Eine Reise mit den Harzer Schmalspurbahnen – 1.2 Wernigerode Westerntor

Portrait des größten deutschen Schmalspurnetzes nach der Wende


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Teil 1 – Von Wernigerode nach Drei Annen Hohne


Der erste Abschnitt der Reise geht auf der Harzquerbahn von Wernigerode bis Drei Annen Hohne. Für eine größere Ansicht mit der rechten Maustaste auf das Bild klicken und „Grafik anzeigen“ auswählen

Der erste Teil der Reise führt uns auf den Gleisen der Harzquerbahn von Wernigerode bis zum Abzweig der Brockenstrecke nach Drei Annen Hohne. Nach der Fahrt durch die gemütliche Kleinstadt am Rand des Harzes, verschwindet die Strecke zum großen Teil im Wald und überwindet, durch viele enge Kurven und den einzigen Tunnel des gesamten Netzes, die ersten 300 Meter Höhe. Besonders im Herbst genügen diese 300 Meter Höhendifferenz oftmals, um von einer bunten Herbstlandschaft in eine weiß gepudertes Winterparadies einzutauchen. Der von Wernigerode bis Drei Annen Hohne verlaufende Bahnparallelweg, ist damit vielleicht einer der schönsten Wanderwege entlang der HSB und bietet einige schöne Ausblicke auf Bahn und Landschaft.

Durch Rodungen ergeben sich auch an dieser, meist tief im Wald verlaufenden Strecke, immer wieder für einige Jahre neue Motive, bis sich die Natur den Lebensraum entlang der Strecke zurückerobert.


1.2 Wernigerode Westerntor

Über eine große S-Kurve verschwenkt die Strecke der Harzer Schmalspurbahn hinter dem Hauptbahnhof von der Regelspurstrecke in Richtung Wernigerode Zentrum zum Bahnhof Westerntor. Wernigerode Westerntor ist das ehemalige Betriebszentrum der Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft (NWE). Auch heute noch befindet sich hier die Hauptwerkstätte der HSB. Zahlreiche nicht betriebsfähige Fahrzeuge sind hier teils im Freien, teils in einem der zwei großen Schuppen abgestellt.


1.2.1: Während des Bahnhoffestes im Juni 2012, waren zahlreiche Fahrzeuge auf den Gleisanlagen des für die Öffentlichkeit geöffneten Betriebsgeländes des Bahnhofs Westerntor ausgestellt.
Neben den beiden Triebwagen 187 025 (T3) und dem „Fuchs“ 187 012-0, waren auch das frisch revidierte Harzkamel 199 874-9, mit montierten Regelspurpuffern und die nur selten anzutreffende Köf 199 011-8 ausgestellt.


1.2.2: Während des Bahnhoffestes pendelte unter anderem der 1950 von Talbot gebaute Gasttriebwagen der Selfkantbahn zwischen Wernigerode Hauptbahnhof und Hasserode. 99 7237-3 bot derweil im Bahnhof Westerntor Führerstandsmitfahrten an.


1.2.3: Am 20. Juni 1991 ist 99 7242-3 neben dem Lokschuppen in Wernigerode Westerntor zu sehen.


Am 17. Juli 1990 stehen die Schmalspurbahnen im Harz noch unter der Regie der DR. Der ungewöhnlich auf dem Mittelbhnsteig platzierte Baum hat jedoch bis heute sämtliche Sanierungsarbeiten überstanden.


1.2.4: Am 3. April 1999 sind 99 5901 und 99 5906 anlässlich des Festjahres „100 Jahre Harzquer- und Brockenbahn“, mit dem Traditionszug in Richtung Drei Annen Hohne unterwegs. Das Stolperfallenschild am Bahnsteiganfang weist nicht mehr auf die „Harzquer u. Brockenbahn“ hin, sondern allgemein auf die „Harzer Schmalspurbahen“. Das auf Kniehöhe angeordnete Hinweisschild existiert noch heute, der inoffizielle Bahnsteigzugang über den Bahnübergang wurde mit der letzten Sanierung allerdings noch deutlicher geschlossen.


1.2.5: Kein Aprilscherz war das überraschende Wintercomeback am 1. April 2013 und so musste das Harzkamel 199 874-9 am frühen Morgen mit der Schneefräse in Richtung Bocken aufbrechen. Auch wenn die dünne Schneedecke in Wernigerode keinen Anlass für einen Schneefräseneinsatz vermuten lässt, sorgen doch die Schneeverwehungen auf dem kargen Brocken immer wieder für teils meterhohe Schneemassen im oberen Bereich der Strecke. Am frühen Vormittag kommt 199 874-9 von ihrem Einsatz zurück und schiebt die Schneefräse in den Schuppen im Bahnhof Westerntor.


1.2.6: Nachdem die Schneefräse im Schuppen abgestellt ist, ließ sich das Harzkamel noch einmal auf Gleis 1 des Bahnhofes Westerntor ablichten.

Im nächsten Teil geht es dann durch die Straßen von Wernigerode nach Hasserode.

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