folgte Wagen 048 als Linie 2 dem vorweggefahrenen Wagen 071 als Linie 1. Warum die beiden Linien bei dem dünnen Takt so dicht hintereinander weg verkehrten, blieb ein Rätsel. Bei einem Takt zwischen 38 und 45 Minuten, der auf der Linie 2 angeboten wurde, kam das in der Stunde allerdings auch nicht sehr häufig vor. Durch diesen kurzen Abstand zwischen den beiden Wagen hatte ich es nicht sonderlich weit geschafft und befand mich noch immer an der Häuserfassade.
Aus der anderen Richtung folgte kurze Zeit später an der gleichen Stelle der zweite und damit auch letzte andere Kurs der Linie 2 in Form von Wagen 072. Die beiden Kurse kreuzten bei dem ungeraden Takt immer an verschiedenen Stellen, hatte dafür hier in der Innenstadt durch den zweigleisigen Ausbau aber auch genug Platz. Heute waren direkt alle fünf der neuen Fahrzeuge von Modertrans unterwegs, wodurch sich die Fahrzeugvielfalt bei den meisten Bildern stark in Grenzen hielt.
Nach dem Bild bekam ich die Nachricht, dass das Geld überwiesen sein sollte. Ich lief also die gesamte Strecke zurück bis zur Filiale der Western Union, die sich genau an der Ecke befand, an der ich heute Morgen das erste Bild des Tages geschossen hatte. Doch angekommen an der Western Union, trat direkt das nächste Problem auf. Der Mann an dem Schalter, der kein Wort Englisch sprach (perfekte Voraussetzung für diesen Job), wollte mir das Geld nicht rausrücken. In der Überweisung stand mein Nachname Höltge mit oe, also Hoeltge. Das hatte den einfachen Grund, dass für die Bearbeitung der Überweisung eine englische Tastatur genutzt wurde, auf der es den Umlaut ö schlichtweg nicht gab. Auf meinem Personalausweis, den ich vorzeigen musste, um an das Geld zu gelangen, stand mein Nachname jedoch mit ö. Dem Mann am Schalter reichte das, um einen Betrug zu wittern. Klar, es wird sicherlich genau an diesem Tag noch ein weiterer Jonas Höltge, der aber mit oe geschrieben wird und deutscher Staatsbürger ist, in Elbing in diese Filiale kommen, um sich dort Geld auszahlen zu lassen. Also musste der Name umgeändert werden, sonst würde ich das Geld nicht bekommen. Das Problem war, dass der Name in der Überweisung nicht auf ein ö geändert werden konnte, weil die englische Tastatur, wie bereits erwähnt, das ö nicht zu bieten hatte. Der Mann am Schalter merkte an, dass ja auch der Name meiner Mutter in der Überweisung mit ö geschrieben wurde. Das lag daran, dass bei diesem Namen bereits hinterlegte Daten übertragen wurden und deshalb das ö nicht extra eingegeben wurde. Der Kreis drehte sich immer weiter in dem ich meine Mutter anrief und versuchte, den Namen abändern zu lassen und gleichzeitig dem Mann am Schalter per Google-Übersetzer versuchte klar zu machen, dass ich den Namen nicht ändern konnte. Das störte den aber nicht und er blieb stur. In der Zeit hatte ich die Filiale zwischenzeitlich verlassen und wartete darauf, dass meine Mutter ihr Bestes gab, an der Überweisung etwas zu ändern. Ich trieb mich noch etwas rund um die Filiale an der Straßenbahn herum und setzte hier und da ein Bild um.
Ich befand mich direkt vor der Western Union Filiale und hatte gerade den ersten erfolglosen Versuch unternommen, an das Bargeld zu kommen. Bis meine Mutter etwas an der Überweisung geändert hatte, dauerte es jetzt etwas und ich widmete mich zunächst wieder der Straßenbahn. Beim Verlassen der Filiale kam direkt Modertrans 072 angefahren. Das einzig gute bei dem trüben Wetter war die Tatsache, dass ich einfach in jede Richtung ohne Probleme fotografieren konnte.
Wie schon am gelben Zaun zu erkennen, hielt ich mich ein weiteres Mal an der Station 1-go Maja – Sąd auf. Wieder war es Konstal 048 der eine weitere Runde die Linie 2 bediente und gerade die Station verlassen hatte. Im Hintergrund an der Ecke des Hauses war mit gelber Aufschrift die Western Union Filiale zu erkennen, in der sich das ganze Drama im Moment abspielte.
Aus der anderen Richtung folgte direkt im Gegenzug der letzte zuvor noch nicht im Bild untergebrachte Wagentyp, der heute unterwegs war. In den Jahren 2016 und 2019 wurden jeweils zwei umgebaute Konstal 805Na, nun als Konstal 805N-EN, aus Lodz für den kleinen Betrieb von Elbing beschafft. Während die ersten beiden Fahrzeuge von 2016 abgesehen von einer neuen Front noch relativ original waren, wurden die Fahrzeuge von 2019 einmal kernsaniert und neben einer neuen Front auch mit neuen Türen und Fenstern ausgestattet. Bei Wagen 065 handelte es sich um eines der beiden Fahrzeuge von 2019, das heute auf der Linie 1 unterwegs war.
Die Fahrzeuge von Pesa waren schon die mit Abstand längsten Fahrzeuge, die heute im Planbetrieb unterwegs waren. Trotzdem passte der Wagen mit seiner immer noch überschaubaren Länge perfekt ins Motiv, ohne hinter dem Oberleitungsmast zu verschwinden. Der Wagen war als einer von ebenfalls nur zwei Wagen auf der Linie 3 unterwegs.
Nachdem meine Mutter den Namen in der Überweisung bei ihr ebenfalls auf Hoeltge mit oe geändert hatte, hoffte ich, dass Problem hätte sich erledigt. Ich ging zurück in die Filiale, aber weiterhin beharrte der Mann darauf, dass mein Nachname wie auf meinem Personalausweis mit ö geschrieben werden müsste. Langsam aber sicher wurde ich wütend. Ich konnte offensichtlich nichts an der Situation ändern, hatte aber eigentlich auch wirklich besseres zu tun, als mich mit diesem Typen am Schalter rumzuschlagen. Und das alles nur, weil es der Betrieb von Elbing nicht geschafft hatte, die 24-Stunden-Karte in ihrem Ticketautomaten anzubieten.
Kurz bevor ich völlig verzweifelte, entschied sich der Mann am Schalter, zum Telefon zu greifen und jemanden anzurufen. Offensichtlich besaß die Person auf der anderen Seite der Leitung deutlich mehr Kompetenz für den Job und nur wenige Sekunden, nachdem das Gespräch beendet war, rückte der Mann sehr widerwillig das Geld raus. Natürlich nicht, ohne kurz danach nochmal per Google-Übersetzer mitzuteilen, dass der Name das nächste Mal doch bitte passen solle, weil das so ja eigentlich nicht gehen würde. Ich warf dem Mann bei der Übernahme des Geldes und beim Verlassen der Filiale noch ein paar nicht ganz so nette Worte an den Kopf, die er aber ohnehin nicht verstand. Hätte ich sogar auf Englisch machen können, dass verstand er ja schließlich auch nicht. Zunächst ging ich jetzt in den nächsten Zabka und kaufte mir direkt meine Mittagessen, das hatte ich nach dem ganzen Stress nun wirklich nötig. Danach kaufte ich mir in der nächsten Bahn das eigentliche Ziel dieser ganzen Aktion. Eine Tageskarte. Anstatt eines richtigen Tickets bekam ich einfach einen Bon-ähnlichen Schnipsel in die Hand gedrückt, auf den alle wichtigen Daten vermerkt waren. Wegen diesem kleinen Bon hatte ich jetzt so viel Stress gehabt. Das war irgendwie anders geplant gewesen. Die ganze Aktion hatte mich jetzt insgesamt weit über drei Stunden gekostet und auch jetzt sah der Himmel nicht so aus, als würde sich die Sonne in nächster Zeit nochmal zeigen.
Den Ast nach Druska hatte ich nun schonmal zur Hälfte erkundet. Dort wollte ich jetzt per Bahn noch bis zur Endstation vordringen. Zunächst wollte ich mich aber mit dem Ast nach Saperów beschäftigen. Dieser wurde von der Linie 3 in einem unangenehmen 20-30-Minuten-Takt typenrein von der Pesa-Fahrzeugserie bedient. Zum Glück war der Ast nicht sonderlich lang und sollte auch bei diesem Takt schnell abgearbeitet werden können. Tatsächlich entstand lediglich ein Bild an der Endstation, bevor ich mich wieder dem deutlich dichter befahrenen Ast nach Druska widmete und diesen bis zur Endstation abfuhr. Von dort bewegte ich mich ein ganzes Stück zu Fuß zurück und bekam sogar die Sonne noch einmal zu Gesicht. Durch die ganze Aktion mit dem Geld war es bereits 15:30 Uhr, als ich die Erkundung des Astes beendet hatte.
Der kurze Ast der Linie 3 von der Station 1-go Maja – Sąd bis zur Endstation Saperów verläuft größtenteils eingleisig entlang einer Straße und hatte nicht sonderlich viele Motive zu bieten. Daher entschied ich mich dazu, an der Strecke kein Bild zu machen und es bei einem Bild an der Endstation zu belassen. Dadurch musste ich mich auch nicht mit dem 30-Minuten-Takt herumschlagen und konnte direkt zurück zu dichter befahrenen Strecken des Netzes fahren. So entstand lediglich das Bild von Wagen 406 in der Schleife der Endstation Saperów.
Nach dem doch eher enttäuschenden Ast der Linie 3 war ich schnell wieder am Ast nach Druska angekommen. Hier waren mit den Linie 1 und 2 zumindest zwei Linien unterwegs und die Linie 1 verkehrte zudem im dichteren Takt. Ich hatte mich mit der Bahn direkt eine Station weiter den Ast heraus bewegt, als ich es zuvor zu Fuß geschafft hatte und war an der Station Grunwaldzka (Sadowa) angekommen. Ab hier verlief die Strecke teilweise bis zur Endstation nur eingleisig und die zweigleisig ausgebauten Stationen wurden als Kreuzungsmöglichkeit genutzt. Wieder einmal war es Konstal 048, der mir vor die Kamera fuhr.
Mit der nächsten Bahn war ich direkt mal bis zur Endstation durchgefahren und wollte mich von dort zu Fuß den Ast zurückbewegen. An der Endstation Druska brach völlig unerwartet die Sonne durch die sonst dichte Wolkendecke und ich nutzte die kurze Gelegenheit für ein erstes Sonnenbild an diesem Ast. Wie so häufig war es einer der neuen Modertransfahrzeuge in Form von Wagen 071, der sich als Linie 1 zeigte.
Aus der anderen Richtung bahnte sich bereits der nächste Kurs der Linie 1 am Horizont an. Für einen Stellungswechsel wäre nicht mehr genug Zeit und durch den parallel zur Strecke verlaufenden Zaun war ohnehin nicht wirklich genug Platz für ein etwas seitlicheres Bild. Also nutzte ich die kurze sonnige Phase für einen Kunstschuss von Wagen 074, der hier über die völlig unebene Strecke in Richtung Endstation schaukelte.
Irgendwie hatte ich gerade genau die Phase erwischt, in der die beiden nicht von Modertrans-Fahrzeugen bedienten Kurse auf den Linien 1 und 2 weg waren. Daher war es mit Wagen 072 nahe der Haltestelle Grunwaldzka (PWSZ) wieder eines der Fahrzeuge von Modertrans, welches sich in der kleinen Sonnenlücke zwischen den Baumschatten präsentierte. Zumindest schien immer noch die Sonne und die Strecke war hier auch relativ hübsch.
Inzwischen war ich am eingleisigen Stück der Strecke angekommen. Für den Wagen in Richtung der Endstation Druska hatte ich nicht wirklich ein sonniges Stück gefunden, an dem ich den Wagen gut hätte ablichten können. Zumindest teilweise war Wagen 070 jedoch in der Sonne, als ich ihn nahe der Station Grunwaldzka (Sadowa) aufnahm.
Wagen 074 konnte ich schon fast seit Beginn der Fahrt von der Endstation beobachten. Langsam aber sicher rückte der Wagen aber immer näher und ich hatte noch keinen sonnigen Spot gefunden. Daher musste ich kurzfristig zu einem kleinen Sprint ansetzen, um auch von dem eingleisigen Stück noch ein halbwegs ordentliches Bild mit Wagen 074 schießen zu können. Jetzt hatte ich die Station Grunwaldzka (Sadowa) fast wieder erreicht.
Für ein sonniges Bild von Wagen 048 reichte es leider nicht mehr, als dieser sich wieder auf das eingleisige Stück in Richtung Endstation Druska begab. Von der Station Grunwaldzka (Sadowa) aus musste ich nun noch weiter zu Fuß in Richtung Innenstadt laufen, da ich noch ein Bild des Wagens bei seiner Rückfahrt schießen wollte und dafür ein Motiv benötigte. Da die Gegenbahn gerade erst Weg war, blieb mir nichts anderes übrig, als weiterhin zu Fuß zu gehen.
Wirklich optimal war das Motiv für die Rückfahrt des Wagens zwar nicht geworden, dafür schien aber die Sonne von der richtigen Seite und es fuhren keine Autos vor die Bahn. Das war schonmal ein guter Anfang. Aus dieser seitlichen Perspektive war auch die Werbung für das 130-jährige Jubiläum des Betriebes schön zu erkennen. Zuvor trug genau dieser Wagen bereits die Werbung für das 120-jährige Jubiläum des Betriebs.
Auch während der Standzeit des Wagens 071 an der Station Plac Grunwaldzki kam die Sonne noch einmal passend heraus, sodass mir auch hier ein Sonnenbild gelang. Der Wagen war gerade weit genug an der Haltestelle nach vorne gefahren, sodass er es aus dem Schatten der Bäume weiter hinten an der Haltestelle herausgeschafft hatte. Die perfekte Aufstellung des Wagens wurde direkt für ein Fahrzeugbild genutzt.
Wie einigen sicherlich schon aufgefallen sein mag, ist bisher in diesem Teil des Reiseberichtes immer nur die Rede von drei Linien. Zudem sind die umgebauten ex-Augsburger ebenfalls noch nicht im Bericht aufgetaucht. Das hatte den ganz einfachen Grund, dass die beiden Linien 4 und 5 nicht in Betrieb waren. Dadurch fielen gleich zwei von fünf Linien des Betriebes aus. Zudem wurde der Streckenabschnitt zwischen den Stationen Grota-Roweckiego-Traugutta und Plk. Dabka – Niepodeglosci nicht betrieben. Dieser Umstand gepaart mit dem ohnehin schon dünneren Ferienbetrieb sorgte dafür, dass der tägliche Auslauf an Wagen deutlich geringer war und deshalb auch die ex-Augsburger nicht zum Einsatz kamen. Aus diesem Grund war es mir auch schon bereits gestern Abend komisch vorgekommen, dass vor meinem Apartment die Strecke nicht in Betrieb zu sein schien. Dabei handelte es sich genau um den nicht betriebenen Ast.
Jetzt hatte ich also noch enorm viel Zeit für einen noch kleiner gewordenen Betrieb. Die einzig unbekannten Äste waren nun nur noch der Ast der Linie 2 nach Marymoncka (pętla), der mit dem 38-45-Minuten Takt jedoch sehr unattraktiv daherkam und der Ast der Linien 1 und 3 nach Ogólna. Das schien doch ein deutlich erschwinglicheres Ziel zu sein. Um den Ast der Linie 2 konnte ich mich auch ganz entspannt noch morgen kümmern, da hätte ich schließlich auch noch den ganzen Tag für das Netz. Inzwischen hatten sich die Wolken am Himmel wieder verdichtet und die kurze sonnige Phase schien erstmal vorbei zu sein. Genau die richtige Zeit also, um sich in den nächsten Wagen zu setzen und ein wenig Streckenkunde zu betreiben. Ich nahm von der Station Plac Grunwaldzki den nächsten Kurs der Linie 1 und ließ mich erstmal ein wenig durch die Gegend fahren. Es ging am Depot des Betriebes vorbei, an dem ich abgesehen vom schon lange abgestellten Wagen 871 nichts Interessantes erblicken konnte, bis zur Station Obrońców Pokoju (Wiejska). Hier hatte sich die Strecke endlich von der Straße gelöst, die lange Zeit parallel verlaufen war. Direkt wurde es wieder deutlich rustikaler und mehr nach meinem Geschmack. Hier sollte doch einiges gehen. Beim aktuell nicht vorhandenen Sonnenstand konnte ich auch die Richtung, in die ich fotografierte, völlig außer Acht lassen. So bewegte ich mich zu Fuß bis zur Station Obrońców Pokoju (Batorego) weiter und lichtete innerhalb der nächsten 45 Minuten die durchfahrenden Kurse der Linien 1 und 3 ab.
Modertrans 073 hatte mich die Strecke der Linie 1 bis zur Station Obrońców Pokoju (Wiejska) gebracht. Jetzt diente der Wagen direkt noch als Motiv. Nachdem ich den Wagen verlassen hatte, lief ich schnell auf die andere Seite der Straße, um direkt ein Bild an der Station zu schießen. Hier war die Strecke wieder nur eingleisig ausgebaut und auch der Gleisbau ließ ein wenig zu wünschen übrig.
Für den nächsten Kurs war ich noch an der Station Obrońców Pokoju (Wiejska) verblieben. Dieses heruntergekommene Ambiente gepaart mit dem rustikalen Gleisbau wollte ich unbedingt dargestellt haben. Da passte der relativ neue Wagen 071 irgendwie so gar nicht ins Bild. Hier hätte es viel eher einen abgerockten Konstal 805Na gebraucht, den ich hier heute aber nicht mehr antreffen würde. Aber auch so zeigte das Bild schon sehr gut den Zustand dieses Viertels. Kurz nach der Station wurde die Strecke wieder zweigleisig, sodass das kurze eingleisige Stück nicht wirklich für Probleme im Betriebsablauf sorgte.
Aus der anderen Richtung folgte kurz darauf der modernisierte Konstal 805N-EN 065. Bei diesem Türseitenbild waren nun auch gut die Veränderungen an dem Wagen zu erkennen. Neben einer modernisierten Fensterpartie fielen vor allem die Türen auf. In diesem Fall wurden statt der typischen Konstal-Türen modernere Außenschwenktüren eingebaut und die Doppeltür in der Mitte des Wagens war einer Einzeltür gewichen.
Ich hatte mich zu Fuß bis zur Station Obrońców Pokoju (Batorego) begeben. Hier war die Strecke wieder zweigleisig ausgebaut und häufig kam es an dieser Stelle zu Kreuzungen zweier Kurse. Rechts hinter dem Zaun befand sich eine wohl schon längere Zeit stillgelegte Zwischenschleife, die zumindest für ein wenig mehr Licht im Bild sorgte. Pesa 401 rumpelte als Linie 3 über die Gleise aus der Station heraus. Diese Fahrzeugserie ist ohnehin nicht für ihre guten Fahreigenschaften bekannt, bei diesem Gleisbau sah das Ganze aber schon sehr brutal aus.
Aus der anderen Richtung folgte der Kurs der Linie 3 nur Sekunden später. Wagen 406 holperte über die Gleise und machte auch beim Überqueren der Weiche zur nicht mehr genutzten Schleife bedenkliche Geräusche.
Jetzt war ich an einem der bekannteren Motive des Betriebs angekommen. Ich befand mich immer noch an der stillgelegten Zwischenschleife, hatte aber die Gleisseite gewechselt und war entlang der Schleife zur anderen Fahrtrichtungshaltestelle gegangen. Normalerweise ist das Motiv hier von etwas weiter links quer über die Wiese, auf der die Überreste der Schleife noch liegen, am Schönsten. Da ich Wagen 074 zur Weiterfahrt jedoch noch bekommen wollte, setzte ich das Bild hier zunächst etwas steiler um. Danach schaffte ich es gerade noch so an die Haltestelle und in den Wagen.
Diesen kurzen Streckenabschnitt hatte ich nun in voller Gänze dargestellt. Jetzt wollte ich mir auch noch den restlichen Abschnitt des Astes angucken in der Hoffnung, dass auch dieser noch ein paar Motive zu bieten hatte. Von der Station Obrońców Pokoju (Batorego) ging es zunächst eine Station bis zur Station Obrońców Pokoju (Płk. Dąbka) weiter. Dort knickte die Strecke wieder in die Mitte einer großen Straße ab und wurde dadurch direkt unfotogener. Zudem traf hier der nicht betriebene Linienast wieder auf die Strecke der Linien 1 und 3. Zum Glück folgte die Strecke der Straße nur eine Station, bevor es nach rechts abging. Aber auch dort ging es in der Mitte einer großen Straße bis zur Endstation Ogólna weiter. Hier ergaben sich auf jeden Fall keine Motive und ich sah bei diesem trüben Wetter erst recht keinen Grund die Bahn zu verlassen. Daher ging es letztendlich erst an der Endstation aus der Bahn, an der auch wieder Bilder ohne die große Straße möglich waren. Da der Wagen 074 als Linie 1 dem Wagen 406 auf der Linie 3 nur wenige Minuten später gefolgt war, stand auch dieser noch in der Endstation und es war ein Bild von beiden Fahrzeugtypen nebeneinander möglich.
Die beiden neuesten Fahrzeuggenerationen zeigten sich an der Endhaltestelle Ogólna genau nebeneinander. Während ich mit Modertrans 074 bis zur Endstation gekommen war, war Pesa 406 bereits kurz zuvor eingetroffen. Nun genossen beide Fahrer ihre kurze Pause in der Schleife der Endstation.
Pesa 406 war dann auch der Wagen, der die Endstation zuerst wieder verließ. Die Linie 1 würde hier noch eine deutlich längere Pause machen, sodass auch ich mich mit dem Wagen zurück in Richtung Innenstadt begeben wollte. Ich schoss also noch schnell ein Bild des Wagens, als dieser in die Station einfuhr, dann eilte ich auf den Bahnsteig und betrat noch den Wagen.
Als ich in den Wagen eingestiegen war, ahnte ich noch nicht, worauf ich mich eingelassen hatte. Nichtsahnend hatte ich mich nach ganz hinten in den Wagen gesetzt. Als es kurz darauf losging, wurde mir aber langsam bewusst, was ich mir hier angetan hatte. Im letzten Teil des Wagens wurde ich in jeder Kurve hinterhergeschleudert, der Wagen war bei der Fahrt für Niederflurverhältnisse extrem laut und bei jedem Schienenstoß, von denen es auf der Strecke unzählige gab, ruckte es einmal komplett durch den ganzen Wagen. Ich war mir nicht sicher, ob ich eine so qualitativ schlechte Fahrt jemals in einem Niederflurwagen erlebt hatte. Mir sollte es aber egal sein. Nachdem ich große Teile des Tages zu Fuß entlang der Strecken unterwegs gewesen war, freute ich mich jetzt einfach, ein wenig sitzen zu können und ohne Stress ein längeres Stück zu fahren. Denn obwohl es bei meinem letzten Bild erst kurz nach 16:30 Uhr gewesen war, schaute ich langsam aber sicher schon dem Ende des Tages entgegen.
Eigentlich hatte ich nur noch ein wirkliches Ziel auf dem Zettel. Ich wollte mich am Abzweig der Linie 2 aufstellen und ein Bild des Wagens machen, der dort kurz nach der Linie 3 eintreffen sollte. Ich hatte ja schließlich eine 50%-Chance, dass es sich um den Konstal 805Na handeln könnte. Meine Hoffnung wurde jedoch enttäuscht. Einerseits handelte es sich um den anderen Kurs der Linie 2, der von einem Modertrans Fahrzeug bedient wurde, andererseits wurde das Bild auch relativ dunkel, da sich im Hintergrund eine ganze Menge blauer Himmel aufgetan hatte. Dieser blaue Himmel zog nur leider völlig an der Sonne vorbei, sodass auch am Abend nicht mehr wirklich Chancen auf Sonnenbilder bestanden. Ich beobachtete die Entwicklung des blauen Himmels noch ein wenig, doch an der Feststellung sollte sich nichts mehr ändern. Daher beschloss ich den Fototag um 17:30 Uhr, und somit so früh wie noch nie in diesem Urlaub, für beendet zu erklären. Nach den ganzen Dingen, die ich heute um die Ohren hatte und mit dem Wissen um einen gesamten weiteren Tag für den Betrieb hatte ich nicht mehr die Motivation, mich heute noch weiter irgendwo herumzuschlagen. Von dem Abzweig der Linie 2 an der Station Robotnicza (Królewiecka) begab ich mich also zurück zur Station 1-go Maja – Sąd, von woaus ich zu Fuß zum Apartment lief. Dort ruhte ich mich erstmal ein wenig aus, gönnte mir eine Dusche und legte die Füße hoch.
Dabei suchte ich nach einer Essensmöglichkeit, die dieses Mal nicht aus Essen vom Zabka bestehen sollte. Ich wurde in der Innenstadt von Elbing bei einem Restaurant fündig, das vom Apartment aus fußläufig erreichbar war. Also raffte ich mich ein letztes Mal für diesen Tag auf und begab mich in die Innenstadt. Dort war plötzlich ein riesiger Auflauf an Menschen und bevor ich mir die Frage stellen konnte, was die hier alle wollten, stand ich auch schon in einem Markt, der hier die Innenstadt entlang aufgebaut war. Zum Glück musste ich der Straße nur eine Querstraße weiter folgen und konnte so der Menschenmasse schnell entkommen. In dem ausgewählten Restaurant gab es in der Folge ein sehr leckeres Abendbrot und nach diesem versöhnlichen Tagesabschluss ging es zurück ins Apartment. Dort widmete ich mich meiner Serie und ließ den Abend ausklingen. So wirklich viel Planung bedurfte es für den Tag morgen nicht. Hier und da hatte ich noch eine Idee, wo ich an den bereits erkundeten Strecken noch Bilder umsetzen konnte und dann stand noch die Linie 2 auf dem Programm. Dazu gibt es dann aber mehr im nächsten Teil von “Rundreise durch Nordpolen”.
