Don’t Rush! Japans Straßenbahnen XXII: Hakodate

Wir sind bei der 16. und vorletzten Station unserer Japan-Reise angelangt. Die rund 11 km lange Straßenbahn von Hakodate bietet, neben wiedermal nur hier anzutreffenden Fahrzeugtypen, auch neben der Strecke erfreulich erfrischende Perspektiven.


Die Hafenstadt Hakodate ist mit rund 275.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt auf Hokkaido, liegt damit aber weit hinter der Millionenmetropole Sapporo. Ganz im Süden der Insel Hokkaido gelegen, hat Hakodate bereits seit dem 15. Jahrhundert eine große Bedeutung als Handelsposten und Hafenstadt, während die meisten größeren Siedlungen auf Hokkaido, beispielsweise auch Sapporo, erst im 19. Jahrhundert entstanden.
Dank der 2016 bis Shin-Hakodate Hokuto in Betrieb genommenen Hokkaido Shinkansen, ist Hakodate aus Tokyo inzwischen in 4:30 h mit dem Zug erreichbar. Von Shin-Hakodate Hokuto müssen die letzten Kilometer zum Hauptbahnhof mit einem Rapid-Service auf der Kapspur zurückgelegt werden.

Die Straßenbahn von Hakodate wurde 1897 als Pferdebahn eröffnet und 1913 elektrifiziert. Die ungewöhnliche Spurbreite von 1372mm kennen wir schon von den beiden Straßenbahnen und einer der Schnellbahnstrecken von Tokyo. Weltweit dürften dies die einzigen Strecken mit der “schottischen Spur” sein.
Zu seiner größten Ausdehnung umfasste das Netz rund 18 km Streckenlänge. In den sonst von Einstellungen geprägten 60er- und 70er-Jahren schrumpfte das Netz 1978 nur um 1,6 km. Vergleichsweise spät kam es in Hakodate in den Jahren 1992 und 1993 zur Einstellung fast eines Drittels der verbliebenen Strecken, womit das Netz auf die heute noch knapp 11 km schrumpfte, die von zwei Linien bedient werden.


Das heutige Liniennetz besteht noch aus den zwei Linien 2 und 5, die sich erst auf der Halbinsel unterhalb des Mount Hakodate für die jeweils letzten drei Stationen trennen.

Der Wagenpark ist heute geprägt von Neuaufbauten, die ab den späten 80er- bis in die 2010er-Jahre entstanden, darunter auch ein Fahrzeug mit Niederflureinstieg. Ab 2007 folgten fünf zweiteilige Niederflurwagen, die die Altwagen aus den 60er-Jahren weitgehend verdrängten. Die letzten vier Fahrzeuge werden heute in der Regel nur noch in der morgendlichen Rush Hour eingesetzt.

Type 500

Die Type 500 war die erste Nachkriegsserie in Hakodate und mit 30 Fahrzeugen die seither mit Abstand größte. Die Serie wurde von 1948 bis 1951 von Nippon Sharyo geliefert und stand größtenteils bis in die 90er-Jahre im Einsatz. Das mit Baujahr 1951 jüngste Fahrzeug 530 blieb erhalten und ist heute als historischer Wagen einsatzbereit, wobei wie so oft in Japan auch gelegentlichen Einsätze im Linienverkehr nicht ausgeschlossen sind. Neben dem original erhaltenen 530, diente mit Wagen 505 ein einziges Fahrzeug der Serie für einen Neuaufbau. Im Jahr 1987 entstand aus 505 ein “neuer” 501 (der originale 501 wurde bereits 1973 verschrottet). Der neue 501 erhielt, nach Vorbild des zuvor neuaufgebauten 711, einen vollständig neuen Wagenkasten. Im Gegensatz zum 2010 abgebrochenen 711, ist Wagen 501 noch heute vorhanden und einsatzbereit und wurde zwischenzeitlich mit Tischen ausgestattet als “Karaoke-Tram” und für andere Veranstaltungen eingesetzt. Ob er aktuell noch diese Funktion innehat, ließ sich nicht sicher herausfinden. Inzwischen trägt der Wagen wieder die originale Lackierung aus dem Jahr 1987.


Die Type 500 verschwand größtenteils mit Inbetriebnahme der Type 2000, 3000 und 8000 in den 90er-Jahren aus dem Verkehr, einige der 30 Fahrzeuge auch schon deutlich früher. Wagen 530 blieb als historisches Fahrzeug erhalten, 505 wurde neuaufgebaut. Hier ist Wagen 519 am 18. Mai 1991 am damaligen Abzweig Ekimae zu sehen. Die Strecke geradeaus wurde wenig später eingestellt, Wagen 519 im Jahr 1993 abgebrochen.


Wagen 505 diente 1987 für einen Neuaufbau nach Vorbild des Wagens 511 und erhielt anschließend die Nummer des bereits 1973 abgebrochenen 501. Für weitere Neuaufbauten dienten anschließend allerdings die Fahrzeuge der Type 710 und 800. Hier ist der noch heute einsatzbereite 501 am 18. Mai 1991 auf dem Depotgelände zu sehen. Schön zu erkennen, das technisches Equipment wie Drehgestelle und Stromabnehmer vom Spenderfahrzeug übernommen wurden.

Type 710

Von 1959 bis 1961 lieferte Niigata 14 Fahrzeuge der Type 710. Die Fahrzeuge basierten auf den fünf Wagen der Vorgängerserie 700 von 1957. 1985 wurde der Wagen 711 einem umfassenden Umbau unterzogen und erhielt dabei einen neuen Wagenkasten. Der Wagen kann gewissermaßen als Vorbild der späteren Neuaufbauten angesehen werden. Während von den originalen 710ern noch die drei Fahrzeuge 716, 719 und 723 einsatzbereit sind, wurde der umgebaute 711 im Jahr 2010 verschrottet. Zuletzt wurden noch in den Jahren 2019, 2024 und 2025 die Wagen 715, 721 und 720 als Teilespender für die Neuaufbauten 7001 bis 7003 genutzt.


Die Type 710 ist heute noch mit drei letzten, einsatzbereiten Fahrzeugen vertreten, wird in der Regel aber nur noch in der morgendlichen Rush Hour eingesetzt. Während unseres Besuches drehte jeweils ein Wagen pro Linie je zwei Runden am Morgen zwischen 7 und 10 Uhr. Am 21. April 2025 kam hierfür auf der Linie 5 der Wagen 723 zum Einsatz.


711 war im Jahr 1985 der erste Neuaufbau und behielt die Nummer seines Spenderfahrzeugs. 2010 wurde das Fahrzeug abgebrochen. Am 18. Mai 1991 rückt der Wagen aus dem Depot auf die Linie 5 aus.

Type 800

Von 1962 bis 1965 folgten die zwölf Fahrzeuge der Serie 800, die weitgehend auf der Type 710 basierten und äußerlich nicht zu unterscheiden sind. Lediglich die Steuerung weicht von der Type 710 ab. Heute ist nur noch der Wagen 812 vorhanden und einsatzbereit, alle anderen elf Fahrzeuge wurden in den Jahren 1993 bis 2013 für die elf Neuaufbauten der Type 8000 und 8100 genutzt.


In der morgendlichen Rush Hour des 22. April 2025 kam Wagen 812 auf der Linie 5 zum Einsatz. Als einziger der vier verbliebenen 710er und 800er trägt er aktuell keine Werbung.

Type 8000

Von 1990 bis 1997 entstanden bei ALNA aus Fahrzeugen der Type 800 zunächst acht Neuaufbauten, die als 8001 bis 8008 eingereiht wurden. Nachdem der im Jahr 2002 aus 807 entstandene, teilniederflurige Prototyp 8101 nicht in Serie weiterverfolgt wurde, wurden in den Jahren 2012 und 2013 schließlich noch zwei weitere 800er als 8000er neuaufgebaut. Die Serie ist damit mit zehn Fahrzeugen aktuell die größte in Hakodate. Ab 2016 erfuhren die Fahrzeuge größere Modernisierungen.


1991 war der erste Neuaufbau der Type 8000 noch fast fabrikneu und zeigte sich in eleganter Lackierung.


Aktuell tragen alle Fahrzeuge der Type 8000 Vollwerbungen. Bei der letzten Auffrischung erhielten die Fahrzeuge farbige LED-Zielanzeigen. Auch hier ist gut zu erkennen, dass Drehgestelle und Stromabnehmer von der Type 710 übernommen wurden. Auch das Heulen der alten Gleichstrommotoren war noch immer unverändert zu hören.

Type 2000

Parallel mit der Type 3000 wurden die zwei Fahrzeuge der Type 2000 von Aruna geliefert. Beide basieren auf der Wagenkastenstruktur der Type 8000, weisen aber Veränderungen im Bereich der Frontpartie mit größerer Frontscheibe auf. Die Zielanzeigen sind hinter der Frontscheibe integriert. Die Schürzen wurden bis zur Fahrzeugfront verlängert. Der größte Unterschied der Neufahrzeuge besteht allerdings auf technischer Seite, wo erstmals eine moderne Leistungselektronik und neue Drehgestelle zum Einsatz kommen.


Parallel zu den Neuaufbauten kamen 1993 und 1994 auch die ersten Neufahrzeuge nach fast 30 Jahren nach Hakodate. Bei den Wagen 2001 und 2002 wurde noch auf Klimaanlagen verzichtet.

Type 3000

Die vier 1993 bis 1996 von Aruna gelieferten Fahrzeuge waren, im Gegensatz zu den Serien 7000 und 8000, parallel zur Type 2000 erstmals wieder komplette Neubauten. Optisch und technisch entsprechen sie weitgehend der Type 2000, wurden aber von Anfang an und erstmals auf Hokkaido mit einer Klimaanlage ausgerüstet. Deutlich zu erkennen sind auch von außen die modernen Drehgestelle im Gegensatz zu den beiden Serien 7000 und 8000 von Altfahrzeugen übernommenen. Die Fahrsteuerung basiert auf moderner Leistungselektronik, nicht wie bei den Neuaufbauten auf einem archaischen Stufenfahrschalter mit Widerständen. Deutlich zu hören und zu spüren am Summen der Elektronik und der stufenlosen Beschleunigung, anstatt des Heulens der alten Gleichstrommotoren und dem Ruckeln der Fahrstufen.


Die ab 1993 gelieferten 3000er weisen gegenüber den 2000ern erstmals Klimaanlagen auf. Ansonsten sind die beiden Typen mit erstmals moderner Leistungselektronik weitgehend identisch.

Type 8100

Ebenfalls auf der Type 8000 basiert der Prototyp 8101, der bis 2002 aus dem Spenderfahrzeug 807 bei Aruna entstand. Das Fahrzeug bot erstmals in Japan einen niederflurigen Einstieg für Rollstühle. Ermöglicht wurde dies durch die Absenkung des Wagenbodens zwischen den beiden konventionellen Drehgestellen. Der daraus resultierende, große Unterschied in der Höhe des Wagenbodens sorgte allerdings für Sicherheitsbedenken, sodass keine weiteren Fahrzeuge entstanden, sondern weitere, komplett hochflurige 8000er. Ab 2007 wurden stattdessen vollwertige Niederflurwagen in Dienst gestellt. 2021 wurde der 8101 dennoch einer größeren Sanierung unterzogen und ist weiterhin einsatzbereit. Wir trafen ihn bei unserem Besuch allerdings an allen drei Tagen nicht an.

Type 7000

Die bislang drei Fahrzeuge der Type 7000 entstanden in den Jahren 2019, 2024 und 2025 bei ALNA unter Verwendung von Teilen der in diesem Zuge ausgemusterten Fahrzeuge 715, 721 und 720. Äußerlich unterscheiden sich die Wagen kaum von den Neuaufbauten der Type 8000.


Nachdem der teilniederflurige 8101 nicht für Zufriedenheit sorgte, das Programm eingestellt und zwischenzeitlich die ersten vollwertigen Niederflurwagen beschafft wurden, wurden 2019, 2024 und 2025 noch einmal drei 710er nach Vorbild der Type 800/8000-Umbaus neuaufgebaut. Die Fahrzeuge erhielten die Nummern 7001 bis 7003.

Type 9600

2007 lieferte Aruna erstmals einen modernen Niederflurgelenkwagen nach Hakodate. Es handelt sich um ein zweiteiliges Fahrzeug vom Typ Little Dancer C2. Optisch erinnern die Fahrzeuge an die GTx-Konstruktion, die in Lizenz von Niigata für viele japanische Betriebe gebaut wurde. Technisch entsprechen die Wagen jedoch eher dem Little Dancer Typ Ua, also einem dreiteiligen Multigelenkwagen, bei dem das eingehängte Mittelteil fehlt. Eine minimale Einlenkbewegung der Fahrgestelle war zu beobachten, allerdings in deutlich geringerem Maße als bei der GTx-Konstruktion und beide Wagenteile scheinen beim Kurvenlauf in einem größeren Maße unabhängig zu sein, als bei den “echten” GTx. Entsprechend ruppig fällt der Kurvenlauf der Fahrzeuge mit scheinbar fast starren Fahrwerken aus. Auch auf der Gerade tanzen die beiden Fahrzeugteile unablässig gegeneinander hin und her. Bis 2023 folgten vier weitere Fahrzeuge dieses in ähnlicher Form sonst nur in Kagoshima eingesetzten Typs.


Bislang fünf Niederflurwagen des Typs Little Dancer C2 wurden von Aruna über einen Zeitraum von 15(!) Jahren beschafft. Der bislang letztgebaute 9605 zeigt sich im April 2025 ohne Vollwerbung.


Sonntag, 20. April 2025 II:

Im letzten Teil sind wir auf der Hokkaido Shinkansen am Bahnhof Shin-Hakodate-Hokuto angekommen. An einem Bahnsteig des Kapspurbahnhofes stand bereits ein Rapid bereit, der uns die letzten Kilometer auf der Hakodate Line zum Hauptbahnhof von Hakodate bringen sollte. Für die kurze Strecke blieb ich mit dem Gepäck gleich vorn hinter dem Führerhaus stehen und sah dem Fahrer beim Hineinschaukeln in die Bucht von Hakodate etwas über die Schulter. Das Gleisvorfeld des Bahnhofes ist schon recht eindrucksvoll, Reihenweise KiHa40 standen herum und warteten auf neue Aufgaben. Auch Bahnsteiggleise hat es deren acht, obwohl der Verkehr hier auf Hokkaido nicht übermäßig dicht ist.


Umstieg vom Shinkansen auf den extra für den Transfer hier anschließenden Rapid nach Hakodate. Links der neue, wie so oft vollkommen gekapselte Shinkansen-Bahnhof.


Nach wenigen Minute auf der Hakodate Line haben wir den Hauptbahnhof erreicht.

Wir hatten wiedermal das erste Hotel am Platz gebucht und waren zu günstigen Konditionen im Premier Hotel untergekommen, dass sich schräg gegenüber dem Bahnhof an der riesigen Betonwüste von Bahnhofsvorplatz befindet. Nur wenige Meter weiter verkehrt dann auch die Straßenbahn. Von der Haltestelle Ekimae bis zum Bahnhof muss man einmal quer über besagte Betonwüste, was immerhin fast 200m sind. Nicht gerade direkte Umsteigebeziehungen. Näher kam die Straßenbahn allerdings auch vor den Streckeneinstellungen nicht an den Bahnhof heran. Überlegungen einer Umgestaltung mit Haltestelle direkt am Bahnhof wurden zwischenzeitlich wieder aufgegeben.

Dank fortgeschrittenen Nachmittages war unser Zimmer bereits bezugsfertig und nach einem Kaffee aus der zimmereigenen Maschine (das war ein Unterschied zur ansonsten wie immer standardisierten Ausstattung), ging es hinaus in die Stadt, zeigten sich doch am Horizont einige Auflockerungen am Himmel.


Blick vom Hotelzimmer auf den Endbahnhof der Hakodate Line in der Bucht von Hakodate. Eine Reihe KiHa40 und moderneres Triebwagengelumpe wartet auch weitere Aufgaben. Unten das Bahnhofsgebäude der JR.


Nach Nordosten gedreht fällt der Blick über den großzügig zubetonierten Bahnhofsvorplatz mit riesigem Busrondell, Taxislot und Parkplätzen. Ganz am Rand schneidet die Straßenbahn in der unteren rechten Ecke den Platz an. Die Gleise sind soeben nicht mehr zu erkennen. Die 1992/93 eingestellte Strecke führte auf der Straße entlang, auf der sich gerade der pinke Bus befindet.


Wir stehen nun genau an besagter Ecke, an der die Straßenbahn eine 90-Grad-Kurve beschreibt und nur knapp den Bahnhofsvorplatz anschneidet. Wagen 3003 hat die Haltestelle Ekimae verlassen und fährt weiter Richtung Yunokawa.

Kalt war es hier im Norden geworden. Es fühlte sich noch eher nach Spätwinter an, als nach Ende April, der Wind pfiff frisch von der See durch die Straßen. Wir schauten an der Ecke Ekimae ein wenig, was so unterwegs war an diesem Sonntagnachmittag und liefen anschließend ein Stück bis zur Ecke Matzukaze und zurück.


An der Geraden zwischen Ekimae und Matzukaze befinden sich einige Lokale und Restaurants. Am auffälligsten dieses bunte Eckhaus, in dem es scheinbar alles gab, was man so aus dem Meer ziehen kann. So richtig einladend kamen uns die Schuppen hier aber alle nicht vor. 7002 heult die Strecke zur Haltestelle Ekimae entlang. 


An der Haltestelle Matzukaze-Cho die erste Begegnung mit den eigentümlichen Little Dancer C2-Niederflurwagen der Type 9600. Vom 9602 geradeaus gesehen, führte bis 1978 die Parallelstrecke auf die Halbinsel weiter, die an der Linie 2 nach Yachigashira wieder rauskam.

So richtig viel war nicht unterwegs. Kombiniert ergab sich etwa ein 10-Minuten-Takt. Das passte aber auch zur Gesamtsituation, denn an diesem Sonntagnachmittag war es doch recht ruhig auf den Straßen. Provinzstädtchen eben und das “eigentliche” Stadtzentrum der Einheimischen befindet sich auch weniger in Richtung der Halbinsel, sondern rund um die großen Kaufhäuser bei der Haltestelle Goryokaku-koen-mae. Ich fand es nach dem letzten Tag im Metropolgewusel von Tokyo dafür herrlich entspannt hier – übersichtlich und beschaulich.

Nach den ersten Eindrücken beschlossen wir, für heute Abend den Mount Hakodate ins Programm zu nehmen, der die Halbinsel der Bucht von Hakodate dominiert. Die Mount Hakdodate Ropeway führt auf den 334m hohen, inaktiven Vulkan. Erst vor rund 3000 Jahren entstand die verbindende Sandbank der heutigen Halbinsel, zuvor stand der Mount Hakodate, auf seiner selbst erschaffenene Insel, von Wasser umgeben im Meer. Auf der Landverbindung und dem Teil der Halbinsel unterhalb des Mount Hakodate, befindet sich der historische Stadtkern von Hakodate, während das neuere Zentrum wie beschrieben weit Richtung Nordosten verschoben auf dem Festland liegt. Die Straßenbahn verbindet diese beiden Teile der Stadt ganz gut, der weitaus größere Teil der heutigen Stadt vom Zentrum Richtung Norden ist von der Straßenbahn allerdings unerschlossen.

Wir rüsteten im Hotel kurz auf wärmere und für den Fall der Fälle regensichere Kleidung um und machten uns dann auf den Weg zur Talstation der Mount Hakodate Ropeway. Unterwegs lachte uns noch ein 7-Eleven an, in den wir für eine kleine Stärkung einkehrten, denn das Abendessen würde sich mit der geplanten Unternehmung nun doch noch etwas nach hinten verschieben. Die Talstation liegt etwa 500m und einige Höhenmeter vom Abzweig Jujigai entfernt. Wir liefen vom Hotel gleich die ganze Strecke zu Fuß, gesessen hatten wir heute nun wirklich genug und so entstanden in den letzten Sonnenstrahlen gleich noch ein paar Bilder der Strecke von Ekimae bis zum Abzweig Jujigai.


3002 verlässt die Haltestelle Uoichiba-dori Richtung Yunokawa. Im Hintergrund sind schon die dominierenden Vulkanberge der Halbinsel zu sehen. Der Mount Hakodate steht allerdings etwas rechts der Aufnahme.


In Gegenrichtung 9603 unweit der Haltestelle Uoichiba-dori.

Die Altstadt schmiegt sich von der Bucht und dem Hafen bis an die Hänge des Mount Hakodate, behält dabei aber weitgehend ein Schachbrettmuster bei. Entsprechend ist die Stadt hier geprägt von einem terrassenförmigen Straßenmuster: Fast ebene Straßen parallel der Hügellinie und dazwischen sehr steile Straßen, die kompromisslos direkt die Steigung hinaufführen und schließlich an den steiler werdenden, bewaldeten Hängen enden. Fast am Ende einer dieser steilen Straßen startet die Seilbahn hinauf auf den Gipfel. Um den Touristen den steilen Weg bis zur Talstation zu ersparen, gibt es dort einen großen Reisebusparkplatz. Wir erreichten die Talstation zu Fuß und waren etwas überrascht von dem großen Andrang der hier herrschte. Zum Glück waren die meisten Besucher Gruppenreisende und mussten keine Fahrscheine mehr kaufen, sodass wir direkt einen freien Automaten fanden und zu je 1.800 Yen in den Besitz eines Round Trip Tickets kamen. Weiterer Vorteil der Gruppenreisen: Die bleiben lieber zusammen und fahren geschlossen nach oben, sodass wir auch sehr schnell zwei Restplätze in der dicht gedrängten Kabine bekamen. Auf knapp 800 m überwanden wir mit der Ropeway die 278,5 verbliebenen Höhenmeter bis zum Gipfel. Wir hielten unseren Einfall, dass das ja zur blauen Stunde und bei Dunkelheit viel besser aussehen müsste, als an einem trüben Tag oder selbst bei Sonne, für ziemlich genial. Wenn man aber etwas genauer recherchiert, findet man schnell heraus, dass der Mount Hakodate genau für diesen Blick japanweit bekannt ist. So ist das eben mit dem recht spontanen Kulturprogramm dieser Reise: Mal entdeckt man nebenbei interessante Orte zu ungewohnten Zeiten, an die sich sonst niemand verirrt, mal denkt man das nur und landet plötzlich mitten in Menschenmassen. Steht man also sonst zu dieser Stunde und bei einbrechender Dunkelheit gern mal fast allein an solchen Orten, wurde es hier am Gipfel erst um diese Zeit so richtig voll. Massentourismus vom Feinsten. Jede Fuhre der österreichischen Zweikabinenbahn brachte weitere über hundert Besucher auf den Gipfel, während die Talfahrer recht leer waren.

Dem Andrang entsprechend, ist das hier dann auch japanisch durchorganisiert, ähnlich wie bei anderen Großattraktionen: Es gibt ein Einrichtungswegesystem aus der Bergstation hinauf auf die Aussichtsterrassen auf dem Dach selbiger, überall stehen Winkemenschen herum, die einem den ohnehin alternativlosen Weg weisen und oben auf der Terrasse schreit ein Einweiser durch ein Megafon die Leute an, die sich auf den Treppen niederlassen. Das war alles fast schon wieder komisch. Vor allem eben jener Einpeitscher mit dem Megafon. Fast schon melodisch, wie in Trance spulte der in einer Art Singsang immer wieder dieselben Sätze ab. Dann wieder 30 Sekunden Ruhe, dann wurde das Tape erneut abgespielt, auch mehr oder weniger unabhängig was tatsächlich passierte, denn im Grunde interessierte sich überhaupt niemand für den Singsang. Außer besagte Treppe wurde besetzt, dann wurde der Mann etwas nachdrücklicher. Der war jedenfalls sehr pflichtbewusst unterwegs, man hätte seine Funktion aber auch ohne großen Aufwand automatisieren können.

Es drängte sich jedenfalls in mehreren Reihen eine Menschenmasse an den Geländern der Aussichtsterrasse um den Blick auf die in Dunkelheit übergehende Bucht von Hakodate zu genießen. Für uns recht entspannt, konnten wir doch einfach in dritter oder vierter Reihe stehen bleiben und hatten über all die Köpfe hinweg immer noch perfekte Sicht. Auch das Fotografieren war am langen Arm mit Klappdisplay problemlos möglich. So konnten wir immer wieder großmütig all die kleineren Leute nach vorn durchlassen, die sich natürlich in japanischer Manier höflich bedankten.

Ja, das war hier wirklich ein grenzwertiger Trubel und dieser pausenlose Einschreier gab einem den Rest. Andererseits war es auch schon wieder lustig und wirklich ein herrlicher Ausblick bei dem einige geniale Aufnahmen entstanden. Im Nachhinein sicher eines der Highlights dieser Reise – kurzentschlossen mit ins Programm aufgenommen.

Die 1958 eröffnete und 1997 von Svoboda mit neuen Kabinen runderneuerte Mount Hakodate Ropeway auf dem Weg zur Gipfelstation.


Auf der Terrasse der Gipfelstation warten die Besuchermassen auf die blaue Stunde. Wir brauchten uns bei der Durchschnittsgröße der Japaner zum Glück nicht um einen Platz in er ersten Reihe bemühen, sodass Zeit blieb, die ganze Szenerie auch einmal aus der Distanz zu betrachten.


Andere müssen sich schon strecken, um aus der zweiten Reihe noch eine anständige Aufnahme abzustauben.


Panorama vom Mount Hakodate. Hier ist schön die schmale Landzunge zu sehen, die von den neueren Stadtteilen auf die Halbinsel mit der Altstadt führt. Richtung Horizont erstrecken sich die großen Wohngebiete der drittgrößten Stadt auf Hokkaido.


Zur blauen Stunde wird der Ausblick ganz besonders stimmungsvoll, was den ungewöhnlich hohen Andrang erklärt, zu einer Zeit, zu der die Touristen sonst in den Lokalen einkehren.


Im Land der Kamerahersteller hat es dennoch eine Traditionsmarke aus Wetzlar auf den Mount Hakodate geschafft.


Die Aussichtsterrasse befindet sich auf dem Dach der Bergstation.


Auf der der Stadt abgewandten Seite geht es deutlich ruhiger zu, der Blick ins Lichtspiel aus Dämmerung und Wolken ist aber auch hier nicht zu verachten.

Auf dem Weg nach unten war dann auch eine deutsche Familie mit in der Kabine, die ähnlich verstört von dem Trubel und dem Megafongeschrei war wie wir. Sicher waren die das aber etwas mehr gewohnt als wir, die wir ja nur an wenigen touristischen Hotspots des Landes vorbeigekommen waren. So war es dann irgendwie erleichternd, schon wenige Meter unterhalb der Talstation wieder durch die ruhigen Straßen der Provinzstadt zu schlendern.

Wir machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Nachdem wir nun schon zwei Abende am Stück mehr oder weniger unterwegs gegessen hatten, durfte es heute gern ein anständiger Restaurantbesuch sein. Im Viertel am Bahnhof gibt es einige Lokalitäten, weitere vermutlich in der neuen Innenstadt knapp 3 km nordöstlich. Wir liefen aber hier am Bahnhof und unserem Hotel etwas um die Blocks. Am Eingang eines Restaurant manövirierten wir uns mit Livebildübersetzung durch das japanische Menü eines Reservierungstablets, nur um am Ende festzustellen, dass es auch einen Menüpunkt zur Auswahl verständlicherer Sprachen gegeben hätte. Funktioniert hatte es trotzdem: Nach kurzem Warten auf den Stühlen vor dem Eingang wurden wir hineingebeten und zu einem Tisch geführt. So funktioniert das hier bei “richtigen” Restaurant im Grunde immer, aber wir waren bislang fast ausschließlich in etwas weniger traditionellen Läden gewesen. Das Tablet ist natürlich nicht immer vorhanden, sondern oft auch einfach nur eine Tabelle, in die man Name, Anzahl der Gäste und gegebenenfalls noch die bevorzugte Tischart einträgt.


Ganz unauffällig ist das “Select Language” an der unteren Ecke des Tablets nicht gerade. Aber auch auf japanisch schafften wir es dank Live-Übersetzer durch die Menüpunkte der Reservierung. Andere Gäste warteten nicht und so wurden wir nach wenigen Minuten durch den Vorhang gebeten.

An einer Seite des Restaurants befand sich die offene Küche mit langer Theke davor, wo fleißig an den Speisen gearbeitet wurde. Wir entschieden uns für verschiedene Fischgerichte mit Salat, Reis und Kartoffeln. Auf verrückte Dinge verzichtete ich lieber, ebenso wie auf die übliche Fischbrühe. Es hätte hier natürlich auch Sushi und anderes nicht durchgegartes gegeben, ebenso wie allerlei Meeresgetier ohne Flossen. Alles nicht so meins. Auch die Auster als Vorspeise musste in meinem Fall nicht sein. Was schließlich unseren Tisch erreichte, war aber hervorragend. Schön, mal wieder ordentlich gemütlich zu Essen.

Ein letzter Stopp am 7-Eleven, dann fuhren wir im nicht fernen Hotel hinauf ins Zimmer. Morgen geht es früh raus, denn so richtig viele Altwagen gibt es hier nicht mehr. Durchaus möglich, dass die sich nur am frühen Morgen in der Rush Hour blicken lassen.


Montag, 21. April 2025

Nicht zufällig hatten wir für Hakodate den Werktag heute und morgen früh gewählt. Der Altwageneinsatz sollte hier wohl schon sehr zurückgegangen sein. Um sieben standen wir mit leeren Mägen unten an der Ecke bei der Station Ekimae und schauten bei noch bedecktem Himmel und frischem Wind mit etwas langen Gesichtern dabei zu, wie sich zwar in dichtem Takt die kleinen Wägelchen um die Ecke schoben, aber eine halbe Stunde lang auch nichts wirklich Spannendes durchkam.

Um 7:30 Uhr wurden wir erlöst: Auf der Linie 5 kam Wagen 723 Richtung Dock-mae angeheult. Knapp zehn Minuten später folgte mit 716 auch auf der Linie 2 ein Altwagen. Da das hier motivlich nichts hergab, sprangen wir auf den 716 auf und fuhren bis zum Abzweig Jujigai mit, um dort die Rückkehr beider Wagen abzuwarten.


723 hat die Station Ekimae verlassen und heult weiter Richtung Dock-mae.


716 hat uns bis zum Abzweig Jujigai gebracht und wird gleich nach links Richtung Yachigashira abbiegen. Wir warten hier in der Nähe des Abzweiges auf die Rückkehr der beiden Wagen.


Altwagen, Sonne und Mount Hakodate. Das frühe Aufstehen hatte sich schonmal gelohnt. 723 kommt von Dock-mae zurück Richtung Yunokawa.


723 war durch, sodass wir uns für den von der Linie 2 kommenden 716 ein wenig um die Ecke wagten. Hier biegt er am nicht Switch Tower auf die gemeinsame Strecke mit der Linie 5 Richtung Yunokawa ein. 

Wir gingen aufgrund der Uhrzeit davon aus, dass es das schon wieder gewesen sein könnte mit den Altwagen und liefen den Ast der Linie 5 nach Dock-mae ab. Die Sonne zeigte sich weiterhin nur zögerlich und so gibt es hier an diesem interessanten Ast vorerst nur an der Endstation wieder eine Aufnahme. Es folgen aber später noch einige, denn die Bebauung ist eine durchaus abwechslungsreiche Mischung aus alt und neu und angenehm aufgelockert.


Während der langen Spaziergänge durch Hakodate stolpert man überall über die herrlich gestalteten Gullideckel mit Motiven der Stadt. Hier die Orthodoxe Kirche, die am Fuße des Mount Hakodate steht. Die Ursprünge dieser ersten Orthodoxen Kirche Japans gehen auf die 1860er-Jahre zurück, als die Kirche als Teil des russischen Konsulates errichtet wurde. 


Wagen 8010 hat die Endstation Dock-mae erreicht und nimmt uns gleich mit zurück in Richtung Ekimae. Wie der Name vermuten lässt, befindet sich die Haltestelle in unmittelbarer Nähe zu Frachthafenanlagen und Werften.


Wir nahmen anschließend im Wagen 8010 Platz. Es ist mit Neuaufbaujahr 2013 das jüngste Fahrzeug der Type 8000. So ganz vermag man das von Innen und Außen nicht zu glauben…

Während der Fahrt Richtung Ekimae kam überraschend doch noch einmal der Altwagen 723 entgegen. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, sprangen aus der Bahn und warteten an geeigneter Stelle unweit der Haltestelle Omachi auf die Rückfahrt.


723 darf auf der Linie 5 an diesem Morgen noch eine zweite Runde drehen, auch wenn die Rush Hour um halb zehn doch schon merklich abgeflaut ist. Ob er den ganzen Tag auf Linie bleibt? Leider nicht, aber wenigstens diese Aufnahme klappte noch einmal ohne Wolken- und Autoschaden auf der Rückfahrt Richtung Yunokawa und anschließend ins Depot, hier noch fast am Anfang der Fahrt unweit der Haltestelle Omachi.

An einem kleinen Handwerksbäcker an der Strecke besorgten wir uns ein Frühstück. Sitzplätze hatte es dort natürlich nicht, aber wir wollten jetzt auch erstmal zum Hotel um die nächste Übernachtung zu klären. Ich hatte gestern erstmal nur eine Nacht gebucht, aber wir würden jetzt auch morgen gern noch einmal die Altwagenspitze mitnehmen wollen und überhaupt hatte ich Lust, hier in Hakodate etwas mehr Zeit zu verbringen, bieten doch gerade die Strecken auf der Halbinsel viel Abwechslung.
Um dasselbe Zimmer zu behalten, buchte ich nicht via booking, sondern fragte an der Rezeption nach, ob man uns den Umzug ersparen könnte. Nur war das hier einer der Fälle, wo scheinbar lediglich einige englische Floskeln beherrscht wurden. Kein Vorwurf, aber bei meinem komplexeren Anliegen stieg der Rezeptionist irgendwie inhaltlich aus. Mit Übersetzer war es dann halbwegs vermittelbar, aber so richtig war ihm doch nicht klar, was ich wollte, oder wie das im System funktionierte. Er rief sichtlich Verlegen den Hotelmanager. Ich hoffe er verlor jetzt wegen uns nicht sein Gesicht und läuft nicht davon, sollten wir noch einmal an die Rezeption treten. Der Hotelmanager jedenfalls sprach etwas mehr Englisch und wusste sowohl mit dem Google Übersetzer, als auch mit dem Buchungssystem umzugehen. Aber das war natürlich wieder alles hoch formalisiert und kompliziert und es dauerte gefühlte fünf Minuten, in denen er wild auf der Tastatur tippte, bis alles geklärt war – auf eine Zimmerreinigung verzichteten wir dankend – und die Zimmerkarten neu bespielt waren. Wieder so ein schönes Beispiel für: Der Kunde ist König, aber es muss alles seinen geordneten Weg gehen und sobald es gar nicht mal so seltsame Sonderwünsche gibt, dauert es lang und wird etwas umständlicher.
Wir konnten unser Zimmer nun behalten, gingen zum Frühstück nach oben und zogen uns dort einen Kaffee aus der Zimmermaschine.


Blick aus unserem Hotelzimmer am Bahnhof während des Frühstücks.

Der blaue Himmel weitete sich aus und es hielt uns nicht länger als nötig auf dem Hotelzimmer. Die nächsten Stunden ließ ich mich noch bis in den Nachmittag an den beiden Ästen auf der Halbinsel hin- und hertreiben. Wirklich weit ist das alles nicht und man ist zu Fuß schnell zwischen den Ästen gewechselt, aber es bieten sich viele Motive, die zu passenden Sonnenständen umgesetzt werden wollten. Wir nahmen uns zu Beginn den Ast der Linie 2 nach Yachigashira vor. Im weiteren Tagesverlauf trennten sich die Wege, wir liefen uns in dem kleinen Netz aber immer wieder über den Weg.


Wagen 3002 hat die Endstation Yachigashira erreicht und das Boarding für die Rückfahrt bereits begonnen.


Während die Linie 5 auf der Halbinsel weitgehend einer Höhenlinie folgt, geht es an der Linie 2 auch etwas hügelig zu. Gleichzeitig ist es hier schon fast dörflich beschaulich. 3002 hat die eingleisige Stumpfendstelle verlassen und macht sich auf den Weg nach Yunokawa.


Als nächstes ist einer der sechs Little Dancer C2 an der Reihe. Richtige GTx sind diese Fahrzeuge nicht und so machen sie mit ihren seltsamen Starrfahrwerken ihrem Namen alle Ehre und die beiden Wagenteile tanzen selbst auf der Geraden im Grunde pausenlos hin und her und auf und ab. Der dem Tanz verschuldete Höhenversatz der beiden Wagenkästen ist hier bei 9604 kurz vor der Endstation Yachigashira gut zu erkennen.


Die allgegenwärtigen Toyota Comfort Taxis kommen hier in besonders freundlicher Lackierung daher.


Hier auf Hokkaido war die noch winterliche Luft endlich einmal klar genug, damit sich die bei vielen japanischen Städten in unmittelbarer Nähe befindlichen Bergketten deutlich abzeichnen. Auf Honshu waren die Berge meist kaum zu sehen im Dunst des Frühlings. Wagen 3003 kommt von der Endstation und hat die Haltestelle Aoyagi-cho in Richtung Yunokawa passiert.


Nur zwei Zwischenstationen zählt der Ast der Linie 2 bis zur Endstation Yachigashira und so ist schon bald wieder der Abzweig Jujigai erreicht. Wagen 8002 ist über den Abzweig gerumpelt und rollt weiter Richtung Yachigashira.


Einmal am Abzweig nach Nordwesten bin ich wieder an die Linie 5 gewechselt. Dort schaukelt zwischen dem Abzweig Jujigai und der Haltestelle Suehirocho der Little Dancer 9603 Richtung Yunokawa.


Die bekanntesten Motive aus Hakodate sind sicher jene aus den aufsteigenden Querstraßen an der Linie 5 mit Blick über den Hafen bis zur hinter der Bucht liegenden Bergkette. Für die verschiedenen Perspektiven brauchte es einiges an Geduld. Recht weit unten an der Querstraße unweit der Haltestellen Suehirocho der Blick auf Wagen 8008 Richtung Yunokawa.


Zwei Querstraßen weiter zwischen den Haltestellen Suehirocho und Omachi findet sich eines der vielen in Hakodate erhaltenen Holzhäuser. Ein zusammenhängendens “Stadtbild”, wie man es aus europäischen Städten kennt, ergibt sich aber so gut wie nie. Dafür haben wahrscheinlich, selbst in einer vom Krieg nicht zerstörten Stadt wie Hakodate, über die Jahrhunderte die Naturgewalten zu starke Spuren hinterlassen. 8010 ist hier kurz nach Fahrtbeginn unterwegs nach Yunokawa.


Ich wechselte zwischendurch für die richtigen Sonnenstände noch einmal zwischen den beiden Ästen, zeige die Aufnahmen dieser zwei Stunden hier aber geografisch sortiert nach den Linien. Zurück am Hafenblick von der vorletzten Aufnahme ist es diesmal der jüngste Little Dancer 9605 auf dem Weg nach Yunokawa.


Der etwas weitere Blick die Straße hinunter entpuppte sich als Geduldsspiel: Fuhr nicht gerade ein Auto kurz vor der Bahn noch die Straße hinauf, standen meist andere Menschen im Weg, denn diese Straße pilgern viele Touristen in Richtung Ropeway und zu den Sehenswürdigkeiten am Fuße des Mount Hakodate hinauf. So wird diese Straße mit Blick Richtung Hafen gern als Selfie-Spot genutzt. Und sobald ich die Kamera zog, war die Aufmerksamkeit der Passanten natürlich eh geweckt und es musste auch ein Bild gemacht werden – irgendwas muss es da ja zu sehen geben, wenn jemand eine Kamera zieht… Wenn keine Bahnen kamen war das recht unterhaltsam, einer Touristin wehte es den Hut beim Versuch eines Selfies die halbe Straße hinunter. Sobald die nächste Tram sich näherte, wurde es aber zum Nervenspiel. Irgendwann gab ich auf und trickste bei dieser Aufnahme von 8002 im Nachhinein ein wenig im Photoshop.


Eine Querstraßenebene über der Straßenbahntrasse wechselte ich hinüber zur Linie 2. Unterwegs fällt der Blick den treppenartigen Aufbau der Halbinsel hinunter Richtung Bucht.


Die kurzen Wagen in Japan ermöglichen immer wieder interessante Blicke in die Seitengassen. Mit einem siebenteiligen Niederflurwagen wäre das kaum möglich. 8001 rollt hier auf der Linie 2 auf den Abzweig Jujigai zu.


Zwischen Horai-cho und Aoyagi-cho rollt 8010 die Steigung Richtung Jujigai hinunter.


Einen Snack aus dem Convenience Store später, gibt es wenige Meter näher an der Haltestelle Horai-cho noch den Teleblick auf 3002, der die Bergkette im Hintergrund nah heranrückt.

Der Nachmittag war schon gut vorangeschritten und ich hatte fast die Hälfte des Netzes, den langen Ast nach Yunokawa jenseits des Bahnhofes, noch gar nicht gesehen. Auf der Halbinsel war vorerst alles abgearbeitet, sodass ich nun Richtung Yunokawa aufbrach. Das ist aber auch der deutlich langweiligere Teil der Strecke. Es sieht weitgehend so aus, wie es entlang japanischer Straßenbahnen eben meist aussieht. Die Stadtviertel hier mit dem neuen Zentrum sind wesentlich jünger und es gibt im Grunde keine alte Bausubstanz, wie sie das Auge auf der Halbinsel heute doch irgendwie sehr genossen hatte. Vielleicht war ich gerade auch etwas tief in der Nachmittagsbräsigkeit, jedenfalls fiel mir nicht wirklich etwas auf, für das es sich auszusteigen gelohnt hätte. So heulte und rumpelte ich in einer wiedermal elendig zähen Fahrt durch bis zur Endstation Yunokawa. Unfassbar, wie lang das mit dem ewigen Stehen an Ampeln und Haltestellen schon wieder dauerte.


Die Endstation Yunokawa ist vollkommen unspektakulär. Eingleisig stumpf in Straßenmitte mit Bahnsteig auf beiden Seiten für Ein- und Ausstieg. Der Fahrer macht Wagen 8005 gerade bereit für die Rückfahrt. Wie bei den meisten japanischen Straßenbahnen und auch vielen Schnell- und Regionalbahnen sind die Haltestellen über einen alphanumerischen Code gekennzeichnet. Die Endhaltestelle hört auf DY01, wobei Y für die Strecke der Linie 2 steht, D für die Strecke der Linie 5 und die Nummer 01 für die Haltestelle Yunokawa. In Hakodate sind die Haltestellennummern allein schon ohne den Buchstabencode der Strecke eindeutig, in anderen Städten ist es teilweise nur die Kombination aus Buchstaben und Nummern.


Little Dancer 9604 hat soeben seine Fahrt Richtung Innenstadt gestartet. Im Hintergrund befindet sich die Endhaltestelle Yunokawa


An der übernächsten Haltestelle Arena-mae befindet sich mit der Hakodate Arena eines der wenigen Gebäude entlang dieses Astes, das sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der Komplex dient Sport- und anderen Veranstaltungen. Wagen 8003 erreicht die Haltestelle Richtung Yunokawa.


An der nächsten Haltestelle Komaba-shako-mae befindet sich das einzige Depot der Straßenbahn. 7002 erreicht die Haltestelle stadtauswärts Richtung Yunokawa.


Der Blick auf das Gelände zeigt den heute Morgen eingesetzten Altwagen 723, die Museumswagen 39 und 530 und ganz rechts in der Halle den oben ebenfalls vorgestellten 501.

Durch die lange Fahrt hier raus war der Nachmittag schon weit vorangeschritten. Hier im Einheitsbrei wollte ich das restliche Sonnenlicht nicht verschwenden und so ließ ich den Streckenast weitgehend unfotografiert und fuhr zurück auf die Halbinsel. Wenigstens im neuen Stadtzentrum rund um die Haltestelle Goryokaku-koen-mae hätte man sicher noch die ein oder andere Aufnahme einschieben können. Aber so richtig motiviert war ich dazu in der nachmittäglichen Rush Hour auf den Straßen gerade nicht. Diese Bilder hatte man jetzt schon fast drei Wochen lang gemacht, da wollte ich lieber die provinzielle Ruhe auf der Halbinsel noch ein wenig genießen. Wir hatten uns unterdessen zufällig an der Strecke wiedergetroffen und mein Vater wollte nach den letzten Aufnahmen an der Straßenbahn noch einmal auf den Mount Hakodate, da es heute wohl einen Sonnenuntergang geben dürfte. Ich entschied mich dazu, unten zu bleiben und lieber einen kleinen Spaziergang am Hafen und über die dortige kleine Insel zu machen, nachdem die letzten beiden Aufnahmen der Straßenbahn auf dem Chip waren.


Auf der anderen Seite des Netzes ging es ein letztes Mal an den Ast der Linie 2, wo mir vorhin ein weiteres sehenswertes Ensemble aufgefallen war. 9602 passiert den Vintage Shop zwischen den Haltestellen Horai-cho und Jujigai bei tiefstehender Sonne.


Nochmal an den Ast der Linie 5 gewechselt, gelang vom Little Dancer 9603 das letzte Straßenbahnbild bei Tageslicht kurz hinter der Haltestelle Suehirocho in Fahrtrichtung Yunokawa. Von hier lief ich hinüber zu der kleinen Insel im Hafenbecken.


Blick von der Uferpromenade mit einigen auf Stehlen ins Hafenbecken gebauten Gebäuden auf den Kreuzfahrtanleger.


Das Kreuzfahrtschiff machte sich gerade bereit zum Auslaufen. Die Passagiere verpassten damit den bekannten Blick zur blauen Stunde vom Mount Hakodate. Vielleicht waren sie aber auch gestern schon dort gewesen. Den gestrigen Massen oben auf dem Berg nach, nicht auszuschließen.


An der kleinen Insel im Hafenbecken liegen mehrere Stege für kleine Boote und Yachten. Gegenüber am Festland sind die Kanemori Red Brick Warehouses aus dem Jahr 1869 zu sehen.


Blick entlang der hölzernen Promenade der Insel auf die Halbinsel mit dem Mount Hakodate. Gerade ist eine der beiden Gondeln gut vor dem abendlichen Himmel zu erkennen.


Viel war hier nicht los, ganz im Gegensatz zum Mount Hakodate gestern und ich genoss die Ruhe und das Stillleben. Das Wildeste waren noch zwei Skater, die sich auf der großen Asphaltfläche auf der Insel an einigen Tricks versuchten. Daneben war ich mit einem in sich ruhenden Angler fast allein auf der Insel.


Abendstimmung mit Blick in Richtung der Docks von Hakodate.


Neben dem Kreuzfahrtschiff liegt noch die ziemlich betagte Seikan-Fähre “Mashu-maru” neben dem Passagierterminal von Hakodate unweit des Bahnhofes, die heute als Museum dient. Die Seikan-Route verband mit Eisenbahnfähren wie der “Mashu-maru” einst Hokkaido mit Honshu, bevor der Seikan-Tunnel eröffnet wurde.


Am Toyokawa Pier liegen zwei Fangboote für was auch immer für ein Meeresgetier.

Die restliche Zeit vor der gemeinsamen Essenssuche nutzte ich für ein paar Bilder in der blauen Stunde am Ast der Linie 5. Es ging also die paar Meter rüber an die Strecke und dank einiger nett angeleuchteter Fassaden, gelang das Vorhaben recht passabel. Die nun doch noch lange Durststrecke bis zum Abendessen konnte der 7-Eleven am Abzweig Jujigai glücklicherweise mit einem frühabendlichen Kaffee und Keksen überbrücken.


Am Seitenstraßenblick unweit der Haltestelle Suehirocho hatte ich vorhin schon einige Zeit herumgehangen. Auch zur blauen Stunde gefiel mir dieser Blick mit der beleuchteten Fassade und dem Blick in den Hafen. 7002 ist auf der Linie 5 unterwegs nach Dock-mae.


Auch in Sichtweite des Abzweiges Jujigai findet sich ein nettes Gebäude mit beleuchteter Fassade. 7002 kommt von Dock-mae zurück Richtung Yunokawa.


Und noch einmal zurück zum repräsentativen Bankgebäude der 1930er-Jahre. Heute beherbergt das Gebäude ein Hotel. 8008 kommt Richtung Dock-mae durch.


Ein weiterer der toll gestalteten Gullideckel auf dem Weg zu unserem Treffpunkt am Abzweig Jujigai.


Ein Tempel für Meeresgetierspeisen. Der war uns dann doch etwas drüber und wir suchten noch etwas weiter.

Nachdem wir uns wiedergetroffen hatten, fuhren wir das Stück Richtung Bahnhof mit der Straßenbahn und schlenderten dort auf der Suche nach Essen erneut etwas durch das Viertel. So ganz riesig ist die Auswahl an “richtigen” Restaurants nicht, aber wir fanden ein anderes als gestern, in dem wir nach kurzem Warten auf den üblichen “Anmeldestühlen” in ein Séparée im Obergeschoss geführt wurden. Als Europäer bekamen wir eines mit richtigem Tisch und Stühlen und nicht einen der bodennahen Tische ohne Stühle. Die Auswahl an Meeresgetier kannte wieder keine Grenzen, nur so etwas wie vollständige Menüs vermissten wir wieder. Wie man es etwa aus Italien kennt, scheint man auch hier in Japan in den Restaurants in der Regel alles in Einzelteilen zu bestellen. Einerseits sehr praktisch, kann man sich alles genau so zusammenstellen, wie man es haben möchte, andererseits etwas mühsam, wenn man eh nicht so genau weiß, was man wie kombinieren sollte. So orderten wir ohne genaue Kenntnis, was nun Vor- und Hauptspeise war, was man überhaupt kombinieren “darf”, einfach alles Mögliche, worauf wir gerade Lust hatten. Vielleicht funktioniert es auch genau so? Salat mit Tofu, Fischbrühe mit Reis, panierter Seelachs, Kartoffeln und dazu irgendwelche Soßen und andere nicht ganz definierbare Teilchen. Nach und nach wurde der Tisch in unserem Séparée immer voller und die Mägen satter.


Wild aus ganz vielen Einzelkomponenten zusammengewürfeltes Abendessen.

Wie fast immer in Japan, konnte man zum Essen nichts Schlechtes sagen. Unten, wo wir anschließend zahlten, waren auch wieder die typischen Plätze direkt an der Theke, an der häufig Gäste Platz finden, die allein zum Essen kommen. Irgendwie auch symphytisch.

Ein letzter Stopp am 7-Eleven unweit unseres Hotels, dann ging es rauf aufs Zimmer. Morgen früh versuchen wir noch einmal ein paar Altwagen auf den HVZ-Kursen zu erwischen, bevor wir mit dem Hokuto Limited Express ein letztes Mal über die Kapspur schaukeln, zu unserer letzten Station dieser Reise in Sapporo.


Dienstag, 22. April 2025 I

Bei strahlendem Sonnenschein ging es heute Morgen zur gleichen Zeit wie gestern um sieben aus dem Hotel. Auch heute ließen sich die Altwagen wieder gut Zeit und erreichten aus Yunokawa kommend erst nach halb acht den Abzweig Jujigai, zu dem wir bis dahin die Strecke entlang geschlendert waren. Dafür konnten wir bei der morgendlichen Sonne einige Perspektiven auf den Mount Hakodate umsetzen, die am trüben Morgen gestern nicht so schön funktioniert hatten. Ein Teil der Reisegruppe war den eckigen Neuaufbauten derweil langsam etwas überdrüssig. Gut, ließen sich auch heute wenigstens wieder zwei der Altwagen blicken und klappten nochmal besser als gestern. Da war der Morgen hier jedenfalls nicht umsonst gewesen.


So richtig zeigt sich die Rush Hour auf den Straßen der Halbinsel nicht, vermutlich ist das deutlich in Richtung der neueren Stadtteile verschoben. Zumindest die Bahnen sind aber auch hier ganz gut mit Schülern ausgelastet. 8001 hinter der Haltestelle Shiyakusho-mae Richtung Yunokawa.


An der Haltestelle Shiyakusho-mae treffen sich der Little Dancer 9605 und der Neuaufbau 8002.


Mit 723 erreicht der erste Altwagen den Abzweig Jujigai als Linie 2 nach Yachigashira erst um 7.40 Uhr. Der Wagen steht hier auf weitgehend leeren Straßen mal wieder vor einer Kreuzungsampel für den nicht vorhandenen Querverkehr. Uns ist es recht, bietet sich doch so alle Zeit der Welt für eine Aufnahme mit dem Mount Hakodate.


Die Rückfahrt erwarteten wir einmal um die Ecke herum hinter dem Abzweig. Eine Viertelstunde später ist 723 aus Yachigashira zurück und rollt auf den Abzweig Jujigai zu.


Der Kurs auf der Linie 5, der heute scheinbar wie der 2er nur eine Runde drehen durfte, kam wenig später am Abzweig Jujigai Richtung Dock-mae durch und brachte zu unserer Freude noch einmal einen neuen Altwagen, den letzten der 800er Serie. 812 ist über den ausgefahrenen Abzweig gerumpelt und passiert den stillgelegten Switch Tower.


Schnell ging das hier alles wiedermal nicht vonstatten – 812 steht schon wieder vor einer Ampel. Zeit für eine weitere Perspektive hinter dem Abzweig Jujigai.


Die Rückfahrt erwarteten wir ein Stück in Richtung der Haltestelle Suehirocho an der Linie 5. Der abwechslungsreiche Stilmix der Bebauung auf der Halbinsel kommt hier ganz gut zur Geltung. Für den 812, den einzigen Altwagen in regulärem Lackschema, hatte sich der Morgen hier jedenfalls gelohnt.

Damit war es das für uns auch mit der Straßenbahn von Hakodate. Wir schauten mal, wie es mit unserer angepeilten Verbindung nach Sapporo aussah: 8.56 Uhr Abfahrt war zwar sportlich, sollte aber noch zu schaffen sein. Am selben kleinen Handwerksbäcker wie gestern, versorgten wir uns mit allerlei Leckereien für Frühstück und Mittag im Zug und nahmen dann die nächste Bahn zum Hotel. Eilig die Koffer abgeholt – wir wurden dankenswerterweise vorgezogen vor einen anscheinend wiedermal langwierigeren Prozess – und rüber in den Bahnhof.


Ein letzer Blick aus dem Hotelzimmer auf die Bucht von Hakodate.

Während ich uns im 7-Eleven noch Flüssigversorgung und einen Kaffee für die Fahrt besorgte, fiel meinem Vater auf, dass der Hokuto Limited Express ein Zug ohne Non-reserved-Wagen ist. Das bedeutet zwar anders als beim Shinkansen nicht, dass man nicht mitfahren darf, man muss dann aber im Zweifel Sitzplatzhopping betreiben oder stehen. Bei fast vier Stunden Fahrzeit eher nicht so lustig. Wir hatten inzwischen nurmehr weniger als zehn Minuten auf die Abfahrtszeit, an einem der leidigen Automaten würde das mit der Rail Pass und Reisepass-Registrierung knapp werden. Am Schalter war aber nichts los. Schnell hin und dort ging wesentlich flotter, als es selbst am Automaten zu versuchen. Tatsächlich war der Limited schon ziemlich ausgebucht, es fanden sich nur noch vereinzelt freie Sitzplätze. Zumindest aber bekamen wir beide Plätze in Wagen 6, wenn auch getrennt. Halb so schlimm, wenn man drei Wochen gemeinsam unterwegs ist… Wir eilten zügig, aber natürlich ohne zu rushen, zum Zug und suchten unseren Wagen. Eine Rolltreppe gab es hier nicht, daher endet dieser Teil an der Türschwelle von Wagen 6 des Hokuto Limited Express nach Sapporo. Dort erkunden wir dann im nächsten Teil den letzten noch unbekannten Straßenbahnbetrieb Japans.

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