Typenportrait: Der polnische Einheitswagen 105N(a) in Posen, Stettin, Warschau und bei der Schlesischen Straßenbahn

Als eines der wenigen Länder des ehemaligen Ostblocks, baute Polen bis zum Fall des eisernen Vorhangs durchgehend seine eigenen Straßenbahnwagen. Bei Konstal entstanden nach dem 2. Weltkrieg über die Jahre diverse Einheitsfahrzeuge, welche im ganzen Land in hohen Stückzahlen zum Einsatz kamen. Den Schlusspunkt setzte ab Ende der 70er Jahren der Großraumwagen 105N auf Normalspur und 805N für Meterspur, welcher die polnischen Straßenbahnbetriebe bis heute in diversen Modernisierungsvarianten prägt.


Jeder, der in den vergangenen 30 Jahren in Polen mit der Straßenbahn gefahren ist, wird sie kennen. Ob unbewusst um als Tourist vom Hotel in die Innenstadt zu gelangen, oder als Straßenbahninteressierter, um Stadt und Betrieb von den Gleisen aus zu erkunden. Der polnische Einheitswagen der 70er, 80er und 90er Jahre: Der Konstal 105N(a)/805N(a).
Zu Tausenden prägten die oft schmuddeligen und irgendwie immer etwas zusammengezimmert wirkenden Fahrzeuge das polnische Stadtbild der vergangenen 40 Jahre. Heute werden die Fahrzeuge jedoch in vielen polnischen Städten langsam zur Seltenheit. Zeit also, einen genaueren Blick auf diesen ikonischen Fahrzeugtyp zu werfen, bei dem viele Straßenbahnfreunde aus Deutschland, wohl garnicht erst auf den Auslöser drückten, wenn er um die Ecke geschaukelt kam, ob der Enttäuschung, dass der Kurs nicht mit einem Gebrauchtwagen aus Westeuropa besetzt war…


Die Vorgeschichte

Anders als die DDR und andere an die Sowjetunion angeschlossenen Staaten, baute Polen in der Planwirtschaft seine eigenen Straßenbahnwagen. So wurde beispielsweise in der DDR der Bau von Straßenbahnwagen bei der VEB Gotha Waggonbau Ende der 60er Jahre eingestellt, da ein Abkommen die Belieferung der ostdeutschen Betriebe mit Tatrawagen von CKD aus Tschechien vorsah. In Polen wurde der Straßenbahnbau nach dem 2. Weltkrieg jedoch durchgehend erhalten. Bei Konstal entstanden mit dem Typ N in den 40er und 50er Jahren konstruktiv noch durchaus primitive Nachkriegswagen, welche weit hinter Vorkriegsprodukten zurückblieben und sich in weiten Teilen stark an den deutschen Kriegsstraßenbahnwagen (KSW) anlehnten. Der KSW wurde von 1943 bis 1950 mit einfachsten Mitteln hergestellt, da notwendige Resourcen zunächst für die Kriegsproduktion abgezogen wurden und anschließend in Nachkriegsdeutschland noch immer Mangelware waren.
Die technisch vollkommen veralteten Nachbauten wurden bei Konstal in der Weiterentwicklung als 4N und 5N noch bis Anfang der 60er Jahre in hunderten Exemplaren für alle Straßenbahnbetriebe des Landes gebaut. Erst 1959 wurde mit dem Bau der ersten Großraumwagen des Typs 13N begonnen, welcher diesmal in weiten Teilen einen Nachbau des T1 von CKD darstellte. Der 13N wurden zwar in über 800 Exemplaren gefertigt, gelangte allerdings ausschließlich nach Warschau und in vier Exemplaren zur schlesischen Straßenbahn.
Aus dem Warschauer Großraumwagen wurde schließlich Ende der 60er Jahre ein sechsachsiger Gelenkwagen mit Jacobsdrehgestell als 102N/803N entwickelt. Dieser erlangte schließlich in den 60er und 70er Jahren landesweite Verbreitung mit über 650 Exemplaren, einschließlich der etwas abgeänderten Weiterentwicklung 102Na/803Na.
Neben der Arbeit am 102N-Gelenkwagen, wurde Ende der 60er Jahre auch am Konzept eines als 103N bezeichneten vierachsigen Fahrzeug gearbeitet, später an einem an den amerikanischen PCC angelehnten 104N. Zur Umsetzung kamen diese Projekte schlussendlich jedoch nicht. Stattdessen entstand wenig später der 105N.


Der 105N und 805N

1973 besann man sich schließlich wieder auf die vierachsige Großraumkonstruktion und entwickelte mit dem regelspurigen 105N und der meterspurigen Variante 805N, erstmals von Grund auf einen völlig neuen Wagentyp.
Die Fahrzeuge fielen durch ihr kompromisslos schlichtes Design auf: Die typischen Rundungen von Karrosserie und Frontscheiben der 60er Jahre, wie sie auch bei den meisten anderen Herstellern für dieses Jahrzehnt prägend waren, verschwanden. Sattdessen wurde ein funktional eckiges Design entworfen, mit großen, bis unter die Decke reichenden Fenstern, wie es zeitgleich auch von CKD beim KT4, oder bei der Düwag mit dem M/N-Wagen in Mode kam. So ergab sich ein heller Innenraum, bei dem auch stehende Fahrgäste in den Genuss eines Blickes nach draußen kamen. Bei jeweils nur einer Sitzreihe pro Wagenseite, die meist gerade einmal 22 Insassen einen Platz boten, kam dies der großen Mehrheit der Fahrgäste zu Gute. Die ungewöhnlich großen, bis unter die Decke reichenden Fenster, verschafften den Fahrzeugen in vielen Betrieben schnell den Spitznamen „Aquarium“. In Danzig wiederum sorgten die zusätzlichen kleinen ovalen Fenster unterhalb des Fahrerplatzes, wie sie bei den 105N noch verbaut wurden, für den Beinamen „Segelflugzeug“.
Auf weitere Komfortmerkmale wurde großzügig verzichtet. So gab es weder einzeln ansteuerbare Türen, noch Lichtschranken, Klemmschutz oder Haltewunschtasten. Stattdessen wurden an jeder Haltestelle sämtliche Türen mit einem lauten Scheppern aufgerissen, um sie wenig später nach einem kurzen Abfahrtsignal noch lauter wieder zuzuschlagen. Die Türen sind dabei ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des polnischen Einheitswagen. So gibt es vier große, zweiflügelige, nach innen drehende Türen, von denen die beiden Paare zwischen den Drehgestellen unmittelbar nebeneinander liegen.
Wie bei Konstal üblich, konnten die zweigeteilten Fenster im oberen Teil aufgeschoben werden, sodass es in den Wagen auch bei oftmals heißen Sommertemperaturen eine angenehme Luftzirkulation gab. Zusätzlich verfügten die Fahrzeuge über drei große Dachluken in der Mitte und zwei kleinere Luken vorne und hinten, um der Erhitzung durch die großen, verglasten Flächen entgegen zu wirken.

Wie zu dieser Zeit noch weit verbreitet, wurde auch die Konstalwagen mittels Pedalsteuerung gefahren. Auch die Sicherheitsfahrschalter wurde als Pedal ausgeführt, wobei die Funktion dieses Totmannpedals äußerst rudimentär ausfiel: Sobald der Fahrer den Fuß vom Pedal nahm, wurde das Fahrzeug über alle Bremsen zum Stillstand gebracht und die Klingel begann zu läuten. Dies war selbst dann der Fall, wenn der Fahrer im Stillstand vom Pedal abkam.
Die Fahrzeuge erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 70 km/h, soweit es die oftmals mangelhaften Streckenverhältnisse zuließen. Aber auch auf verschlissenen Gleisen zeigten die Fahrer oftmals kein Erbarmen mit den Fahrzeugen und jagten sie mit über 50 Sachen über ausgefahrene Gleise in die Plattensiedlungen und Vororte hinaus. Hätte man nach solchen Touren beispielsweise mit einer Tatra oder einem deutschen Gelenkwagen einen Orthopäden aufsuchen müssen, wurde man in den extrem weich gefederten Konstal 105N vom rytmischen Schwanken und Nicken höchstens Seekrank…

Von den regelspurigen 105N wurden bis 1979 knapp über 1000 Exemplare ausgeliefert, wohingegen die meterspurige Variante 805N gerade einmal in einer Stückzahl von 25 Fahrzeugen für Łódź gefertigt wurde. Heute sind keine Fahrzeuge im ursprünglichen Zustand der 105N/805N mehr im Linieneinsatz. Die meisten 105N und 805N wurden allerdings im Laufe der Jahre an die später gelieferten 105Na und 805Na angepasst und befinden sich so teilweise noch heute im Einsatz. Einige Betriebe haben zudem einzelne Fahrzeuge als Museumswagen in den Auslieferungszustand zurückversetzt.


Der 105Na und 805Na

Nach den ersten Lieferserien an fast alle polnischen Betrieb, wurde der Wagentyp technisch verbessert und optisch in einigen Details vereinfacht. Am auffälligsten war dabei der Wegfall der zusätzlichen Verglasungen am Fahrerstand. Später wurden auch die Fenster über den Türen, hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen, nicht mehr verbaut. Bei älteren Fahrzeugen wurden die zusätzlichen Fenster zudem im Laufe der Jahre ausgebaut und verblecht. Die wesentlichen Änderungen, unter anderem für einen niedrigeren Stromverbrauch, wurden jedoch auf technischer Seite vorgenommen und basierten auf den Erfahrungen mit den 105N.
Größtes Defizit des Standardwagens war und blieb auch nach diversen Verbesserungen auf technischer Seite, die recht schwache Wagenkastenkonstruktion, die mit einer sehr geringen Steifigkeit einherging. Schon bei vergleichsweise geringen Kollisionen, wurde die Struktur dabei oft so stark deformiert, das eine Instandsetzung sehr aufwendig oder garnicht mehr wirtschaftlich war und die Wagen in Folge dessen abgebrochen wurden.

Nun als 105Na/805Na bezeichnet, gelangte der Einheitswagen mit seinen diversen weiterentwickelten Unterbauarten und Modernisierungsvarianten bis ins Jahr 2000 hinein in über 2000 Exemplaren zu allen polnischen Straßenbahnbetrieb, womit die Fahrzeuge bei einigen Betrieben zeitweise ausschließlich zum Einsatz kamen. Der Konstal 105Na/805Na war damit der prägende polnische Fahrzeugtyp der vergangen 40 Jahre und steht noch heute, mit Außnahme von Gorzów, bei allen Straßenbahnbetrieben in Polen im Einsatz.

Durch die planwirtschaftlichen Beschränkungen kamen die Fahrzeuge allerdings nie über die Landesgrenzen hinaus und so wurde der 105N(a)/805N(a) zu DEM typisch polnischen Fahrzeug, während sich die Tatrawagen aus dem Nachbarland zur gleichen Zeit über ganz Osteuropa verbreiteten.
Die Bestände des Einheitswagens schrumpfen seit einigen Jahren jedoch beständig, die ursprünglichen Bauarten 105N/805N sind bereits bei keinem Betrieb mehr im Liniendienst. Auch die Bestände unmodernisierter 105Na/805Na gehen kontinuierlich zurück. In vielen Betrieben wurden die Fahrzeugen allerdings seit den 2000er Jahren unterschiedlichsten Modernisierungen und Neuaufbauten unterzogen, sodass der vierachsige Großraumwagen in Polen noch viele Jahre präsent sein wird. Die charakteristischen Linien des ursprünglichen, schlichten 70er-Jahre-„Design“, verschwinden durch die Modernisierungen allerdings zunehmend aus dem Stadtbild und wurden bei einigen Betrieben bereits vollständig verbannt.

Werfen wir nun im zweiten Teil einen Blick auf den polnischen Einheitsstraßenbahnwagen 105N(a) in Posen, bei der Schlesischen Straßenbahn, in Stettin und Warschau. In dieser Betrachtung wird ledigich auf die Fahrzeuge für den Linienbetrieb eingegangnen, die zahlreichen zu Arbeitswagen umgebauten Fahrzeuge werden weitgehend außer Acht gelassen.
Ein Klick auf den jeweiligen Betrieb in der nachfolgenden Liste, führt direkt zum entsprechenden Abschnitt. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Fahrzeughistorie, folgen jeweils die entsprechenden Fahrzeugaufnahmen und anschließend einige Bilder aus dem Betriebsalltag.

Quellen:

  • https://wroclawskakomunikacja.pl/zasady-dzialania/149-konstal-105na-nawr
  • http://www.kmpk.cba.pl/tabor-konstal-105na.html
  • https://www.mkm.szczecin.pl/encyklopedia/105n
  • http://www.kmk.krakow.pl/artykul_tramwaj_pcc_4.html

Neben eigenen Dokumentationen und Aufnahmen, basieren die meisten der folgenden Angaben und Daten zu Fahrzeugen auf der Fahrzeugdatenbank phototrans.eu. Zu den einzelnen Betrieben folgen gegebenenfalls zusätzliche Quellenangaben.


Posen (Poznań)

Insgesamt 261 105N(a) erreichten im Laufe der Jahre den Großbetrieb in Posen. Die Neufahrzeuge wurden von 1975 bis 1988 ausgeliefert, einige wenige Fahrzeuge wurden später aus Stettin und Warschau übernommen und ersetzten ausgemusterte Fahrzegue aus dem Bestand mit gleicher Nummer.
Bis 1979 erhielt Posen zunächt 118 105N, alle weiteren Fahrzeuge wurden bis 1988 als 105Na geliefert. Mit Ausnahme des historischen Zuges 105N 194+193, wurden bis in die 90er Jahre alle 105N zu 105Na umgerüstet.
Wie bei vielen anderen Betrieben, sind die Wagen heute fest gekuppelt und der jeweils zweite Triebwagen verfügt über keinen Füherstand. In dieser Form sind heute noch rund 25 Doppeltraktionen im Netz von Posen unterwegs.

Insgesamt 40 105Na wurden beim ortsansässigen und unter anderem auf Zweiterstellungen spezialisierten Modertrans einem aufwendigen Neuaufbau unterzogen. Die als Moderus Alfa HF04 (4) bzw. HF07 (36) bezeichneten Fahrzeuge haben mit den 105Na von Konstal nicht mehr viel gemein. Einzig die Fenster- und Türenanordnung erinnert noch an den Einheitswagen. Die Serie HF04 aus dem Jahr 2008 lässt sich äußerlich nicht von den HF07 aus den Jahren 2008 bis 2011 unterscheiden.


Auf der Linie 3 wurden in Posen einige Jahre planmäßig historische Fahrzeuge eingesetzt. So kam am 20. Oktober 2011 auch eine Doppeltraktion 105N zum Einsatz, welches die Unterschiede zu den noch im Planverkehr laufenden 105Na demonstriert. Optisch fällt dabei vor allem die zusätzliche Verglasung am Fahrerstand und über den Türen auf, aber auch die geschlossene Schürze war ein charakteristisches Merkmale der 105N. Insbesondere die zusätzliche Verglasung entfiel bei späteren Lieferserien aus Kostengründen.


In den 90er Jahren kam der heutige Museumszug weit weniger gepflegt daher, zudem waren einige Merkmale wie die Fenster über den Türen oder die Frontschürze dem Betriebsalltag zum Opfer gefallen. Am 28. März 1992 konnte der Zug in Posen aufgenommen werden.


Zum direkten Vergleich der 105Na, wie er noch heute in Posen zum Einsatz kommt. Die Fahrzeuge wurden im Laufe der Jahre einigen kleineren Auffrischungen unterzogen: Neben dem aktuellen Farbschema sind besonders die modernen LED-Matrixanzeigen zu erwähnen. Auch die Türen wurden durch neue, nur noch halbverglaste Türen ersetzt, welche zudem mit einer wesentlich leiseren Schließeinrichtung versehen wurden und deutlich geringere Spaltmaße aufweisen. Ein kleines Gimmik ist dabei die Wiedereinführung der traditionellen runden Linientafel auf dem Dach, welche heute nicht mehr von Hand „besteckt“ werden muss. Wagen 290 wurde im Jahr 1988 bereits als 105Na ausgeliefert.


Kaum wiederzuerkennen sind die 105Na nach ihrem Neuaufbau als Moderus Alfa HF07 beim ortsansässigen Modertrans, welches auch für zahlreiche andere polnische Betriebe die Modernisierung oder den Neuaufbau in die Jahre gekommener 105Na und 805Na durchführte.


Auch in Posen wurden die 105Na lange Zeit als fassungssarke Dreifachtraktionen eingesetzt. So auch die Dreifachtraktion 242, 241 und 247 am 17. Mai 1989 auf der Linie 5. Die drei Fahrzeuge wurden 1983 bereits als 105Na nach Posen geliefert und zeigen den Auslieferungszustand der 105Na zu diesem Zeitpunkt. In den 90er Jahren verloren die 105Na im Zuge kleinerer Modernisierungen auch den markanten „Kühlergrill“. Alle drei Fahrzeuge wurden zwischen 2017 und 2019 verschrottet.


In schönstem Licht kommt am 17. Mai 1989 der Zug mit 105Na 156 auf der Linie 21 daher. Dieses Fahrzeug wurde 1978 noch als 105N geliefert und 1995 an die 105Na angepasst. Die typischen optischen Merkmale der 105N wurden bei diesem Zug bereits zurückgebaut. Noch heute steht 105Na 156 in Posen im Einsatz, wenn sich sein Erscheinungsbild auch deutlich gewandelt hat und heute dem des bereits gezeigten 105Na 290 entspricht.


Großes 105Na Treffen am Rondo Kaponiera: Am 20. Oktober 2011 treffen sich gleich drei Konstal-Züge an der gleichnamigen Haltestelle. Bei den zwischenzeitlich eingebauten Zielanzeigen, wie sie 105Na 246 präsentiert, ist die Linientafel auf dem Dach entfallen, wohl um den Aufrüstvorgang zu vereinfachen. 105Na 115 trägt demgegenüber die neue digitale Linienanzeige, auch wenn diese zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht zu funktionieren scheint…


Am 21. April 2017 sind 105Na 112 und 111 vor dem Teatr Wielki unweit der Haltestelle „Fredry “ zu sehen.


Ein Motivklassiker von Posen findet sich am „Plac Cyryla Ratajskiego“. Am 21. April 2017 nehmen 105Na 136 und 137 als Linie 8 weitere Fahrgäste auf.


Einige 105Na erhielten nachträglich einen Fahrerstand auf der falschen Seite, um sie als Heck-an-Heck-Traktion auf kurzen Baustellenlinien im Linksverkehr einsetzten zu können. Der 1977 als 105N gebaute 117, wurde 1993 an die 105Na angepasst und schließlich im Jahr 2004 mit dem „falschen“ Fahrerstand ausgerüstet. Am 20. Oktober 2011 konnte 117 auf der Baustellenlinie 27 aufgenommen werden. Später übernahmen die aus Frankfurt übernommenen Düwag GT8-ZR (O-Wagen) diese Aufgabe und inzwischen auch die neuen Moderus Beta MF22AC BD, sodass 117 im Jahr 2019 ausgemustert werden konnte.

Zusätzliche Quellen:

  • http://www.kmpk.cba.pl/tabor-konstal-105na.html

Schlesische Straßenbahn / Katowice (Tramwaje Śląskie)

Das schlesische Straßenbahnnetz rund um Katowice erhielt ab 1974 insgesamt 493 Konstal Einheitswagen. Weitere 35 Fahrzeuge wurden ab 2006 aus Krakau übernommen.

Bis 1979 wurden zunächt 264 105N ins polnische Revier geliefert, damit war das schlesische Straßenbahnnetz der mit Abstand größte Abnehmer der 105N. Ab 1980 erfolgte dann die Auslieferung von 227 Exemplaren des moderneren 105Na.

Das schlesische Straßenbahnennetz verfügt über einige Konstal-Wagen mit beidseitigen Türen, um im Baustellenverkehr Heck-an-Heck-Traktionen einsetzten zu können. Neben den beidseitigen Türen, ist besonders die abweichende Bauform als Falttüren auffällig. Darüber hinaus sind jeweils die Hälfte der Sitze in entgegengesetzter Richtung angeordnet. Sechs dieser Fahrzeuge wurden 1993 geliefert und obwohl weitestgehend baugleich mit den 105Na, als 111N bezeichnet. Zwischen 2015 und 2016 wurden alle sechs Fahrzeuge in eigener Werkstatt einer Modernisierung unterzogen, weitgehend analog zu dem nachfolgend zu sehenden 105N-2K 790. Dabei verloren die 111N auch ihre markanten Falttüren.

1989 wurden zudem zwei der moderneren 105NT nach Katowice geliefert, von denen auch Warschau zwei Testexemplare erhielt. Die Fahrzeuge erhielten die Nummern 789 und 790. 105NT 789 wurde im Jahr 2007 nach Krakau abgegeben und dort 2015 ausgemustert. 105NT 790 wurde bereits zwischen 2004 und 2006 technisch überholt und schließlich bis 2016 wie der weiter unten folgende 790 zum 105N-2K modernisiert.

Die 105N(a) erfuhren im Laufe der Jahre zahlreiche Umbauten:
2003 wurden in der Werkstatt in Katowice sechs 105Na umfangreicher modernisiert. Dabei erhielten die Wagen an der Front einige neue Designelemente und Lampen. Der Innenraum wurde überholt, eine Fahrerstandklimatisierung eingebaut und LED-Matrixanzeigen installiert.
Ab 2004 wurden dann insgesamt 25 105Na bei der MPK Łódź einem Facelift unterzogen. Unter anderem erhielten die Wagen dabei neue Fahrzeugköpfe. Die übrigen Wagenkästen samt Türen und Fenstern blieben allerdings recht unberührt. Beide Serien wurden trotz deutlicher Unterschiede als 105N-2K bezeichnet.
Weitere 105Na wurden bei Modertrans in Posen grundlegend überholt und erhielten die typischen Modertrans-Fronten. Anders als für andere Betriebe, blieben die Wagenkästen allerdings wie bei den 105N-2K ansonsten weitgehend unangetastet. Die Fahrzeuge wurden als 105N-AC eingereiht.


Auch bei der Schlesischen Straßenbahn ist ein 105N nahezu im Auslieferungszustand erhalten geblieben und wurde am 26. Juni 2010 im regulären Liniendienst auf der Linie 13 eingesetzt.


Nur noch wenige 105Na sind heute noch mit den typischen Lampeneinfassungen aus den 90er Jahren unterwegs. 566 wurde 1979 als 105N gebaut und im Jahr 1994 an die 105Na angepasst. Dabei erhielt er neben den typischen Lampeneinfassungen der 90er Jahre auch eine neue Zielanzeige. Den aktuellen Zustand von 105Na 566 sehen wir einige Bilder weiter unten im Jahr 2014.

111N 360 wurde gemeinsam mit 406 am 4. Juni 2014 im Wechsel mit Frankfurter Pt-Wagen auf der vorübergehend stumpf endenden Linie 5 nach Szombierki eingesetzt.


105N-2K 790 gehört zu den sechs ab 2003 in eigener Werkstatt modernisierten 105Na.


Die 25 ab 2004 von der MPK Lodz zu 105N-2K umgebauten 105Na unterscheiden sich deutlich von den Fahrzeugen aus eigener Werkstatt.


Die jüngsten Umbauten zu 105N-AC fanden schließlich bei Modertrans in Posen statt. Hier zu sehen der 105N-AC 702 im Jahr 2014.


Typsiches Märzwetter herrschte am 30. März 1992 im polnischen Revier. 105Na 589 wurde 1980 nach Katowice geliefert und zeigt noch die Merkmale der fabrikneuen Fahrzeuge. Ab 2003 wurde der 589 zum geführten Triebwagen degradiert. 2010 wurde der 105Na schließlich in der Gestalt des zuvor gezeigte 790 modernisiert, erhielt die Nummer 458 und kommt seither als Solofahrzeug zum Einsatz.


Später am Tag besserte sich das Wetter merklich und die 105Na Traktion aus 491 und 490, konnte am Plac Wolności in Zabrze bereits bei Sonne aufgenommen werden. Der führende 105Na wurde 1977 als 105N von Konstal geliefert und im Jahr 1991 zum 105Na umgebaut. So sind im Jahr 1992 die typischen Merkmale der frühen 105N bereits Geschichte.


105Na 373 hat am 26. Juni 2010 als Linie 1 durch das Depot von Gliwice gewendet. Schon seit einigen Jahren ist die Straßenbahn in Gliwice selbst stillgelegt und die Strecke endet damit etwas im Niemandsland am Depot. Das es sich bei 105Na 373 um einen der Wagen mit beidseitigen Türen handelt, lässt sich an den untypischen Falttüren erkennen, die bei diesen Fahrzeugen eingebaut wurden.


Das schlesische Straßenbahnnetz erschließt Polens größtes Kohle- und Industrierevier und hat zahlreiche rustikale Ecken zu bieten. So auch den Knotenpunkt am Bahnhof Mysłowice, an dem 105Na 595 am 26. Juni 2010 Endstation macht. 595 wurde 1980 bereits als 105Na geliefert. Viel hat sich, abgesehen vom Ersatz des schwarzen Querbalkens und dem Einbau einer neuen Zielanzeige, seither nicht an dem Fahrzeug getan. 595 blieb weitestgehend in diesem Zustand im Einsatz, bis er 2015 verschrottet wurde.


Eine der schönsten Stellen im Netz findet sich am großen Kreisel in Bedzin. Den 105Na 566 kennen wir bereits aus dem Jahr 2010. Hier ist er am 4. Juni 2014 als Linie 22 in Bedzin unterwegs.


105Na 590 hat am 4. Juni 2014 als Linie 35 durch das große Depot von Katowice gewendet. 590 wurde bereits 1975 als 105N 340 ausgeliefert. 1982 wurde er an die 105Na angepasst und erhielt schließlich im Jahr 2014 die neue Nummer 590, obwohl er noch im selben Jahr ausgemustert und 2015 verschrottet wurde.


105N-2K 417 am 4. Juni 2014. Bei diesem Fahrzeug wurden im Zuge der Modernisierung nicht einmal digitale Linienanzeigen eingebaut.


105N-2K 700 hält am 28. April 2017 in Pogoń an der Haltestelle Mariacka


Der Modertrans 105N-AC geht am 28. April 2017 als Linie 24 in Pogoń unweit der Haltestelle Kościół auf Tauchgang.

Zusätzliche Quellen:

  • https://www.tram-silesia.pl/www/index.php/tabor/liniowe/

Stettin (Szczecin)

Stettin erhielt von 1975 bis 1994 insgesamt 181 Einheitswagen von Konstal. 98 Fahrzeuge entfielen auf den ursprünglichen 105N mit den Nummern 631-728 und wurden bis 1979 geliefert. Weitere 83 Fahrzeuge des 105Na folgten bis 1994. Die 105N wurden im Laufe der Jahre allerdings, wie bei den meisten Betrieben, weitgehend an die 105Na angepasst und konnten äußerlich später nicht mehr unterschieden werden.

Ab der Jahrtausendwende entstanden in Stettin unterschiedlichste Modernisierungsvarianten des 105Na:
Unmittelbar nach der Jahrtausendwende wurde eine erste Reihe von Fahrzeugen zu 105Ng/D modernisiert, welche sich hauptsächlich durch neue Antriebstechnik, aber auch durch den Wegfall einer der mittigen Doppeltüren, sowie den Einbau neuer Außenschwenktüren auszeichneten. Weiterhin erhielten diese Fahrzeuge eine Fahrerstandsklimatisierung. 2015 erhielten die Fahrzeuge dieser Reihe neue Frontlampen, LED-Matrixanzeigen und die aktuellen Hausfarben und werden seither als 105Ng/2015 bezeichnet. Von allen Umbauvarianten der 105Na in Stettin, kommen diese den ursprünglichen Fahrzeugen noch am Nächsten.

Im Jahr 2001 wurden 14 105Na im Zuge einer Modernisierung mit neuen Frontpartien ausgerüstet und als 105N2k/2000 bezeichnet. Die Türen wurden analog zu den 105Ng/D umgebaut, im Gegensatz zu den Moderus Alfa 105N, blieben die Seitenpartien einschließlich der Fenster aber erhalten.

2008 bis 2011 erhielt Stettin 14 Moderus Alfa 105N von Modertrans, bei denen es sich um komplette Neubauten auf Basis der 105Na handelt, allerdings weiterhin als klassische Vierachser ohne Niederfluranteil. Anders als in Posen, erhielten auch diese Fahrzeuge Außenschwenktüren und eine der beiden mittigen Türen entfiel.


Der 105Na Zug aus 720 und 701 blieb in Stettin, wohl als potenzielles Museumsfahrzeug, in seinem Auslieferungszustand erhalten. So weißt der Zug noch heute alle typischen Merkmale der 1979er Bauserie auf. Der bis heute erhaltene Zug kam 2008 sogar noch im Plandienst zum Einsatz.


Ab 1978 erhielt Stettin die moderneren Fahrzeuge des Typs 105Na. Beim 1976 gebauten Wagen 668 handelte es sich daher noch um einen 105N, welcher später an die 105Na angepasst wurde. Am 20. Mai 1991 kam der 105N allerdings noch weitgehend unverändert zum Einsatz, lediglich die ovalen Fenster am Faherstand wurden bereits geschlossen.


Das Bild aus dem Jahr 2011 zeigt 105Na 738 in leicht modernisiertem Zustand mit Fahrerstandklimatisierung, LED-Matrixanzeigen, neuen Türen und neuer Bestuhlung im Innenraum. Das Fahrzeug gehörte zu den letztgebauten 105Na für Stettin, welche in den Jahren 1991 bis 1992 ausgeliefert wurden. Nur noch ein letzter Zug ist von diesen noch recht ursprünglichen 105Na im Jahr 2019 im Linieneinsatz. 105Na 738 wurde im Jahr 2015 ausgemustert.


Im Jahr 2015 erhielten die bereits zu 105Ng/D modernisierten Fahrzeuge zusätzlich neue Frontlampen und einen neuen Anstrich. Seither werden diese sechs Züge als 105Ng/2015 bezeichnet und sind nach wie vor im gesamten Netz anzutreffen.


Wagen 1055 gehört zu den sieben im Jahr 2001 von Alstom zu 105N2k/2000 modernisierten 105Na. Sie erhielten eine neue Frontpartie, wie sie ansonsten nur noch bei einigen Fahrzeugen in Warschau zu finden ist. Im Jahr 2008 waren die Fahrzeuge noch in den damals aktuellen Hausfarben lackiert.


Die jüngste Umbauvariante sind die Moderus Alfa 105N von Modertrans aus Posen. Die 14 Fahrzeuge kommen dabei einem kompletten Neubaufbau gleich und wurden in den Jahren 2008-2011 bereits in den noch immer aktuellen Hausfarben ausgeliefert.


Am 20. Mai 1991 hält die 105Na-Traktion aus 665 und 645 an der Haltestelle Wyszynskiego. Dahinter wartet bereits der nächste Zug. Als Dreifachtraktion konnten die 105Na aufgrund der vorhandenen Infrastruktur in Stettin nicht eingesetzt werden.


Am 20. Mai 1991 warten 105N 668 und 648 in der Endschleife der Linie 9. 105N 668 wurde im Jahr 1976 geliefert, später weitgehend an die 105Na angepasst und schließlich 2011 verschrottet. Hier zeigt er sich noch weitgehend im Auslieferungszustand, lediglich die Fenster unterhalb des Fahrerstandes wurden verblecht.


105Na 757 wurde im Jahr 1984 gebaut, 2001 zum 105Ng/S und schließlich 2015 zum 105Ng/2015. 2016 wurde er in 539 umgenummert und steht noch immer im Einsatz. Hier ist er am 20. Mai 1990 noch als 105Na, gemeinsam mit 755 auf der Linie 8 unterwegs.


Der letzte klassische 105Na-Zug konnte mit 105Na 762 und 763 am 15. Oktober 2019 auf dem Plac Grunwaldzki als Linie 5 angetroffen werden.


Noch ein Blick auf das einzige am 15. Oktober 2019 eingesetzte 105Na-Doppel 762+763 unweit der Haltestelle Wernyhory, kurz vor der Endschleife Krzekowo.


105Na 648 kam am 1. August 2008 derweil noch originaler daher. Digitale Zielanzeigen sind ebenso wie Fahrerstandklimatisierung und neue Sitze im Innenraum Fehlanzeige. Mit der Übernahme Berliner KT4D, T6A2 und Neufahrzeugen von Modertrans und Pesa, konnten diese unmodernisierten Fahrzeuge vollständig abgelöst werden.


Der Zug aus 537 und 536 kam am 15. Oktober 2019 auf der morbiden Hafenlinie 6 nach Gocław zum Einsatz. Hier kehrt das Gespann aus Gocław zurück in Richtung Innenstadt.


Am 15. Oktober 2011 waren einige Züge wie 784+785 an der Haltestelle Brama Portowa, bereits in der neuen Lackierung in weiß/grün/blau anzutreffen. Alle sieben 105N2k/2000-Züge befinden sich heute in diesem Zustand im Einsatz.


Am 15. Oktober 2011 sind Moderus Alfa 105N 501 und 502 unweit der Haltestelle Wyszynskiego vor der beeindruckenden Jakobskathedrale unterwegs.


Der Zug aus Moderus Alfa 105N 505+506 konnte am Morgen des 15. Oktober 2019 am Plac Rodła aufgenommen werden.


Warschau (Warszawa)

Warschau erhielt von 1975 bis 2000 ursprünglich 601 Exemplare des polnischen Einheitswagen. Die von Konstal gelieferten Fahrzeuge teilten sich dabei auf viele verschiedene Unterbauarten auf und wurden technisch laufend weiterentwickelt. Für eine übersichtliche Darstellung nachfolgende Tabelle der verschiedenen Baureihen:

Typ 105N 105Na 105NT 105Nb 105Ne 105Ng 105Nf 105N1k 105N2k 105Nm 105Nz
Baujahr 1975-1976 1984-1992 1989 1992-1993 1993 1993 1994-1996 1995 1995-2000 1996-1997 1997
Anzahl 100 281 2 14 18 2 44 2 122 14 2

Eine weitere Unterbauart entstand beim Umbau verschiedener Prototypen und Serienfahrzeugen zu 105N-MW. Die Prototypen 105N1k, 105Nz und 105NT, sowie die Fahrzeuge der Umbauserie 105N-MW, wurden später zu technisch vereinheitlichten 105Ni umgebaut.

Heute stehen noch immer weit über 300 Fahrzeuge der verschiedenen Serien im Einsatz und prägen den Großbetrieb damit wie kein anderer Fahrzeugtyp.
Die ursprünglich als 105N gebauten Fahrzeuge aus den 70er Jahren, wurden später vollständig zu 105Na umgebaut, sind heute allerdings bis auf einen letzten 105Na nicht mehr im Liniendienst. Die beiden ersten Fahrzeuge 1000 und 1001 wurden museal erhalten und in ihren Auslieferungszustand zurückversetzt. Ein weiteres Fahrzeug wurde zum Arbeitswagen umgebaut.
Auffällig ist bei den noch heute eingesetzten Fahrzeugen mit originaler Karrosserieform, der Ersatz der ursprünglichen Frontlampen durch kleine rechteckige Leuchten, ohne die markante schwarze Einfassung.

62 105Na wurden 2001 bei Alstom einer umfangreichen Modernisierung, analog zu den 14 Stettiner Fahrzeugen, unterzogen und als 105N2k/2000 bezeichnet.

Nachfolgend eine kleine Übersicht über die Warschauer Einheitswagen, wobei nicht auf jede Baureihe einzeln eingeganen wird, sondern lediglich die wesentlichen Merkmale über die Jahrzehnte aufgezeigt werden. Von den ursprünglich 100 105N, können leider keine Aufnahmen gezeigt werden.


105Na 1348 wurde 1991 gebaut und zeigt sich vier Jahre später am 9. Mai 1994 noch im typischen Auslieferungszustand der 90er Jahre.


Der 1988 gebaute 105Na 1258 zeigt das heutige Erscheinungsbild der Mehrzahl der Konstal Einheitswagen in Warschau. Die Fahrzeuge tragen überwiegend das aktuelle schwarz/gelb/rote Lackschema, verfügen meistens bereits über eine Fahrerstandsklimatisierung und wurden mit neuen spartansichen Frontlampen und Blinkern ausgerüstet. Die ursprünglichen Türen wurden durch halbverglaste Türen mit leiserer Schließmechanik und besserer Abdichtung ersetzt. Typisch für die Warschauer 105Na sind auch die gelb/schwarzen Bahnräumer.


Für Warschau wurden die Einheitswagen besonders lange gefertigt. Die letztgebauten Serien wurden dabei bereits mit Außenschwenktüren ausgeliefert, wie auch der 1997 als 105Nz gebaute 2028. Die vielen technisch unterschiedlichen Splittergruppen der nach den 105Na ausgelieferten Baureihen, wurden in den vergangenen Jahren technisch vereinheitlicht und der neuen Baureihe 105Ni zugeordnet. Auch 105Nz 2028 wurde im Jahr 2016 zum 105Ni umgerüstet.


Die bei Alstom entstandenen Umbauten 2074-2135 der Baureihe 105N2K/2000, erhielten bei ihrer Auslieferung in den Jahren 2000-2001 zwei verschiedene Lackierungen: 2090 zeigt sich am 20. Juni 2004 in der rotlastigeren Variante.


Bei 105N2K/2000 2112 überwiegt demgegüber das Gelb, während lediglich ein geschwungener roter Streifen als Akzent zum Einsatz kam.


Nach einem Unfall im Jahr 2010 wurde 105Na 1006 im Jahr 2012 als eine Art Werbeträger umgebaut. Welchem Zweck genau dieses Fahrzeug dient, bleibt dem Betrachter jedoch verborgen. Die Tafel an Stelle der Zielanzeige deutet auf eine touristische Nutzung hin, als Stadtrundfahrt oder ähnliches, wäre das Fahrzeug mit den zugeklebten Fenstern jedoch denkbar ungeeignet.


105Na 1364 wurde im Jahr 1991 ausgeliefert und kommt am 9. Mai 1994 noch im Auslieferungszustand zum Einsatz. 2004 wurde das Fahrzeug zum 105N-MN, 2013 schließlich zum 105Ni umgebaut und kommt noch heute zum Einsatz.


Lange Zeit kamen die 105Na in Warschau auch als Dreifachtraktion zum Einsatz, heute ist dies in der Regel nicht mehr der Fall. Am 29. Mai 2008 konnte die Dreifachtraktion aus 105Na 1174+1115+1128 unweit der Haltestelle Al Jana Pawla II aufgenommen werden. Der Zug zeigt sich in der Lackierung der 2000er Jahre. Inzwischen sind alle drei Fahrzeuge ausgemustert.


1380 gehört zu den einst 14 1992 und 1993 gebauten 105Nb und konnte am 29. Mai 2008 am Plac Zawiszy aufgenommen werden. Einige der 105Nb wurden später umgebaut und technisch an andere Serien angeglichen.


Erneut bei Al Jana Pawla II konnten am selben Tag 105Nm 1458 und 1457 aufgenommen werden. Anders als die meisten in den späten 90ern gelieferten Serien, erhielten die 14 105Nm, hier nicht zu erkennen, noch die klassische Türanordnung.


Im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends erhielten fast alle noch vorhandenen Einheitswagen nach und nach die neue Warschauer Lackierung in gelb/schwarz/rot. Einige 105Na erhielten zudem um die neue Fahrerstandsklimaanlage auffällige Dachaufbauten, so auch 105Na 1371 und 1372, welche am 25. April 2017 vor dem Dworzec Centralny aufgenommern werden konnten.

Auch die 105Na 1312 und 1311 wurden mit neuen Dachaufbauten versehen. Am 26. April passiert die Traktion als Linie 7 das Depot „Praga“.


Die letzten Wagen wurden für Warschau bis ins Jahr 2001 hinein gebaut und als 105N2k bezeichnet. Zu dieser Serie gehört auch der 1998 gebaute 105N2k 2052, welcher bereits ab Werk mit Außenschwenktüren und nur einer Mitteltür ausgeliefert wurde. Am 26. April 2017 hat der Triebwagen den Altstadttunnel durchfahren und hält an der Station Stare Miasto.


Auch 2040 gehört zu den erst 1998 ausgelieferten 105N2k und erreicht am 26. April 2017 als Linie 13 die Haltestelle „Zajezdnia Praga“.


Heute tragen die 105N2k/2000 die aktuelle Standardlackierung aus Warschau. Das Gespann aus 2122 und 2123 erreicht im strömendem Regen des 25. April 2017 die Haltestelle „Dworzec Wileński“.


Am 26. April 2017 hält der Zug aus 105N2k/2000 2084 und 2085 an der wiederaufgebauten historischen Innenstadt.


Im dritten und letzten Teil zum polnischen Einheitswagen 105N/805N, geht es zu den meterspurigen Vertretern in Bromberg, Elbing, Graudenz, Lodz und Thorn.

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